Antiquities in the Peloponnese and the Blue Seas of the Cyclades

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Greece >> 3-26 July >> 1,925km

One of Greece’s most visited sights was unknown to us, until we met the young, professional, online poker playing Geordie, hiking in Montenegro. He had most of the background information wrong, except to say Meteora must be mystical. The area is crowded with skyscrapers of smooth rock pinnacles, each with its own monastery precariously perched on top. Somewhat touristy by day, the sunset glow in the hazy hills in the evenings lend a mysterious, supernatural atmosphere, bordering on SciFi fantasy.

Antikes vom griechischen Festland und das blaue Meer der Kykladen

Die am meisten besuchte Attraktion Griechenlands, war uns vorher nicht wirklich bekannt, bis wir zufällig auf einen jungen, professionellen Online Pokerspieler aus der Gegend um Newcastle beim Wandern in den Bergen von Montenegro trafen. Die meisten Hintergrundinformationen, die er uns gab, stellten sich später als falsch heraus – aber dass Meteora ein mystische Ausstrahlung hat, stimmt ganz klar. Die ganze Gegend besteht aus „Wolkenkratzern“ aus glattem Fels und die meisten von ihnen werden von einem Klostergebäude gekrönt, die sich prekär an den Felsen festklammern. Recht touristisch tagsüber, aber mit dem Glühen des Sonnenuntergangs im Dunst der Hügel entwickelt sich abends eine mystische, übernatürliche Atmospäre – grenzt fast an Science Fiction Fantasy.

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Buying trinkets and ice creams down one of the two village streets, rushing through the rubbled ruins and staring at the statues in the museum is not going to give you any idea of how serenely magical Delphi is. Hidden around a corner, out of sight for today’s approaching visitor, as if too shy to be proclaimed. Yet once you have passed through the slightly tawdry village annexe, and if you are lucky enough to have time to soak up the atmosphere, the site’s hugely commanding pre-emenince, presiding over the whole valley, carved into the hillside, sinks down deep inside. Luckily for us, we were also there with the sun setting in the late afternoon.

In the evening, down a narrow lane, surrounded by olive groves, below the ancient ruins, where the farmers wished us a pleasant evening with a wave, the warm air wafts over us like the embrace of a loved one, the cicada concert is turned to full volume and we’re overlooked by a black, starlit sky. Tinkling in the background are the goatbells, not so much the rings of the Swiss Alps, more the chimes of a Balinese Gamelan orchestra.

We sat together and imagined the comings and goings in the days of the Ancients, the ridiculousness of the whole fortune telling and fortune-making business and the wealth lavished upon the site, often as a show of one-upmanship, trying to visualise the impression the visitors had on arrival, surrounded by the lofty Parnsassos mountain, displaying such architectural masterpieces and probably some huge pandemonium going on in the streets.

Really only then, the day spent picking our way up the ancient main road, next the temple foundations, climbing up to “the Gods” in the theatre and behind to the stadium, became suddenly meaningful. The relics next day in the excellent museum bolstering the magnificence the area would have exuded.

Beim Einkaufen von Klunkerkram oder Eiscreme in einer der beiden Dorfstraßen oder beim Durcheilen der Tempelruinen oder beim flüchtigen Betrachten der Statuen im Museum, bekommt man ganz sicher nicht mit, welch majestätische Magie Delphi ausstrahlt. Versteckt hinter einem Felsrücken, zunächst unsichtbar für die ankommenden Besucher – als wäre es zu schüchtern entdeckt zu werden. Jedoch sobald man das anliegende, bunt kitschige Dorf durchquert hat und man das Glück hat genug Zeit mitzubringen, um die Atmosphäre aufzusaugen, die enorm dominierende Überlegenheit, wie es über dem gesamten Tal thront, gemeißelt in die Felsbergwand hinterlässt es einen besonders tiefen Eindruck. Glücklicherweise waren wir auch am späten Nachmittag bei untergehender Sonne hier.

Abends, einen schmalen Feldweg hinab, umgeben von Olivenbäumen, direkt unterhalb der antiken Ruinen, wo uns die Bauern winkend einen angenehmen Abend wünschen, die warme Luft uns umstreichelt wie eine liebevolle Umarmung, das Grillenkonzert ertönt in voller Lautstärke und über uns strahlt der schwarze, sternengeschmückt Himmel. Im Hintergrund hören wir das Klingen der Ziegenglocken – nicht in der Art der Schweizer Almglocken – eher wie das Glockenspiel eines balinesischen Gamelan Orchesters.

Wir saßen zusammen und stellten uns das Kommen und Gehen in der Hochzeit des Orakels vor, die Lächerlichkeit des gesamten Wahrsagungsprozederes und der damit einhergehenden Geldmacherei sowie die Schätze, die nach und nach hier angehäuft wurden, oftmals nur um Vorangegangene übertreffen zu wollen. Wir versuchen uns vorzustellen welche Eindrücke die damaligen Besucher erlebten, umgeben von dem imposanten Parnassos Berg, der solch architektonische Meisterwerke ausstellt und die Gassen hinauf waren vermutlich von großem Trubel erfüllt.

Erst dann im Rückblick bekam unser Tag, mit dem Aufstieg entlang der antiken Wege, vorbei an den Fundamenten der Tempel, hinauf in die oberste Ränge des Theaters und weiter zum Stadion, eine tiefere Bedeutung. Am nächsten Tag bewunderten wir die Relikte des Museums und sie unterstrichen die Pracht die diese Gegend ausgestrahlt haben muss.

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We might have enjoyed Olympia more if we’d spent as much time reflecting as we did with Delphi. But here we felt there was no atmosphere to soak up, wholly exacerbated by the number of tourists on site. Most of the ruins I look at couldn’t in my wildest imagination reach the functions and outlook as described in the guidebooks. Archaeologists and historians must have vivid imaginations! What we did enjoy was the information that even then Fair Play was a prime concern in the Games and those who did not abide by the rules were pilloried by being forced to pay for a new bronze statue on the way to the stadium, bearing the name of the disgraced athlete, his father and his city. Also interesting to note was the level of sponsorship the athletes attracted by the 4th century BC. Sport had become Big business, just like today.

Vielleicht hätte uns Olympia besser gefallen, wenn wir auch soviel reflektiert hätten, wie in Delphi. Hier allerdings gab es keine Atmosphäre, die man aufsaugen konnte – verschärft durch die unglaubliche Masse angekarrten Touristengruppen. Bei den meisten der Ruinen konnte ich mir beim besten Willen nicht die Funktionen und Perspektiven der Gebäude vorstellen, wie sie in unserem Reiseführer beschrieben wurden. Archäologen und Historiker müssen eine sehr lebendige Vorstellungskraft haben! Aber was uns gefallen hat war, dass schon damals Fair Play eine wichtiges Anliegen während der Spiele war und diejenigen, die sich nicht an die Regeln hielten, wurden in der Form angeprangert, dass sie eine neue Bronze Statue auf dem Weg in das Stadion installieren und bezahlen mussten, die den Namen des Verurteilten, den Namen seines Vaters und seine Herkunftsstadt tragen musste. Interessant war es auch zu erfahren, wie fortgeschritten bereits im 4. Jahrhundert BC das Sponsorentum für die Athleten entwickelt war. Sport war schon damals ein großes Geschäft, ähnlich zu heute.

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Arcadia and Mystra give us a welcome respite from columns of marble and chiselled Adonis hunks. Respectively Medieval and Byzantine, they’re picturesquely set in forested hillsides and connected by winding country lanes, a treat to drive, and onward by huge, empty motorways.

Arcadia und Mystra geben uns eine willkommene Atempause von den Marmorsäulen und gemeißelten Adonis Körpern. Zunächst mittelalterlich, dann byzantinisch, sitzen sie beide in schönen bewaldeten Berghängen und sind verbunden mit zunächst kurvenreichen Landstraßen, die Bruce so richtig Spaß machen und später fahren wir entlang einer sehr langen und völlig leeren Autobahn Richtung Sparta.

From here our holiday month began. Ferries took us across the Aegean to Naxos and Amorgos, onto Kos (where we saw no refugee camps or crowds of refugees) then to Turkey. We celebrated 25 years of togetherness (OMG!!) on our personally christened Marble Beach and stayed several nights on a secluded headland, trying to shelter from the winds, before moving on to Amorgos, home of the fabulous film directed by Luc Besson, “The Big Blue.” I rolled my eyes when I read the Lonely Planet description of Hora and how it is “guarded by windmills that stand sentinel on the surrounding cliffs.” What poetic claptrap! Then we arrived and I chuckled to myself and gave them credit: very appropriately described! Although restored to tourist tastes, this tiny village is adorable.

Hier begann dann unser Urlaubsmonat. Fähren brachten uns über die Ägäis nach Naxos, Amorgos und schließlich kurz nach Kos (wo wir keine Flüchtlingscamps oder sonstige Ansammlungen von Flüchtlingen zu Gesicht bekamen) und dann weiter in die Türkei.

Wir feierten unser 25 jähriges Zusammensein (OMG!!) an dem von uns persönlich getauften Marmor Strand, verbrachten mehrere Nächte auf einer abgelegenen Landzunge und versuchten uns hier vor den oft starken Winden zu schützen, bis wir weiter nach Amorgos kamen, der Heimat des wundervollen Films „The Big Blue“ von Luc Besson.

Ich mußte meine Auge rollen, als ich die Beschreibung von Lonely Planet zu Hora lass. Was für ein poetischer Laberkram! Als wir dort allerdings ankamen, musste ich schmunzeln und Ihnen zustimmen: es war eine wirklich treffende Beschreibung! Obwohl es dem Touristengeschmack entsprechend renoviert wurde, dieses kleine Dort ist wirklich entzückend.

Greece is hot in the summer! Without air-conditioned shops and offices, we truly understand the need for a siesta and question the sense of globalisation as far as time-keeping goes. The juxtaposition of Greece and the EU is often apparent. Arriving over the border from Albania we see brands we’re familiar with and we drive on empty motorways subsidised with EU grants, but we also drive through some areas where the rubbish looks like it hasn’t been collected for weeks, where the showrooms are empty, or not even finished, where decay appears to be setting in.

For the first time we’ve been able to stop at lunchtime for swims in the sea and luxuriate under free beach showers, while not quite so enjoyable are the toilets, either public or in restaurants. Unless you’re in a posh place, they are without fail, without a seat. So uninviting. Until you get to the beach on Amorgos and found one we could have taken along with us 🙂

Griechenland ist natürlich heiß im Sommer! Ohne klimatisierte Geschäfte und Büros, können wir wirklich nachvollziehen warum eine mittägliche Siesta notwendig ist und fragen uns ob eine einheitlich Zeitrechnung im Rahmen der Globalisierung wirklich sinnvoll ist. Die Gegenüberstellung von Griechenland und der EU ist oftmals sehr naheliegend. Als wir über die Grenze von Albanien kommen, sehen wir nach langer Zeit wieder bekannte Markenware und wir fahren entlang leerer Autobahnen, die zum größten Teil von der EU finanziert wurden, kommen aber auch durch Gebiete, wo der Müll Meterhoch entlang der Straßen liegt und offensichtlich seit Wochen nicht mehr eingesammelt wurde; viele Schaufenster sind leer oder die Gebäude für neue Geschäfte oder Firmen wurden nie fertig gestellt und verfallen langsam vor sich hin.

Zum ersten Mal hatten wir die Gelegenheit schon mittags schwimmen zu gehen und anschließend unter den freien Strandduschen zu stehen. Nicht ganz so erfreulich waren die meisten Toiletten, die wir vorfanden – ob öffentlich oder in Restaurants. außer vielleicht in den besten Lokalen, fehlte ansonsten immer der Toilettendeckel – nicht besonders einladend. Bis wir dann, leider etwas zu spät, an einem Strand auf Naxos einen solchen Deckel finden, den wir durchaus hätten mitnehmen können für unsere Tour durch Griechenland 🙂

But most of all, on an almost daily basis, I am reminded of the biblical, hospitable greetings of foot washing! After a day’s wandering in sandals, through sandy ruins and hot sights, I yearn for a footbath of tepid water, cooling away the coarse, dry dust that’s been gathering, sandpapering the skin of my feet and legs. Then tenderly patted dry and rejuvenated with some caressing oil. I realise now, how important such a welcome must have been and how refreshing such a simple act can be and why it’s probably mentioned so often in scripture, and why I’d really like one now.

Aber am meisten – und sogar fast täglich – werde ich an die biblische, gastfreundliche Begrüßung der Fußwaschung erinnert! Nach einem vollen Tag rumlaufen in Sandalen, durch sandige Ruinen und heiße Gegenden, sehne ich mich nach einem Fußbad mit lauem Wasser, dass den groben, trocken Staub wegkühlt, der die Haut an meinen Füßen und Beinen wie Sandpapier traktiert hat. Anschließend vorsichtig trocken getupft und einbalsamiert mit einem zarten Öl.

Mir wird jetzt klar, wie wichtig ein solches Willkommenheißen gewesen sein muss, wie erfrischend so ein einfacher Akt sein kann und warum es vermutlich so oft in alten Schriften erwähnt wird – und warum ich jetzt gerade gerne eines bekommen würde.

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