Thrilling moments in the deserts of Iran

blog-8-jpgClay villages and towns along the centuries-old trading route between Turkey, the Indian sub-continent and China form a chain along the edge of the desert. With high wind towers and soft-edged, rounded walls, as a tourist you often feel like you are stepping into a tale from The Arabian Nights. Winding your way through picturesque, decaying caravanserais, through the old quarters of Yazd or the citadel of Rayen, you’re in a film set of ochre and burnt umber, narrow lanes emanating a thick heat from the sandy clay-and-straw-mixed walls. Enhanced by the dying embers of the sun, we peek into a time gone by, with rooms left and right, small steps up and down, a higgledy-piggledy jumble of space.

Lehmdörfer und –städte, aufgereiht an den Jahrhunderte alten Handelswegen zwischen der Türkei, Indien und China bilden eine sehenswerte Kette am Rande der iranischen Wüste. Mit den hohen Windtürmen und den weichkantigen, abgerundeten Mauern fühlt man sich als Tourist in eine der Geschichten von „1001 Nacht“ zurückversetzt. Folgt man den schmalen und pittoresken Gassen der zerfallenden Karavansereien oder der Altstadt von Yazd oder der Festung von Rayen – fühlt man sich wie auf einem Filmset – umgebenden von Ocker und gebrannten Umbra Farbtönen. Die hohen Wände aus Lehm und Stroh spenden zwar Schatten, jedoch die erbarmungslose Hitze staut sich trotz alledem in den verwundenen Gassen. Unterstützt von dem verglimmenden Glühen der Sonne, erfahren wir kurze Einblicke in längst vergangen Zeiten, mit unzähligen Räumen rechts und links, kleinen Stufen noch oben und unten – ein Drunter und Drüber von Lebensräumen.

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Biiiittte, klick immer auf das erste Foto in jeder Sektion, um alles in voller Größe sehen zu können: das ist viiiel besser!

In Kashan, the two old merchants’ houses, now open to visitors, have been superbly restored to an almost former glory. An underground floor, doorless and with a wide and open stairways up to the ground floor, serves as living quarters for the elderly in the summer, wide vents like chimneys built up through the stories to the roof, where tall wind towers with elegant slat-like openings catch any occasional breeze and funnel it into the house, and you literally gasp, close your eyes and breathe, as you feel the air enter these otherwise stillest of places. Inner courtyards with pools and trees help humidify and cool the air and open corridors encourage its circulation. In the smartest of the houses, the stucco work is fabulously detailed, delicate and ornamental: certainly a well-off family lived here. The city hamam, or bathhouse, is entirely underground and has not only wind towers but also turrets of glass for light. We wonder if Gaudi ever visited here…?

Die zwei besonders schön restaurierten Händlervillen in Kashan zeigen ihre fast volle alte Pracht. Ein unterirdisches Kellergeschoss ohne Türen und mit einem breiten und offenen Treppenaufgang zum Erdgeschoss diente der älteren Generation der Familie als Lebensbereich im Sommer, breite Ventilationsschächte ziehen sich vertikal durch das gesamte Haus bis über das Dach und enden in großen Windtürmen verziert mit eleganten, lamellenartigen Öffnungen, die dazu dienen vereinzelte leichte Windbewegungen über den Dächern der Stadt einzufangen und tief in das Innere des Hauses zu verteilen – und wir atmen im wahrsten Sinne des Wortes auf, schließen die Augen und spüren wie die Luft die ansonsten so besonders ruhigen Räume durchströmt. Innenhöfe mit einer Vielzahl an Wasserbecken und Bäumen, die dabei helfen die Luft zu befeuchten und somit zu kühlen; die vielen Gänge helfen bei ihrer Zirkulation. In dem schicksten der Häuser sind die Stuckarbeiten wirklich unglaublich detailliert, filigran und ornamental – hier wohnte sicherlich eine sehr wohl situierte Familie. Das Hamam oder Badehaus der Stadt liegt vollständig unterirdisch und hat nicht nur Windtürme, sondern auch kleine Kuppeln mit rundem Glas besetzt, die das Tageslicht in die unzähligen Räume strömen lassen. Wir fragen uns, ob Gaudi jemals hier zu Besuch war…?

In these hot and dry settlements, here more than anywhere else, you understand why parks and gardens might be a spiritual necessity but certainly a physical luxury, making them Paradise on Earth. If you’re not rich enough to have a tree, a pond or a garden, you go to the park. And there we continue to meet holidaying locals and talk to young people, very interested in a cultural exchange. When we’re not in a park, then we really are out in the desert and spend many evenings under starlit skies on crunchy, baked salt and sand, completely alone with ourselves.

Insbesondere in diesen heißen und trockenen Siedlungen wird einem klar, warum die Parkanlagen und Gärten vielleicht sogar von spiritueller Notwendigkeit sind – mit Sicherheit aber ein physischer Luxus – das Paradies auf Erden. Falls Du nicht reich genug bist, um dir einen eigenen Baum, Teich oder Garten zu leisten, dann gehst Du eben in den Park. Und hier treffen wir wieder auf lokale Urlauber und reden mit den jungen Leuten, die sehr an einem kulturellen Austausch interessiert sind. Wenn wir uns nicht gerade in einem dieser Parks befinden, dann sind wir wirklich draußen in der Wüste und verbringen viele Abende unter dem sternenbeleuchteten Himmel und auf knusprig gebackenem Sand und Salz – völlig allein mit uns selbst.

We pass heavily-guarded nuclear enrichment facilities; castles, many eroding into piles of dust, dotted along the mountain-sides; countless, abandoned caravanserais and some oases: orchards of fresh, red, juicy-looking pomegranates, just waiting to be picked.

Wir fahren an schwer bewachten Urananreicherungsanlagen vorbei und an alten Burgen, die langsam zu Staubhaufen erodieren und an den Hängen der Berge aufgereiht sind. Unzählige Karavansereien und Oasen – Granatapfelbäume haben hier in der Regel ihr Zuhause und die frischen, roten, saftig aussehenden Früchte warten nur darauf gepflückt zu werden.

We learn about Zoroaster and his Persian-Babylonian teachings from the 2nd or 1st century BC , leading to “Zoroastrianism“, a predecessor to Islam, with its three basic tenets of Good Thoughts – Good Words – Good Deeds and its fire worship: the main temple in Yazd houses the Eternal Flame, the “mother” of all other Zoroastrian religious fires in Iran, with a resident priest to ensure the logs burn 24/7. In Chak Chak (engl. “DripDrip”), nearby, there’s one of these offspring fires, along with dripping water from a rock face and a holy tree said to have swallowed up a fleeing lady, to save her from captivity and death from bandits: it’s the tree’s tears of grief the mountain is shedding. It’s actually not a massively interesting place in itself, but a good starting point for a nice drive out into the desert.

Wir lernen einige Details über Zarathustra und die von ihm im 2. oder 1. Jahrtausend vor Christus gelehrte persisch-medische beziehungsweise iranische Religion des Zoroastrismus. Diese steht auf den drei Hauptsäulen Gute Gedanken – Gute Worte – Gute Taten und die Anbetung des Feuer ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Der Haupttempel in Yazd beherbergt die Ewige Flamme, die „Mutter“ aller zoroastrischen religiösen Feuer im Iran und der ansässige Priester stellt sicher, dass die Holzscheite permanent nachgelegt werden und brennen. In Chak Chak (zu Deutsch: Tropf-Tropf) ist eines der Ableger dieses Feuers zu finden, zusammen mit dem tropfendem Wasser einer Felswand und einem heiligen Baum, der laut einer Erzählung eine flüchtende Frau verschlungen haben soll, um sie vor Entführung und Tod durch Banditen zu beschützten: Es sind die Tränen der Trauer des Baumes, die der Berg freigibt. Es ist eigentlich kein besonders interessanter Ort, aber ein guter Startpunkt für eine ausgiebige Fahrt durch die Wüste.

In Abyaneh, close to Kashan, current believers are immediately apparent in their clothing: no black, no chador, but light and colourful skirts and headscarves. Another mud walled village, it’s famous for its special intense red clay, more unusual architecture, shuttered windows and the unique dialect of the Zoroastrian inhabitants. Renowned across the country, it’s not only foreigners who come to visit.

In Abyaneh, in der Nähe von Kashan, erkennt man die aktuellen Gläubigen sofort an ihrer ungewöhnlichen Kleidung: kein Schwarz, kein Chador – sondern leichte und farbenfrohe Röcke und Kopftücher. Es ist ein weiteres Dorf mit Lehmmauern und es ist insbesondere auch bekannt für die intensive rote Tönung der Gebäude und ihre außergewöhnliche Architektur mit vielen Fensterläden und dem speziellen Dialekt der zoroastrischen Einwohner. Der Bekanntheitsgrad reicht über das gesamte Land und es sind nicht nur ausländische Besucher, die hier her kommen.

Yazd, the most elegant of all the desert towns, with slender minarets and lianas (vaulted portals) and plenty of rooftops for gazing across the ocean of clay structures:

Yazd ist wohl die eleganteste von all diesen Wüstenstädten, mit schlanken Minaretten die direkt auf den Liwanen (Einganstore zu den Moscheen) stehen und unzähligen Dachterrassen, die dazu einladen ausgiebige Blicke über ein Meer von Lehmgebäuden schweifen zu lassen.

At the edge of the line marked by the British Foreign Office as an area to avoid, at the beginning of the Lut Desert, dividing Iran from Afghanistan, sheltering smugglers and presumably bandits, and seemingly the place to bury landmines, we decide on an excursion by ourselves to the Kalouts : bizarre ‘chimneys’ and other formations created by sand, wind and water. The Lut reaches humidity levels of only 3-5%, making it one of the driest areas on earth. To get there from Kerman you take the road over a high pass, across the higher mountains, then down, down, down into the oven.

We have a suggested beginner track to follow from Pistenkuh, long-term travellers, well-known on the German-speaking Overlander circuit, so we’re not too worried about getting lost, or hitting landmines and we’re not that far from the road – maybe 8 or 10km, if you can walk in a straight line, with only a sandy horizon for orientation. Arriving at 4pm, our instruments show 57°C: we’re already baking in said oven. We piddle around a bit trying to find the right heading, come up against a man made sand barrier, wondering whether to go over or around. We walk around a bit and look for and at other tracks. With nothing except wind erosion and mostly firm sand, baked-in tracks might have been there for months, so it’s not easy to work out where the latest people may have driven.

We find our way around, not over, and head into the beginning of the Kalouts and come to rest behind one outcrop that we can climb up to watch the sunset if we want, but will provide us with much needed shade in the early morning.

Jens tests the new drone and I go for a walk to see if we are in the right valley, or should be in a parallel one deeper into the Kalouts. The crunchy topping on the sand crumbles loudly underfoot and the sun blazes down on my bare arms (I’m taking advantage of being surrounded by no Muslims requiring head and skin coverage). After 15 minutes I can’t hear the drone any more, in fact nothing at all. I’m behind the first hills and heading for the next ones and realise the sun is sinking quickly: time to turn back after taking some photos of the tracks. I realise I should have take photos of behind me while I was walking up, as going in the other direction, the panorama looks totally different: I’m not entirely sure which is the right direction or which of these mounds is ours. Fortunately, like Ariadne’s thread, my footprints show up much like in snow and I just need to retrace them.

Next day we set off again and follow the valleys on the edge of the Kalouts further north. We’re happily coasting along, at times through soft sand, otherwise compacted, when we see a souped-up black Land Rover coming towards us. At first we’re not sure what to expect: military, bandits or tourists, but it’s the latter and we both curve around, like dogs sniffing each other out, before we come to rest next to each other to talk. We exchange a few moments of pleasantries (the Frenchman and his Iranian partner have “done” Africa at least twice in their own vehicle and want to start on a Silk Road trip similar to ours) and we’re all ready to continue in opposite directions. It’s then the local guide and driver speaks for the first time to double-check,

“You know this area is mined and you have to be very careful?!”

Yes, yes, we know; we don’t intend to go too far in, we know people are here regularly and we try to follow existing tracks where possible.

Then someone has the “bright idea” of suggesting we follow their tracks: their starting point was pretty much where we would like to end. Good idea!

Off we set again and are quickly into Sahara Desert style soft sand and rolling hills: Lawrence of Arabia is just around the corner, I’m sure.

Jens accelerates more and more, but the sand is thickening and deepening. Following their tracks, reminds me of Viv and I in the Gobi, shouting directions, with Jens not wanting to dig us to a stop by braking or looking anywhere other than straight ahead. Bruce’s back end keeps wanting to come around to the side as we drive along the side of an increasingly steep sand dune and it’s hard for Jens to maintain either speed or direction as we drift around. Four-fifths up a slope, suddenly an n-shaped, 10-metre deep depression appears before us. Ahead and enclosing the hollow is a 30m-high, vertical, sand wall, with the car tracks hurtling down like the sides of a rung-less ladder! Immediately know we’re trapped and there’s no way out to the north, even if Bruce is the greatest!

Jens’s foot jumps off the accelerator and we grind silently to a halt on an impressively steep slant. We have to review the situation on foot, adrenalin screaming through our veins. It dawns on Jens that the guide was obviously trying to provide his crew with a fun and risky-looking trip and was taking a more meandering, deeper sand route than we would have done ourselves. He was also travelling in the other direction: where he could roll down a hillside, we had to struggle with traction and velocity. Under the searing midday sun, we reduced the tyre pressure to the minimum; the only way out of this corner was a new route south, there aren’t any tracks to follow this way but we decide on a course down into the hollow and to turn around, right at the foot of the huge dune. This way we hope to gain most momentum to escape this trap at full power and speed. No sooner said than done, both differential locks engaged and we’re off! We pick our way out of the gully and Jens fights a bit more with the sand and gradient, but with a little “ta-ra” at the summit, we’re out and back on our way, on more compacted ground again – Wow! Another exciting day in the life of living in Bruce!

Direkt am Rande der berüchtigten Linie, die das Auswärtige Amt als zu vermeidende Zone bezeichnet und den Anfang der Lut-Wüste Richtung Osten markiert und die wiederum den Iran von Afghanistan trennt und somit ein Versteck für Schmuggler und vermutlich Banditen bietet und scheinbar der Ort ist um Landminen zu vergraben, entscheiden wir uns für einen alleinigen Ausflug zu den Kalouts – bizarre „Kamine“ und andere Formationen, die sich durch Sand, Wind und Wasser gebildet haben. Die Lut-Wüste erreicht Luftfeuchtigkeitswerte von nur 3-5% und ist somit eines der trockensten Gebiete auf der Erde. Um von Kerman hierher zu gelangen, fahren wir über einen hohen Bergpass auf die östliche Seite einer Gebirgskette und dann weiter und weiter und weiter hinab in den Glutofen.

Uns steht eine von der Pistenkuh (Langzeit-Reisende, die gut bekannt sind in den deutschsprachigen Overlanderkreisen) vorgeschlagene Route zu Verfügung, von daher machen wir uns nicht zu große Sorgen uns zu verirren oder auf Landminen zu stoßen und wir sind nicht allzu weit von der Straße entfernt – vielleicht 8-10km, falls man es schaffen würde in einer geraden Linie zu gehen mit einem Horizont der nur aus Sandwüste besteht. Als wir gegen 16:00 eintreffen, zeigt unsere Außentemperaturanzeige 57°C: wir braten also bereits in dem erwähnten Ofen. Wir fahren vorsichtig ein wenig umher um die richtige Richtung auszumachen und treffen zunächst auf eine von Menschen errichtete Absperrungsmauer aus Sand und wir fragen uns ob wir oben drüber oder außen herum fahren sollen. Wir gehen einwenig umher um nach anderen Reifenspuren zu suchen. Mit nichts weiterem als Winderosion und meist festem Sand, könnten einige dieser Spuren bereits vor Monaten in den Sand gedrückt worden sein und so ist es recht schwierig zu erahnen wo wohl die letzten Fahrzeuge lang gefahren sind.

 

Wir entscheiden uns für den Weg um (und nicht über) die Mauer herum und fahren direkt in Richtung der Anfänge der Kalouts und halten schließlich hinter einer dieser Erhebungen, die es uns ermöglicht hinaufzuklettern, falls wir Lust haben den Sonnenuntergang zu verfolgen, und uns am frühen Morgen mit dem notwendigen Schatten versorgen kann.

Jens testet Luftaufnahmen mit der neuen Drone und ich mache einen Spaziergang um festzustellen, ob wir uns in dem richtigen Tal befinden oder ob wir ein oder zwei Täler weiter im Inneren der Kalouts sein sollten. Die knackende Kruste auf dem Sand zerbröselt laut unter meinen Füßen und die Sonne brennt auf meine unbedeckten Arme (ich mache es mir natürlich zum Vorteil, das wir hier von keinen Muslimen umgeben sind, die eine vollständige Bedeckung von Kopf und Körper einfordern könnten). Nach etwa 15 Minuten kann ich die Drone nicht mehr hören – ich höre eigentlich überhaupt keine Geräusche mehr. Ich befinde mich hinter der ersten Reihe von Hügeln und gehe in Richtung der nächsten, als mir klar wird, dass die Sonne sehr schnell untergeht – es wird Zeit umzudrehen. Ich mache noch kurz ein paar weitere Fotos von der Umgebung und den Reifenspuren im Sand und als ich mich umdrehe wird mir klar, dass ich auf dem Weg hierher auch ein paar Fotos von der entgegen gesetzten Seite hätte machen sollen, denn das Panorama sieht hier völlig anders aus. Ich bin mir nicht ganz sicher in welche Richtung ich gehen muss und welcher dieser Hügel der Unsrige ist. Glücklicherweise zeigen sich meine Fußabdrücke im Sand wie sie es auch im Schnee tun würden – Ariadnes Faden.

Am nächsten Tag machen wir uns wieder Richtung Norden auf und folgen den äußeren Tälern am Rande der Kalouts. Wir cruisen so gücklich durch die Gegend, teils durch weichen, teils über harten Sand, als uns auf einmal ein aufgemotzter schwarzer Land Rover Defender entgegenkommt. Erst sind wir uns nicht sicher was uns erwartet: Militär, Banditen oder Touristen – aber es handelt sich um Letztere und beide Fahrzeuge drehen sich zueinander wie Hunde die sich beschnüffeln wollen und wir halten schließlich direkt nebeneinander um miteinander zu reden. Wir tauschen zunächst ein paar Höflichkeiten aus (der Franzose mit seiner Iranischen Freundin haben Afrika bereits mindestens zweimal mit ihrem eigenen Fahrzeug „gemacht“ und sie wollen bald eine ähnliche Silk Road Route fahren, wie wir es getan haben. Als wir schließlich wieder bereit sind in gegensätzlicher Richtung weiter zu fahren, ist es schließlich Ihr iranischer Guide und Fahrer, der uns zum ersten Mal selbst anspricht und kurz unterbricht – um ganz sicher zu gehen:

„Ihr wisst aber, das diese Gegend vermint ist und dass Ihr sehr vorsichtig sein müsst, oder?!“

Ja, Ja, wir wissen Bescheid; wir haben nicht vor weit hinein zu fahren und wir wissen, dass Leute hier regelmäßig durchfahren und wir versuchen möglichst vorhandenen Reifenspuren zu folgen.

Dann hat jemand die „glorreiche Idee“, wir könnten doch ihren Spuren folgen – ihr Anfangspunkt war ziemlich genau dort, wo wir hin wollen. Gute Idee!

 

So fahren wir also los und nach kurzer Zeit sind wir auf einmal in weichem Sand und umgeben von Dünen wie in der Sahara: Laurence von Arabien hängt hier bestimmt irgendwo rum, ganz sicher!

Jens gibt mehr und mehr Gas, aber der Sand wird immer weicher und weicher. Während wir weiter der Spur folgen, erinnere ich mich an unsere Zeit in der Gobi Wüste in der Mongolei, als Vivienne und ich schreiend Richtungsanweisungen gaben, während Jens versuchte die recht hohe Geschwindigkeit beizubehalten, möglichst geradeaus zu fahren und nicht zu bremsen, damit Bruce sich nicht eingräbt und hängen bleibt.

Während wir an einer immer steiler seitlich abfallenden Kante einer Sanddüne entlang fahren, fängt die Hinterachse von Bruce an mehr und mehr seitlich auszubrechen und Jens hat alle Mühe die Geschwindigkeit und Richtung während dieses Driftens beizubehalten. Wir haben es fast geschafft, da tut sich plötzlich vor uns ein n-förmiger und ca. 10 Meter tiefer Graben auf – gegenüber und rundherum steht eine ca. 30 Meter hohe Wand von Sand – die Spuren führen fast senkrecht die Wand hoch! Uns wird sofort klar – wir stecken in der Falle und es gibt keinen Ausweg in nördlicher Richtung – auch wenn Bruce der Größte ist.

Jens nimmt den Fuß vom Gas und Bruce kommt sofort zum Stillstand – in beeindruckender Schräglage. Wir müssen uns die Situation erstmal genauer ansehen und steigen aus – vollgepumpt mit Adrenalin.

Nun wurde es offensichtlich: der Fahrer des Land Rovers wollte seinen Kunden eher eine Spaß geladene und mit etwas Risiko gewürzte Tour zeigen – er hatte sich für eine weitaus mehr mäandernde Route und viel weicheren Sand entschieden, als wir es getan hätten. Außerdem war er natürlich in der entgegengesetzte Richtung unterwegs und konnte es sich leisten steile Abhänge runter zu rollen – während wir dabei natürlich Traktions- und Geschwindigkeitsprobleme bekamen.

Bei sengender Mittagshitze reduzierten wir den Reifendruck zum absoluten Minimum. Der einzige Weg raus aus dieser Ecke war einen neuen Weg zurück Richtung Süden einzuschlagen – es gab keine Spuren in diese Richtung und wir entschieden uns schließlich erst runter in den Graben und direkt an den Fuss der großen Düne gegenüber zu fahren und dann umzudrehen. Die Idee war auf dem kurzen flachen Stück möglichst viel Schwung zu holen und mit aller Kraft und Geschwindigkeit wieder aus der Falle zu kommen. Gesagt, getan – alle Differenzialsperren rein und ab die Post! Jens kämpft etwas mehr mit dem Sand und der Steigung – aber mit einem kleinen Ta-Ra schaffen wir es zum Gipfel – wir sind raus, zurück auf unserer geplanten Route und wieder auf festerem Grund – Wow!

Ein weiterer spannender Tag im gemeinsamen Leben mit Bruce!

 

 

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From Iran with Love

Iran >> 7-20 Sep >> 1,750+km

You won’t find any “Keep off the grass“ signs here in Iran. The park is Iran’s aorta: it’s a meeting place, a dining room, a spot to relax and sleep, a playground to sing and be alive in. Continue reading “From Iran with Love”

The Conspiracy Theory – Initial Iran Impressions

 

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Bagarzan to Teheran, Iran >> 31 Aug – 5 Sep >> 1,400km

The border dispels our first preconception of Iran: no marathon horror story to tell, no huge queues of cars and no frustration. We were in and out of the border compound within an hour, all documents stamped, Bruce was given a cursory external glance, but no one was bothered about the contents inside. An unwanted and unconsented to “fixer” admittedly “helped” us along our way, and we grudgingly gave him 5€ at the end, but we really didn’t see much added value in his services. When few people wear uniforms, it’s hard to know who is official and who isn’t: he managed to have our Carnet and passports in his hand before we knew it and he wasn’t letting go! We meekly followed, still a little awe-struck at the thought of finally entering Islamic Republic of IRAN. But here we are! Well almost. There was a little conversation about insurance at the exit gate. The very unofficial-looking man told us our papers weren’t correct and we need to buy insurance for 50€. After a very short discussion, he reduced his kind offer to 30€ and after another firm, “No!” he begged us for 20€, telling us, “It’s not much money, pleeeeaassse.” Adieu monsieur. Now we’re in!

The first roadside seller is offering huge sunflower heads and sacks of seeds. A good omen?

Die Verschwörungstheorie – Erste Eindrück von Iran

An der Grenze wird bereits unser erstes Vorurteil widerlegt: es gibt keine Marathon-Horrorgeschichte zu erzählen, es gab keine endlosen Schlangen von Autos und keinen Frust. Die gesamte Grenzabwicklung war innerhalb von einer Stunde erledigt, alle Dokumente abgestempelt und auf Bruce wurde nur ein flüchtiger Blick geworfen, aber niemand interessierte sich für seine Inneres. Ein unerwünschter „Fixer“ allerdings „half“ uns – ohne unsere Zustimmung – bei der recht einfachen Abwicklung im Grenzgebäude, und wir zahlten ihm am Ende widerwillig 5€ für seine recht überflüssigen Dienste. Wenn nur wenige der offiziellen Uniform tragen, fällt es einem schwer herauszufinden wer nun tatsächlich ein Offizieller ist: er brachte es mit seiner überzeugenden Art fertig unser Carnet und unsere Pässe innerhalb von Sekunden in der Hand zu haben und sie dann nicht mehr aus der Hand zu geben – wir konnten ihm nur widerstandslos folgen und ihn nicht aus den Augen lassen! Wir waren wohl noch etwas ehrfurchtsvoll mit dem Gedanken beschäftigt endlich die Islamische Republik IRAN zu betreten. Aber jetzt haben wir es geschafft!? Oder zumindest fast: als wir mit Bruce das Ausfahrtstor erreichen, müssen wir noch eine letzte Hürde nehmen. Ein auffällig inoffiziell aussehender Mann sagt uns, dass unsere Autoversicherungspapiere nicht korrekt seien und wir eine Versicherung für 50€ kaufen müssen. Nach einer sehr kurzen Diskussion, reduziert er sein freundliches Angebot auf 30€ und nach einem weiteren entschiedenen „Nein“ unsererseits, fängt er an um 20€ zu betteln und sagt; „Das ist nicht viel Geld, biiiiittee.“ Adieu Monsieur. Jetzt sind wir drin!

Der erste Straßenhändler verkauft riesige Sonnenblumenköpfe und Säcke mit Kernen. Ein gutes Omen?

Don’t forget to click on the first photo in each series to do them justice: bigger is better!

 

 

90% of cars are white, while the usual white delivery van here is a blue pick-up. Side gates, cages and add-ons are optional, and usually homemade, by the looks of it. The driving style is a little chaotic but not complete madness. Until we get to two-way traffic on a country road and see the recent result of a full-on collision. Not a pretty sight: the Iranian-produced cars must be made of metal 1 micron thick, reinforcement not on offer. Later, we learn that even Iranians aren’t impressed with the safety level of the their cars.

Otherwise it’s the usual pecking order: Coaches are probably on top, but we hardly notice them, they usually overtake us, honking hard, and are gone. Trucks are next, seldom adorned or painted, as we know from India, often ancient and bellowing black, suffocating fumes. But they are actually well-behaved, stick to their lanes, don’t run you off the road. Then cars, less careful about lane-usage, then mopeds carrying drivers without helmets – almost understandable in this heat – and at the bottom of the pile, the pedestrians. When you’re crossing the road, unless you look the driver straight in the eye, I am positive they would drive into you without a second thought. Most cyclists must have been knocked down already as we’ve only seen a handful: mostly older men wobbling through the bazaar, or once we saw a crazy “racer” riding on the motorway at a speed of at least 90kmh in the slipstream of a lorry, 20cm away from its back bumper! Lorries run on diesel, called gasoil here and pronounced, gaz-oh-eel. It costs all of 0,07€ per litre or sometimes double for the tourists, standard price across the country. The cars run on petrol and the pick-ups on gas.

While the street signs and directional signs are thankfully usually in both Latin and Persian scripts (we’d still be at the first crossroads if it were only Arabic), the numbers are often only Persian. Sometimes they look like the suits from a funny pack of cards!

 

90% der Autos sind weiß, während der für uns gewöhnliche weiße Transporter hier ein blauer Pick-Up ist. Die Seitenklappen, Aufbaukästen und sonstiges Zubehör sind optional und wie es aussieht selbstgebaut. Der Fahrstil ist zwar etwas chaotisch, aber nicht wirklich verrückt. Dann treffen wir auf eine gewöhnliche Landstraße mit Gegenverkehr und sehen die Reste eines heftigen Frontalunfalles. Wirklich nicht schön anzusehen: die in Iran produzierten Autos scheinen nur aus einem 1 Macrometer dicken Blech zu bestehen, Verstärkungen werden nicht angeboten. Später erfahren wir, dass auch die Iraner überhaupt nicht von den Sicherheitsstandards ihrer Autos beeindruckt sind.

Ansonsten gibt es auch hier die übliche Packordnung: Busse stehen scheinbar ganz oben, aber wir treffen nur selten auf sie, dann hupen sie üblicher Weise laut, überholen uns und sind schon wieder weg. Die LKWs kommen als nächstes, sie sind nur selten dekoriert oder bemalt wie wir es aus Indien kennen, meistens uralt und blasen schwarze, stickige Gase aus. Aber sie benehmen sich eigentlich sehr gut auf den Straßen, halten sich an die Spuren und versuchen nicht uns von der Straße abzudrängen. Dann die Autos, die sich weniger an die Spuren halten, gefolgt von den Kleinmotorrädern mit Fahrern, die in der Regel keinen Helm tragen – wäre ja auch nicht auszuhalten bei der Hitze – und ganz unten auf der Liste stehen natürlich die Fußgänger. Wenn man die Straße überquert, und nicht dem Fahrer direkt in die Augen schaut, bin ich mir sicher dass sie direkt in einen hineinfahren würden, ohne sich das zweimal zu überlegen. Die meisten Fahrradfahrer müssen wohl schon überfahren worden sein, weil wir vielleicht nur eine Handvoll gesehen haben: meistens ältere Herren die etwas wackelig durch die Bazargassen fahren, oder einmal haben wir einen verrückten Rennradfahrer auf der Autobahn gesehen, der mit über 90 km/h im Windschatten eines LKWs fuhr, mit höchstens 20 cm Abstand zur Heckstoßstange! Die LKWs fahren allesamt mit Diesel (das nennt man Gasoil hierzulande – ausgesprochen wie Gas-oh-iil). Ein Liter kostet sage und schreibe 0,07€ als Standardpreis im ganzen Land – manchmal allerdings das doppelte für Touristen. Die Autos fahren ausschließlich mit Benzin und die blauen Pick-Ups mit Gas.

Während die Straßenschilder glücklicherweise meist in beiden Schriftarten geschrieben sind (wir wären vermutlich immer noch an der ersten Kreuzung, wenn hier alles nur in Arabischer Schrift geschrieben wäre), sind die Nummern allerdings fast ausschließlich in Persischen Ziffern. Manche ähneln den Farbsymbolen unserer Kartenspiele!

 

For our first night we go off up a hill, away from any villages, though we see some farm workers in the distance. Only slightly apprehensive, as always for me (not Jens) in a new country, I do wonder how it will all work out. Will some landowner be set against camping travellers and want to evict us? Might we be attacked in the night? Will the police come and take us away? Those preconceptions again! It was a peaceful evening with only the mosquitoes attacking us.

“Hello Mister! How are youuu?”

“Where are you from?” “Germany? Alleman! Ahhhh!”

“Do you need help?”

“Welcome to Iran!” or “Welcome to [… say the name of your town]!”

A dollar for every time we hear those phrases would pay for our trip to Iran nicely!

Probably every two minutes someone says at least, “Hello,” when we’re walking through a crowd. Often followed by a snigger, the utterer slightly embarrassed at practising their English. The littlest ones don’t even wait for an answer, they just come up with a smile, “Hellomisterhowareyoufinethankyou!” and run back whence they came. It’s endless! We’ve heard in Europe that there are government guidelines in place in Iran for the population to be friendly to foreigners, but very, very quickly we have the impression the adults actually even mean it. They are so pleased to speak to a tourist and so immensely keen to make sure you feel welcome and are not only not wanting for anything, but they want to give you something, be it assistance, an apple or whatever. In some places, the ladies positively hug me and don’t want to let go of my hand, it’s almost emotional!

 

Unsere erste Nacht verbringen wir auf einem Hügel, weit entfernt von jeglicher Siedlung und sehen nur einige Bauern auf Ihren Feldern in weiter Entfernung. Wie immer wenn wir gerade ein neues Land bereisen, bin ich (nicht Jens) ein wenig besorgt wie es hier wohl alles laufen wird. Werden einige Landbesitzer gegen campende Touristen sein und uns von Ihrem Land vertreiben? Wird uns jemand nachts angreifen? Wird die Polizei kommen und uns verhaften? Diese Vorurteile wieder! Es war ein friedlicher Abend und die einzigen die uns angegriffen haben waren Moskitos.

“Hello Mister! How are youuu?”

“Where are you from?” “Germany? Alleman! Ahhhh!”

“Do you need help?”

“Welcome to Iran!” or “Welcome to [… say the name of your town]!”

Wenn wir für diese Sätze, die wir ständig hören, einen Dollar bekommen würden, dann hätte dies für mehr als unseren gesamten Aufenthalt in diesem Land bezahlt. Wenn wir durch die Menschenmengen laufen, hören wir mindestens alle zwei Minuten ein freundliches „Hello!“ – oftmals gefolgt von einem Kichern des Aussprechenden, dem es oftmals etwas peinlich zu scheint sein Englisch zu üben. Die Kinder warten noch nicht einmal auf eine Antwort, sie tauchen nur kurz mit einem Lächeln auf, „HelloMisterHowAreYouFineThankYou!“, und schon laufen sie wieder dahin wo sie hergekommen sind. Und so geht es immer weiter! Wir haben in Deutschland gehört, dass die Iraner von ihrer Regierung angehalten werden, freundlich zu allen Touristen zu sein, aber sehr schnell bekommen wir den Eindruck, dass es die erwachsenen Iraner wirklich ehrlich meinen. Sie freuen sich sehr, wenn sie die Möglichkeit bekommen mit einem Touristen zu sprechen und sind ganz besonders bestrebt sicherzustellen, dass wir uns willkommen fühlen und sie wollen dabei nicht nur nichts von einem, sondern sie wollen in der Regel uns eher etwas geben, und wenn es nur Hilfe, oder einen Apfel, oder was auch immer ist. An einigen Orten haben mich Frauen sehr positive umarmt und wollten meine Hand nicht wieder loslassen, das ist schon sehr emotional und anrührend!

 

Our culinary journey of discovery has us sampling something that smelled really tasty from the street, but was perhaps a little dry while munching. When we left the shop one of us said, “I think that was sheep’s innards.” The other retorted, “Really? I thought it was goat.” Whatever it was, we were pleasantly surprised to keep it down but chose not to eat it again.

It might just be the time we eat, often only having lunch at around 3pm, though friends and our guide book had warned us: commonly the only thing in a café style restaurant is kebabs: not doner-style, but the meat on skewers type, served off the skewer with fluffy basmati rice, with a layer enhanced with saffron and if you’re really lucky, with the crispy bits from the bottom of the pan. It’s not burnt or by accident, it’s the icing on the cake! Without fail served with a grilled tomato, mostly with a single, packaged portion of butter, now melted by the rice, a wedge of lime, with gherkin and a smidgen of pickled cabbage, occasionally a green chilli, not too hot.

Some places do a stew, either tomato-based with a vegetable, often aubergine or greens akin to spinach with beans or lentils accompanied by a cube or two of some long-cooked, fall-off-the-bone, tender meat, presumably mutton. Traditional, lick-your-chops tasty!

A hugely filling version is “dizi” served in an individual pot out of the oven. Pour off the gravy into the bowl supplied and tear your bread into shreds and add to the liquid. While it’s soaking, take the hole-less masher and squidge up the potato, chickpeas, meat and tomato into the mush of preferred consistency. Now spoon a bit from there and a bit from the soup-and-bread dish and savour in your mouth before swallowing. Yum!

Bakers bring steaming flatbreads out of their ovens for peak mealtimes and you buy straight from the cooling rack. They range in thickness from paper-thin 2mm with knobs, giving you a lego baseplate, to the usual 2cm doughy rounds. Loaves don’t exist.

The sweetest scent wafting from the ovens was in Rudsar on the Caspian Sea. We kept seeing signs and queues until finally curiosity got the better of us and we tested 2. Pure, warm cinnamon and sugar delight! If only we’d known we would never find them again in Iran! We spent days hunting for them, to no avail. Jens repeating at every stop, “Zimtschnecke?!” (cinnamon twist).

Potentially best of all are the little shops selling fresh juices mixed, blended or juiced right before your eyes and cooled with a few crushed ice cubes. Melon was our favourite, but we sampled apple and carrot and celery and mixes, whatever was on offer. It frequently ended up being our evening meal and was the first thing we hunted for in the city centres.

 

Unsere kulinarische Entdeckungsreise lies uns zuerst etwas probieren, dass von der Straße aus lecker roch, aber sich dann beim Essen als sehr trocken herausstellte. Als wir dann das Lokal verließen sagte einer von uns „Ich glaube das waren Innereien von Schafen.“ Die andere Person erwiderte: „Echt? Ich dachte das wäre Ziege.“ Was auch immer es war, wir waren hinterher angenehm überrascht, dass das Essen nicht wieder hoch kam, aber wir entschieden uns dieses nicht noch einmal zu probieren.

Vielleicht liegt es an der Uhrzeit zu der wir meist essen, oftmals essen wir erst gegen 15 Uhr Nachmittags, aber Freunde und Reisende hatten uns schon vorgewarnt: in der Regel bieten die Cafe-ähnlichen Restaurants hauptsächlich Kebabs an – nicht so wie ein Döner, sondern das Fleisch wird auf einen flachen Spieß gegrillt und dann auf einem separaten Teller und vom Spieß abgezogen serviert, dazu besonders langer Basmatireis mit einer Lage gekrönt, die mit Saffron verfeinert ist und wenn man Glück hat gibt es dazu noch ein knuspriges Stück angebratenen Reis vom Boden der Bratpfanne – das ist nicht versehentlich verbrannt worden, sondern das Sahnehäubchen für den Reis! Dazu gibt es immer und ohne Ausnahme: eine gegrillte Tomate, ein kleines Päckchen mit aufgewärmter und flüssiger Butter für den Reis, ein Stück Limette, Stücke von sauren Gurken und ein paar Fäden von geraspeltem und eingelegtem Kohl – manchmal eine grüne Chilli dazu – nicht allzu scharf.

Mancherorts gibt es einen Eintopf, entweder basierend auf Tomate, Gemüse und oftmals Auberginen oder etwas grünem, das Spinat ähnelt, mit Bohnen oder Linsen und dazu ein paar Würfel mit besonders lange gekochtem und zartem Fleisch, von der Art, die einfach so von den Knochen abfällt – vermutlich Hammelfleisch. Traditionell, und zum Finger ablecken lecker!

Eine besonders sättigende Version nennt sich „Disi“ und wird in einem speziellen Topf aus dem Ofen serviert. Zunächst schüttet man den Bratensaft in die zur Verfügung gestellte Schale, zerkleinert das Brot in kleine Happen und legt diese in den Bratensaft, damit sie sich vollsaugen können. Derweil nimmt man den Stampfer und zerdrückt damit die Kartoffeln, Kichererbsen, das Fleisch und die Tomaten zu einem individuellem Grad, um die jeweils gewünschte Konsistenz zu erreichen. Nun nehme man mit einen Löffel etwas aus dieser Schale und dann dazu etwas von der Soßenschale mit Brotstücken und lässt das Ganze zur Genussentfaltung etwas im Mund, bevor man es hinunterschluckt. Lecker!

Die Bäcker holen ihr dampfendes Fladenbrot zu den Hauptessenzeiten aus den Öfen und man kauft es direkt von den Abkühlregalen. Die Dicke des Brotes reicht von papierähnlichen 2mm Tüchern mit Noppen, die einem auch als Lego-Basisplatte dienen können, bis hin zu den üblichen etwa 2 cm dicken Fladenbroten im Rundformat. Brotleibe im unsere Sinne gibt es nicht.

Die süßesten Düfte wehten von den Öfen in Rudsar am Kaspischen Meer herüber. Wir hatten vorher schon viele Reklametafeln und Schlangen vor den Geschäften gesehen, bis die Neugier uns übermannte und wir zwei probierten. Reiner, warmer Zimt und Zuckerhochgenuss! Wenn wir nur gewusst hätten, dass wir diese nie wieder in Iran finden würden! Wir verbrachten Tage damit, zu versuchen sie wiederzufinden – ohne jeglichen Erfolg. Ab dann wiederholte Jens bei jedem Halt „Zimtschnecke?!“.

Aber vermutlich das Allerbeste sind die Saftläden. Erst in diesem Land ist uns die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes wieder ins Bewusstsein gerückt. Hier werden frische Früchte oder Gemüse, zerhackt, entsaftet, gemischt und mit zerstoßenen Eiswürfeln gekühlt – direkt vor deinen Augen. Grüne Melone ist unser Lieblingssaft, aber wir haben auch Apfel und Karotte und Staudensellerie und verschiedene Mixturen probiert – was auch immer angeboten oder empfohlen wurde. Oftmals waren die Säfte unser Abendessen und in der Regel das Erste wonach wir suchten in jeder Stadt. Wir hätten nie gedacht, dass das Wort Saftladen jemals etwas Positives bei uns bewirken könnte – geschweige denn, dass wir uns jeden Tag nach einem solchen auf die Suche machen würden!!!???

 

And what about sleeping? Outside the cities we’re in our usual totally-off-the-beaten-track mode, preferably over a hill and round a corner, surrounded only by Mother Nature and gazed down on by the twinkling stars. Then in Teheran we experience our first city camping. The Iranians LOVE camping!! And they are the kings of car packing! A very old-style Peugeot 405 (Peugeot Pars) will pull up at one of the many parking bay in the big park; in our case, the as yet unfinished mausoleum for Ayatollah Khomeini, which must have spaces for thousands of campers! The other cities’ parks are much smaller, grassier and with more mature trees. Then out pile at least 5 adults, sometimes those 5 plus a few kids. Then comes the boot full of picnic food to feed the proverbial 5,000 and camping/picnic equipment from a Persian carpet (no kidding!), a blanket for sleeping, cushions, pillows, gas camping stove, cooking utensils and a high-sided domed tent, one size fits all, for which one production company seems to have a monopoly, as they’re the same wherever we go, varying only in colour. And if you’ve brought the kids, then there’ll be a roof rack and box or two, wrapped in blankets, roped down to it. It’s fun trying to see them attempting to get it all back in the car the next morning!

The atmosphere tops it all off. The extended family sit there on their blankets and cook a meal in the best of tempers. The kids are running around and playing. By 10pm it’s quite dark, but everyone is still feasting, in fact, not infrequently, just starting to eat and after the meal the big metal teapot goes on the gas burner on the ground and chai is made. An hour or two later, the campground begins to quieten down a little, the chattering is less excited, more hushed. People wander off to the nearby sinks to wash the pots or to the toilets to clean their teeth, the ladies can remove their scarves and brush their hair in peace. By 1am, earlier if it’s not the weekend (Thursday night or Friday), the place is rhythmically inhaling and communally exhaling.

 

Und wie sieht es mit dem Schlafen aus? Außerhalb der Städte sind wir weiterhin im Völlig-Abseits-der-Hauptwege-Modus, am liebsten über einen Hügel und um die Ecke, umgeben nur von Mutter Natur und von oben von den funkelnden Sternen beobachtet. Dann in Teheran machen wir unsere ersten City-Camping Erfahrungen. Die Iraner LIEBEN Camping!! Und sie sind die Könige im packen ihrer Autos! Ein sehr alter Peugeot 405 (auch Peugeot Pars genannt) hält in einer der unzähligen markierten Parkbuchten des großen Parks; in unserem Fall in dem noch nicht vollständig fertiggestellten Mausoleum von Ayatollah Khomeini, wo es wohl Tausende solcher Parkplätze für Camper gibt! Die Parks der anderen Städte sind in der Regel wesentlich kleiner, mit mehr Grass und älteren Bäumen. Dann steigen aus dem Auto mindestens 5 Erwachsene und in vielen Fällen einige Kinder. Dann geht es zum Kofferraum, gefüllt mit genug Essen für eine ganze Kompanie und der gesamten Camping/Picnic Ausstattung. Angefangen mit dem persischen Teppich (ohne Witz!), Decken zum Schlafen, Kissen, Gaskocher, Kochgeschirr und einem hohen, spitz zulaufenden, quadratischen Zelt, immer in der gleichen Größe, die für alle zu reichen scheint – vermutlich hat ein Hersteller hier ein Monopol für diese Zelte, denn egal wo wir Zelte sehen, sie haben immer die gleiche Form, nur die Farbe variiert. Und falls sie Kinder dabei haben, dann gibt es auch einen Dachgepäckträger mit ein oder zwei Kisten die mit Decken umwickelt sind. Es macht Spaß ihnen dabei zuzusehen, wie sie am nächsten Morgen versuchen wieder alles in den Wagen zu stopfen!

Die Atmosphäre ist das Größte. Die Großfamilie sitzt auf ihren Decken und Teppichen und kocht bestens gelaunt ihr Abendessen. Die Kinder laufen herum und spielen. Gegen 22 Uhr ist es bereits ziemlich dunkel, aber alle sind immer noch dabei zu schlemmen – eigentlich, und nicht unhäufig, fangen sie gerade erst richtig an mit dem Essen. Anschließend wird die große Teekanne auf den Gaskocher am Boden gestellt und es wird Chai gekocht. Ein oder zwei Stunden später wird es langsam etwas ruhiger, die Unterhaltungen sind weniger aufgeregt, mehr gedämpft. Die Leute gehen zu den in der Nähe befindlichen Waschbecken, um das Geschirr zu waschen, oder sie gehen zu den öffentlichen Toilettengebäuden um sich die Zähne zu putzen, die Damen können hier ihre Kopftücher abnehmen und sich die Haare in Ruhe bürsten. Gegen 1 Uhr, etwas früher wenn es nicht am Wochenende (Donnerstag Nacht oder Freitags) ist, atmet der gesamte Ort rhythmisch ein und gemeinschaftlich wieder aus.

 

Whether you agree or disagree on wearing a headscarf, whether you think it represents oppression of women, or should be a woman’s right to choose, it’s the law to wear one (hijab) here in Iran. It should cover not only your head, but also your hair, neck and ears. Neither a burka (a “dress” covering a woman from head to toe, including over the face, either with or without eye slits) nor niqab (only head and facial covering, leaving slits free for the eyes) is law, nor is either worn: we saw only two in five weeks, but what you see absolutely everywhere is the chador: a black “sheet” that covers a lady from head to foot, but not the face, without fastenings and generally without armholes. They are held together from the inside at the front with one hand at the chin and with the other hand at hip level. These same hands also have to carry the shopping, the kids and the handbag! Some ladies add an item or a strip of colour below the black on their heads: if they choose white, they look remarkably like Christian nuns! A trip to a bazaar funnels you into a sea of black, bobbing up and down. In the countryside we see patterns, but still in muted browns.

Nevertheless, there are still plenty of women who don’t wear them. Their hijabs allow anything from a thick or thin strip of hair to be seen at the front, revealing hair dying as the norm, to as recklessly as just hanging onto a bun at the back of the head. In Teheran they’re becoming a fashion accessory, along with thick make-up, wide, shaped eyebrows, very vertically aligned at the nose line, and nose jobs, vanity surgery for both men and women.

Our own uniforms consist of long trousers for Jens. Along with many Iranian men, he usually chooses to ignore the legal need to wear a long-sleeved shirt. For me the interpretation is to cover up your skin and your curves, in addition to you head and neck. So, a thin headscarf, always flopping about and in need of readjustment, long sleeved blouse, all buttons closed, that goes well below my bottom; either a long skirt down to my ankles or a pair of trousers. In the first week, before it gets too hot, I’m able to wear my long, linen cardigan, which takes the place of the manteau one should also wear, though many don’t and it doesn’t seem to be enforced these days.

 

Ob man nun für oder gegen das Tragen von Kopftüchern ist, ob man glaubt, dass sie ein Zeichen der Unterdrückung der Frauen sind, oder ob eine Frau das Recht haben sollte selbst zu entscheiden ein solches zu tragen; hier ist es gesetzlich vorgeschrieben ein Kopftuch (hijab) zu tragen. Es soll nicht nur den Kopf bedecken, sondern speziell auch die Haare, den Hals und die Ohren. Weder eine Burka (ein „Gewand“, welches die Frau von Kopf bis Fuß bedeckt, inklusive Gesicht, entweder mit oder ohne Schlitze für die Augen) noch eine Niqab (nur eine Kopf- und Gesichtbedeckung, mit Schlitzen für die Augen) ist vorgeschrieben und solche werden hier auch nicht getragen: wir haben nur zweimal solche Kleidungsstücke gesehen in über 5 Wochen; aber was man eigentlich überall sieht sind die Tschadors: ein schwarzes Tuch, das die Frau von Kopf bis Fuss bedeckt (nicht das Gesicht), ohne irgendwelche Befestigungen und ohne jegliche Armlöcher. Das Tuch wird vorne von innen mit einer Hand unter dem Kinn festgehalten und mit der anderen Hand auf Höhe der Hüfte. Diese Hände müssen dann auch noch die Einkaufstüten, die Kinder und die Handtasche irgendwie tragen! Einige Damen tragen unterhalb des schwarzen Kopftuches einen Streifen farbigen Stoff über ihren Haaren: insbesondere wenn dieser Streifen weiß ist, dann sehen sie unseren christlichen Nonnen ausgesprochen ähnlich! Bei dem Besuch eines Basars taucht man in ein Meer von Schwarz, das um einen herum auf und ab wippt. Auf dem Land sieht man schon mal gemusterte Stoffe, aber höchstens in dunklen Brauntönen.

Nichtsdestotrotz gibt es sehr viele Frauen, die diese nicht tragen. Ihre Hijabs erlauben fast alles: angefangen mit einem mehr oder weniger dicken Streifen von Haaren den man über der Stirn sieht, was erkennen lässt, dass das Färben von Haaren hier die Norm ist, bis hin zu einem waaghalsigen Hängen des Tuches an einen Dutt, ganz hinten am Kopf. Speziell in Teheran sind sie ein besonderes Modeaccessoire, sowie dick aufgetragenes Make-up, breit modellierten Augebrauen, sehr vertikal ausgerichtet an der Nasenlinie und mit Nasen-OP, einer Eitelkeitsoperation für Männer und Frauen.

Unsere eigene Uniform besteht bei Jens aus langen Hosen und wie viele andere iranische Männer, hat er sich entschieden die legale Notwendigkeit von langärmeligen Hemden zu ignorieren. Für mich gilt folgende Interpretation: bedecke deine Haut und Kurven, zusätzlich zu Kopf und Hals. Also ein dünner Kopfschal, der permanent umherfliegt und zurechtgerückt werden muss, eine langärmelige Bluse, die weit über meinen Popo reicht und alle Knöpfe geschlossen hat; dann entweder ein langer Rock bis zu den Knöcheln oder eine lange Hose. Während der ersten Woche, als es noch nicht allzu heiß war, konnte ich meine lange Leinenstrickjacke tragen, anstelle des Manteau, welches Frau ebenfalls tragen sollte – die meisten allerdings halten sich nicht an diese Vorgabe und es scheint als ob dies heutzutage nicht durchgesetzt wird.

 

The weather so far in this first week has been a totally mixed bag, every day so different that we never know what to expect: windy, still, cold enough at night to be using the feather duvet, too hot to even use a thin sheet. The trip to Masuleh, down to the Caspian Sea and back up to Alamut Fortress, all in the mountainous area northwest of Teheran, was a classic. From our cold-at-night camping spot surrounded by dry, smooth hillsides, we could see clouds gathering over the peaks, much like Table Mountain near Cape Town. Once at the summit, we passed through a palpable curtain of clouds and down over steep, fern-covered slopes, into the muddy village of Masuleh, jackets on. From there we continued down to the Caspian Sea, muggy and rainy, with only a bedsheet at night, before wiggling up through green mountains, up as far as the tree line, and onto Alamut Castle, where lofty, craggy 4,000m-high mountains engulfed us, dry as bones, the sun burning like a furnace, the wind whipping up dust devils: no paragliding for Jens, here!

 

Das Wetter in der ersten Woche war unglaublich unterschiedlich, jeden Tag so anders, dass wir nie wussten was uns erwartet: windig, windstill, nachts kalt genug um unsere Daunenbettdecke aus der Dachkiste zu holen, dann wieder zu heiß um mit nur einem dünnen Laken zu schlafen. Die Fahrt nach Masuleh, dann hinunter an das Kaspische Meer und zurück hinauf zur Alamut Festung, all das in der Bergregion nordwestlich von Teheran, war wirklich ein klassisches Beispiel hierfür. Von unserem nachts ungewöhnlich kalten Camping-Stellplatz, inmitten sanfter, trockener Hügel, auf deren Spitzen wir die Wolkenbildung beobachten konnten, ganz ähnlich zum Tafelberg bei Kapstadt. Als wir die Gipfel erreichten, durchquerten wir spürbar einen Vorhang aus Wolken, fuhren hinab an steilen, mit Farnen bewachsenen Hängen, in die matschige Ortschaft Masuleh – Jacken anziehen. Dann ging es weiter Richtung Kaspisches Meer und es bliebt grau, schwül und regnerisch, nachts sind wir nur teilweise bedeckt mit einem Laken, bevor wir wieder an grünen Berghängen hinauf schwanken, bis an und über die Baumgrenze und weiter bis zur Alamut Festung, die von hoch aufsteigenden, kargen und zerklüfteten Bergen umgeben ist, die bis über 4000m emporsteigen; Es ist knochentrocken, die Sonne brennt höllisch, und der Wind treibt an allen Seiten kleine Staubtornados in den Himmel: also hier wird es nix mit dem Gleitschirmfliegen für Jens!

 

We’ve managed to do some sightseeing, though it’s not quite the highlight we’d been hoping for. I think we’re also a bit overwhelmed by everything and need this first week to find our feet.

There are some road tolls around Teheran, but at every stop, we’re either waved through with a smile, or we have to stop because the booth attendant wants to ask where we’re from and where we’re going, and if he’s new, he’ll call his boss and ask if he can let us go without paying. Honestly, it’s all a conspiracy. Everyone wants us to have a good time. Everyone wants us to feel safe and welcome. Everyone is delighted to see tourists in their country.

– I think we’re going like it here.

 

Uns ist es auch gelungen einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen, allerdings waren es bisher nicht die Höhepunkte, die wir uns gewünscht hätten. Allerdings glaube ich auch, dass wir von Iran etwas überwältigt sind und dass wir diese erste Woche brauchen, um erst einmal Fuß zu fassen.

Um Teheran herum gibt es einige Mautstellen, aber bei jedem Stopp werden wir entweder mit einem Lächeln durchgewunken, oder wir müssen kurz anhalten, nur weil der Mann in dem Mauthäuschen herausfinden möchte wo wir herkommen und wo wir hin möchten; und falls er noch neu ist, ruft er kurz seinen Chef an, um zu klären, ob er uns ohne zu zahlen durchlassen darf. Also wirklich, das ist doch alles irgendwie konspirativ. Alle wollen, dass wir eine schöne Zeit haben. Alle wollen, dass wir uns sicher und willkommen fühlen. Alle sind begeistert Touristen in ihrem Land zu sehen.

– Ich glaube es wird uns hier gefallen.

 

¡Hasta la vista, Baby!

After a tense few days, spent hanging around for hours, trying not to melt in the heat, biting our nails, waiting for signatures, permissions and policies, often taking 1 step forward only to go 3 steps back, Bruce is now finally strapped into his container and ready to go on his cruise to Cape Town via Singapore!

Can’t wait to being reunited in 5 to 6 weeks; keep your fingers crossed!

Our reports and tales on Iran to follow in the interim.

Next up for us, Dubai.

And so to Iran

After 2 years of waiting to visit Iran, we finally got our visas in a probably record-breaking 2.5 hours.

Now the alcohol is finished.

Jens is wearing long trousers for the first time in 2 months and Helen is covered from top to toe!

And we’re more than ready to start learning about a new culture.

Hoping to cross the border today and step 1.5 hours into the future!