Down on the Beach in Mozambique

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24 Apr – 16 May >> S. Africa (1,000km) & Mozambique (1,610km) >> 2,610km

To get to Mozambique from northern Botswana we had to travel down through Zimbabwe (more on that in our next blog post) and Jens was keen to see the Kruger National Park, so we spent another week in South Africa, as well. The northern area of Kruger wasn’t as animal generous as the parks in Botswana; in fact, it was a long weekend and we suspected the animals had packed their bags and left to celebrate themselves as well, as sightings were rare. The nicest part of the en route trip was probably our campsite at Zvakanaka and its outstanding hosts, Gail and Al.

Um von Botswana nach Mosambik zu gelangen, mussten wir zunächst kurz durch Zimbabwe fahren (mehr dazu in unserem nächsten Bericht) und dann wollte Jens noch gerne den Kruger Nationalpark zum ersten Mal besuchen, also verbrachten wir noch einmal eine Woche in Südafrika. Der nördliche Teil des Kruger NP war nicht so großzügig mit Tieren gefüllt wie die Parks in Botswana; vielmehr an diesem langen Wochenende hatte wir den Eindruck das auch die Tiere ihre Koffer gepackt hatten, um sich selbst mal eine Auszeit zu gönnen, denn wir trafen nur auf sehr wenig Großwild. Der netteste Teil dieser Verbindungsstrecke war wahrscheinlich der Campingplatz Zvakanaka mit ihren außergewöhnlich netten Gastgebern, Gail and Al.

 

Then it’s finally out of Safari khaki and into the colourful world of Mozambique. It lures us as a short holiday destination, with potential paragliding and diving in the clear turquoise waters of the Indian Ocean. In the end we don’t manage either due to the weather and a cold, but still, we thoroughly enjoy long walks on the soft, white, sandy beaches and sauntering up the coastline before trekking cross-country back to Zimbabwe.

Aber dann war es endlich Zeit, um raus aus dem Safari-Khaki zu kommen und in die farbenfrohe Welt Mosambiks zu tauchen. Das Land lockt uns wie ein Kurzurlaubsziel, in dem es Möglichkeiten geben soll Gleitschirm zu fliegen und im klaren, türkisen Wasser des indischen Ozeans zu tauchen. Schließlich schaffen wir beides nicht aufgrund des Wetters und einer Erkältung, aber trotz alledem genießen wir die langen Spaziergange an den weichen, weißen Sandstränden sehr und schlendern entlang der Küste bis wir schließlich wieder auf einer abgeschiedenen Piste quer durch das Inland zurück Richtung Zimbabwe fahren.

Knowing absolutely nothing about Mozambique’s history, we are shocked to read of some of the relatively recent events and, as ever, speechless at the international conquests and political interventions up to and including our own generation. Portugal occupied Mozambique from the 16th century but it never, ever showed any intention of wanting to govern or colonise in any positive way: furthering their own economic situation in Europe was their only incentive. There was no formal slavery, the ports were only the hubs for departures of slaves and ivory to the rest of the world, but land was divided into vast estates, “prazeros,” with the idea of controlling the land and stimulating agricultural production. In reality they operated as fiefdoms with armies of slaves bound to them. People, mineral and natural resources were exploited to the hilt.

No investments were made into education, or healthcare or housing, and probably not even any pretence to do so, and this continued until the 20th century. When the country finally became independent in 1975, the majority of Portuguese settlers and other ex-pats left immediately. Like defeated children rather than humane adults, some of their last acts were purely destructive, including, for example, pouring concrete down wells and sabotaging vehicles. The exodus created an immediate vacuum throwing Mozambique into chaos, with few skilled professionals and virtually no infrastructure remaining. The new ruling party, FRELIMO, dedicated itself to rebuilding the country on communist principals and though initially celebrated as a success in the West, 10 years later the country was again on its knees.

RENAMO, the Mozambique National Resistance movement was formed at the same time as independence and funded mainly by the white-minority-ruled countries of Rhodesia and South Africa, but also some Western partners. It comprised mercenaries, co-opted soldiers and disaffected Mozambicans. They were not protesting as a political opposition, nor in order to gain any direct power, their sole purpose was to destabilise and paralyse the country. Infrastructure was systematically attacked and destroyed, “Villagers were rounded up, anyone with skills was shot, and atrocities were committed on a massive and horrific scale” (Lonely Planet) and we are personally told of them coercing mothers into beating their own children to death! The civil war took the lives of an estimated 700,000 people and over a million became refugees.

These days Frelimo run the country on free market economy principals and Renamo has become a true political opposition, but there are still pockets of unease and fighting. For a short period, up until 2 months before we arrived, there were still some “better not go” areas for tourists and one section of highway driving was only possible in convoy with military escort. As this was ongoing during our trip planning, we had decided just for a brief visit to the south, though there seems to be political calm at the moment.

Da wir praktisch nichts über die Geschichte von Mosambik wussten, sind wir ziemlich geschockt über die relative kurz Zeit zurückliegenden Geschehnisse zu lesen und, wie so oft, sprachlos über die internationalen Eroberungen und politischen Einmischungen bis zu und auch noch während unserer Generation.

Portugal hatte Mosambik seit dem 16. Jahrhundert besetzt, aber hat niemals auch nur andeutungsweise die Absicht gezeigt das Land in irgendeiner Form positiv zu regieren oder zu kolonialisieren: sie hatten ausschließlich das Ziel die eigene wirtschaftliche Situation im eigenen Land in Europa zu verbessern. Das Volk wurde versklavt und die Natur- und Bodenschätze voll und ganz ausgebeutet. Die Häfen dienten als Umschlagplätze für die Ausfuhr von Sklaven und Elfenbein in alle Welt. Das Land wurde aufgeteilt in riesige Gutshöfe (prazeros) um so das Land unter Kontrolle zu bringen und in der Hoffnung, das sich eine produktive Landwirtschaft entwickelt. In Wirklichkeit waren sie Lehensgüter die sich Armeen von Sklaven hielten.

Es gab keine Investition in Bildung oder Gesundheitswesen oder Wohnungsbau – und es wurde noch nicht einmal so getan, als ob man dies vorhätte – und dies dauerte an bis in das 20. Jahrhundert. Als das Land 1975 endlich die Unabhängigkeit erreichte, verließ die Mehrheit der Portugiesen und sonstigen Europäer sofort das Land. Eher wie besiegte Kinder, als wie erwachsene Menschen, waren ihre letzten Handlungen in diesem Land von Zerstörung geprägt – so wurden zum Beispiel Abflusssysteme mit Zement gefüllt, Fahrzeuge sabotiert etc. Dieser Exodus hat sofort ein Vakuum gebildet und Mosambik versank im Chaos – mit nur sehr wenigen qualifizierten Arbeitern und praktisch keiner übriggebliebenen Infrastruktur. Die neue Regierungspartei, FRELIMO, hatte es sich zur Aufgabe gemacht das Land nach kommunistischen Prinzipien wieder aufzubauen und anfänglich wurden die ersten Entwicklung auch im Westen als erfolgreich gewürdigt. Aber nur 10 Jahre später war die Wirtschaft bereits wieder am Boden.

RENAMO, die Nationale Widerstandsbewegung, wurde ebenfalls zur Zeit der Unabhängigkeit gebildet und wurde hauptsächlich von Länder mit weißen Minderheitsregierungen, wie Rhodesien und Südafrika, finanziert, aber hat auch ein paar westliche Unterstützer. Sie protestierten nicht als politische Opposition und versuchten auch nicht direkte Macht im Land zu erlangen, sondern ihre ausschließliches Ziel war es das Land zu destabilisieren und lahm zu legen. Die Infrastruktur wurde systematisch angegriffen und zerstört. Dorfbewohner wurden zusammengetrieben, jeder mit irgendeiner Ausbildung oder Fähigkeit wurde erschossen und die fürchterlichsten Gräueltaten wurden in unglaublichen Ausmaßen im ganzen Land begangen und uns wurde persönlich davon erzählt wie Mütter dazu gezwungen wurden ihre eigenen Kinder zu erschlagen! Der Bürgerkrieg soll nach Schätzungen 700.000 Todesopfer gefordert haben und über 1 Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen.

Heutzutage führt FRELIMO das Land auf Basis der freien Marktwirtschaft und RENAMO hat sich zu einer wirklich politischen Opposition entwickelt, aber es gibt weiterhin lokale Regionen mit Unruhen und Kämpfen. Für eine kurze Zeit und bis etwa 2 Monate vor unserer Ankunft hier, gab es noch einige Regionen des Landes in denen man sich besser nicht als Tourist aufhalten sollte und ein Teil der Hauptstraßen im Norden des Landes durfte man nur im Konvoi und in Begleitung einer Militäreskorte befahren. Weil diese Situation noch aktuell war während unserer ursprünglichen Reiseplanung, hatten wir uns dazu entschieden das Land nur kurz zu besuchen und unseren Aufenthalt auf den sicheren Süden zu beschränken – obwohl der Norden scheinbar derzeit zu politischer Ruhe gefunden hat.

The countryside is still very poor and this is one of the first countries where begging starts to pull at your heartstrings. The immediate coastline may be lined with lodges and hotels, often owned by South Africans and other foreigners, but directly behind that it’s your clichéd picture of Africa. The ladies wear brightly coloured “sarongs” of a stiffer material to what you get in Asia, and they’re worn over skirts or trousers, serving as a protective apron. The patterns are sometimes such that you can have a whole ornament or flower or sunshine, very beautifully positioned at the back. They carry heavy loads on their heads, be it firewood or grain, no hands holding on. And we wonder why it’s only ever the women who do that? Buses are jam-packed and pick-ups carry more people than cattle, but there’s no chaos on the roads, nor are the buses gaudily decorated as in India or South America.

Die Landbevölkerung ist weiterhin sehr arm und dies ist eines der ersten Länder in dem uns das Betteln der Menschen wirklich sehr nahe geht. Direkt an der Küste stehen zwar viele Ferienanlagen und Hotels, die meistens von ihnen sind jedoch im Besitz von Südafrikanern oder Europäern. Direkt hinter diesen Anlagen finden wir aber das Klischeebild von Afrika. Die Frauen tragen „Sarongs“ in den knalligsten Farben, der Stoff ist etwas steifer als im asiatischen Raum, und sie werden über einem Rock oder einer Hose getragen – quasi als schützende Schürze. Oftmals sind sie bedruckt mit einem riesigen Ornament, oder einer Blüte oder einer Sonne mit Strahlen – schön platziert auf ihren Hintern. Sie balancieren wirklich schwere Dinge auf dem Kopf, z.B. viele dicke und lange Feuerholzstämme oder Getreidesäcke und oft ohne ihre Hände zur Hilfe zu nehmen. Und wir fragen uns, warum immer nur die Frauen dies tun? Die Busse sind vollgestopft mit Leuten und die Pick-ups befördern mehr Menschen als Vieh, aber es gibt kein Chaos auf den Straßen und die Busse sind auch nicht in irgendeiner Form dekoriert wie in Indien oder Südamerika.

 

On the whole, the people are generally friendly, and we don’t ever experience any cunning bribe tactics from the traffic police. Save the odd exceptions: like at the lesser-used entry border from Kruger, where we were stung on the exchange rate for our entry visas, captive to the whim of the rate-setting officer: I’ve seldom seen Jens so angry! Only after half an hour of discussions was the officer willing to write an official receipt for the amount we had paid. Or the time when we don’t understand the handsignals on the roadside: are they asking for a lift or being rude or aggressive? All of a sudden I am camera shy and taking photos feels intrusive, which seems to be the right instinct, as a lady very gruffly told me not to take any photos in the marketplace.

Im Großen und Ganzen sind die Menschen hier sehr freundlich und keiner der Polizisten hat irgendwelche raffinierten Vorgehensweisen versucht. Aber ein, zwei Ausnahmen gab es schon: An dem wenig benutzen Grenzübergang im Kruger Park wurde uns von dem Grenzbeamten ein derart übertriebener Wechselkurs für unsere Visakosten auferlegt, dass Jens fast ausgerastet ist. Erst nach einer halben Stunde Diskussion, war der Grenzbeamte zumindest bereit eine Quittung für seine Wucherrate auszustellen. Oder was bedeuten die Handzeichen, die uns am Straßenrand gegeben werden – wollen sie mitgenommen werden, oder sind es unhöfliche oder gar aggressive Zeichen? Und auf einmal werde ich schüchtern beim fotografieren und fühle mich dabei als würde ich den Leuten zu Nahe kommen – und damit scheine ich den richtigen Instinkt zu haben, denn auf einem Markt werde ich sehr grob von einer Dame ausgeschimpft, als ich ein paar Fotos von den Ständen machen möchte.

Don’t forget to click on the first picture to see them full screen!

There are visible signs of the destruction wreaked by the cyclone in February all along the coast: roofs have been lifted off, walls are only half standing and palm tree trunks are bent double, bare of all foliage. Only now in the low season are the repair works being carried out.

Überall endlang der Küste gibt es sehr sichtbare Zeichen der Zerstörung, die hier im Februar durch den Zyklon angerichtet wurde. Dächer wurden weggerissen, Wände stehen zum Teil nur noch zur Hälfte, die Palmen sind oft nur noch gebogene Stümpfe ohne jegliche Blätter oder Wedel. Erst jetzt in der Nebensaison fangen die Reparaturarbeiten langsam an.

Negatives aside, there are some highlights of course here too: we are treated to fresh fish and tasty seafood every day: delicious after months of meat monotony of the desert and and African bush. There’s even real, white baguette and good, freshly ground coffee. Our other fantastic stay this trip was at Villas do Indico. On arrival the man sitting at the other computer declared, “A bottle of wine on us this evening!” Would it be biased to say I liked him instantly?! It turns out Victor-Hugo, the Portuguese owner, always had a childhood dream of having a base in Mozambique; he’s participated in lots of 4×4 races, including the coveted, original, Paris-Dakar and he’s done a fair amount of travelling in Africa. With his wife Rita, they want to cover the East route, like us, from next year some time. Over dinner it was one of those occasions where there isn’t break in the conversation as everyone has so much to share.

Absehen von diesen wenigen negativen Erlebnissen, gibt es hier natürlich auch viele wirklich positive Dinge zu sehen und zu erleben. Jeden Tag werden wir mit frischen Fisch und Meeresfrüchten versorgt – wirklich super lecker, nach der Fleischmonotonie der letzten Monate der Wüsten und des afrikanischen Buschs. Hier gibt es sogar echtes, weißes Baguettebrot und guten, frisch gemahlenen Kaffee. Eine weitere super Campingmöglichkeit fanden wir bei Villas do Indico. Bei unserer Ankunft erklärte der Herr am Computer: „Eine Flasche Wein für Euch geht aufs Haus heute abend!“ Wäre es voreingenommen zu sagen – den Herrn mochte ich auf Anhieb?!

Später stellt sich heraus, dass Victor-Hugo, der portugiesische Besitzer der Anlage, schon als Kind den Traum hatte in Mosambik eine Basis zu haben; er hat an vielen 4×4 Rennen teilgenommen – unter anderem auch an der originalen Paris–Dakar Rallye – er ist bereits viele Teile Afrikas mit dem Wagen bereist. Mit seiner Frau Rita will er auch so wie wir die Ostroute Richtung Norden fahren – irgendwann im nächsten Jahr. Das Abendessen mit ihnen war eines dieser Zusammentreffen, bei dem es einfach keine Gesprächspausen gab, weil jeder von uns so viel mitzuteilen hatte.

The 10 hour, 1.5 day drive back to the very small border into Zimbabwe was a beautiful trip through the countryside, away from tourists and wealth, where we could see the simpler side of life. Friendly people waved a lot then returned to their business, while we meandered along the sandy, but green track. A beautiful end to a beautiful stay, that will linger long in our memories.

Die zehnstündige, 1 ½ tägige Fahrt zurück zu dem sehr kleinen Grenzübergang zu Zimbabwe war eine besonders schöne Tour, weg von den Touristen und des relativen Reichtums, wo wir die einfache Art des Lebens zu sehen bekamen. Viele freundliche Menschen winken uns zu bevor sie wieder zu Werke gehen und während wir uns entlang des sandigen, aber grünen Pfades schlängeln. Ein herrlicher Abschluss zu einem großartigen Aufenthalt, der lange in unseren Gedanken nachklingen wird.

Animal Encounters Part 3 – Botswana

Up close and personal

In the Okavango Delta, a mokoro is the word for a dugout canoe, each carved from a single tree trunk. These days for the tourists, they are thankfully made of fibreglass; much better for the environment that way. We thought it might be fun to do some wild camping and get to see the animals up close, with a guide. Up close, might be an understatement.

Our 2 night-3 day mokoro trip started with us gliding out gently, almost silently through the high grasses, often surrounded by water lilies. On the first afternoon we went for a short walk and, apart from zebras, our guide spotted a small family of elephants nearby. You know it’s serious when your guide drops his voice to a whisper. Ahead of us is a nuclear family, with smallish child. We definitely don’t want to get so close as to separate the child from the mother: these two are closer to us and have spotted us. We lose sight of the father for a while but continue to silently observe the other two, listening to the guide’s quiet explanations. Jens starts to get noticeably edgy: a male elephant alone can be extremely dangerous and look at us, standing around in the wide open fields: no protection from a building, or a car, or anything else for that matter, nearby. Even the odd trees here seem about as protective as light straws of grass blowing in the wind when such an animal is around. Jens scans our surroundings for the vanished father, his heartbeat increasing all the time. There! He’s now only about 30m away and is definitely looking our way! Slowly he keeps coming even closer, his ears flapping rather quickly back and forth: not a good sign! Finally our guide notices him as well and whispers it would be better to beat a retreat and in case the elephant should start running after us, we should lie down and not try to run away, or even move a muscle – elephants can run much faster! So we turn around and hotfoot it away, looking over our shoulders from time to time. Gladly this seems to settle the father and he stops following us. Like when you’re lying under a starry sky, we feel really small and vulnerable. Now more than ever I can see how special (and especially tense) Axel Gruber’s story was.

 

Aus nächster Nähe

Im Okavango Delta haben die Einbäume als Fortbewegungsmittel Tradition und man nennt sie hier Mokoro. Heutzutage werden diese glücklicherweise für die Touristen aus Fiberglas hergestellt und nicht mehr aus einem einzelnen Baumstamm – das ist natürlich besser für die Wälder. Wir dachten es würde uns viel Spaß machen im Delta wild zu zelten und mit einem Wildführer etwas näher an die Tiere ran zu kommen – etwas näher ist allerdings untertrieben.

Unser 2 Nächte / 3 Tagestour mit dem Mokoro startete mit dem leichten und fast geräuschlosen Gleiten durch hohes Gras und meist umgeben von Wasserrosen. An dem ersten Nachmittag machten wir einen kurzen Spaziergang und nach einer Gruppe Zebras, entdeckt unser Führer eine kleine Elefantenfamilie in unserer Nähe. Man merkt sofort wenn es ernst wird, sobald der Führer anfängt zu flüstern. Direkt vor uns diese kleine abgeschiedene Familie mit einem mittelgroßen Jungtier. Wir wollen natürlich auf keinen Fall zu nahe kommen und das Jungtier wohlmöglich von der Mutter trennen – die beiden sind im Moment dichter an uns dran und sie haben uns bemerkt. Dann verlieren wir den Vater zeitweise aus unserer Sicht – beobachten ganz leise die anderen beiden, lauschen den Erklärungen des Führers. Jens wird merklich nervöser: Ein Elefantenbulle alleine ist äußerst gefährlich und hier stehen wir nun in der freien Natur – kein schützendes Gebäude, kein Fahrzeug oder sonst etwas in unsere Nähe. Selbst die vereinzelten Bäume wirken wie leichte Grashalme im wehendem Wind neben einem solchen Elefanten. Jens sucht die Umgebung nach dem verschwundenen Vater ab, während sein Puls langsam in die Höhe geht. Da! Jetzt nur noch etwa 30m entfernt von uns entfernt und mit eindeutig zu uns gewandtem Blick! Er kommt langsam noch näher und seine Ohren schlagen sogar recht zügig vor und zurück: kein gutes Zeichen! Endlich bemerkt unser Führer ihn nun auch, und flüstert ruhig, dass wir uns jetzt besser aus dem Staub machen sollten. Falls der Elefant in unsere Richtung loslaufen sollte, sollen wir uns unbeweglich auf den Boden legen und nicht versuchen wegzurennen – die Elefanten können viel schneller laufen! Wir drehen uns also um, entfernen uns schnellen Schrittes und schauen von Zeit zu Zeit zurück. Glücklicherweise scheint dies den Elefantenbullen zu beruhigen und er bleibt stehen ohne uns weiter zu verfolgen. Wie unter einem Sternenhimmel, fühlen wir uns so richtig klein und verletzlich. Umso mehr verstehe ich jetzt, wie besonders (und besonders aufregend) die Story von Axel Gruber war.

 

Next morning we set off to view the promised hippos in our mokoros. We are well aware that hippos are among the most dangerous animals you can meet. Despite an average weight of 1,500kg they are fast, managing bursts of up to 30 kph. In a narrow mokoro, like on foot, you feel very exposed. We glide out of the grasses and into the pool, having already heard their pig-like grunts on the whole journey from the camp, 20 minutes away. We’re spotted straight away and 12 or so hippos romp about maybe 30 to 50m away from us, and stare at us from all sides. Mostly sun-sensitive they are usually floating under the water’s surface until the sun goes down, nostrils, eyes and ears only betraying their presence. Neither Jens nor Sonia are keen on getting too close or staying for too long. Christoph and I, cameras in hand, think differently. We sit quietly and comfortably in our canoes, enjoying the movement and yawns of the animals. Almost imperceptibly they are moving closer and closer. Our guides whisper we may stand up to take some photos, while they seem to be discussing an escape tactic in their own language. A male bobs up and down a few times, inching closer to us. We have to sit again and watch in silence. Then, with no further ado, he’s UP and OUT of the water and hurling himself towards us, then DOWN, underwater, at most only 10m away now, and all we can see is the wave racing towards us! Simultaneously, without a sound, our guides are punting in reverse, swoosh of the poles, looong glide of the canoe, swoosh, looong glide, swoosh, looong glide. Only then, out of the pools in the thick of the reeds, do they whisper again, the tension melting into the water. I think that was close, even by their standards!

Am nächsten Morgen fahren wir wie versprochen mit den Mokoros los um einige Hippos in ihrem kleinen See oder Pool zu beobachten. Wir alle wissen, dass Hippos in freier Natur zu den gefährlichsten Tieren gehören. Trotz ihres Durchschnittsgewichtes von 1.500 kg schaffen sie über Land kurzzeitig eine Laufgeschwindigkeiten von bis zu 30 km/h. Wenn man ihnen zu Fuss, oder auch in einem schmalen Mokoro begegnet, fühlt man sich alles andere als sicher.

Wir gleiten also langsam aus dem Grasbereich am Rande des Hippo-Pools, nach dem wir bereits ihr schweineähnliches Grunzen während der 20 Minuten Fahrt von unserem Camp aus immer wieder hören konnten. Sofort werden wir bemerkt und in etwa 30-50m Entfernung tümmeln sich etwa 12 Hippos und starren uns aus verschiedenen Richtungen an. Da sie gegenüber Sonnenstrahlen empfindlich sind, verbringen sie die meiste Zeit des Tages im Wasser und bis zum Sonneuntergang verraten nur ihre Nasenlöcher, Augen und Ohren an der Wasseroberfläche ihre Anwesenheit. Weder Jens noch Sonia haben allzu große Lust noch dichter heranzugleiten oder längere Zeit hier zu bleiben. Christoph und ich, jeweils mit unserer Kamera in der Hand, sind da anderer Meinung. Wir sitzen ruhig und komfortabel in unseren Kanus; geniessen die Bewegungen und das Gähnen der Tiere. Fast unbemerkt kommen sie scheinbar immer dichter und dichter zu uns. Unser Führer flüstert zu mir, dass ich mich im Mokoro hinstellen darf, um ein paar Fotos zu machen – dann scheint er mit dem Führer des zweiten Mokoros bereits eine Fluchttaktik zu besprechen.

Dann taucht in der Mitte des Teichs ein Bulle auf – starrt uns an – und taucht wieder unter – dann taucht er wieder auf und unter, allerdings bereits viele Meter dichter an uns dran. Wir sollen uns wieder hinsetzten. Es wird jedes Mal klarer – er kommt direkt auf uns zu. Dann taucht er wieder auf, aber diesmal steigt die Hälfte seines massigen Körpers aus dem Wasser und er stößt sich in unsere Richtung ab und taucht wieder unter – er ist jetzt höchstens noch 10m von uns entfernt und wir sehen vor uns nur wie seine Welle in unsere Richtung rast!

Im selben Moment, und ohne Ankündigung, staken unsere Führer die Mokoros mit aller Kraft rückwärts – sofort ziehen sie die Stangen wieder schnell aus dem Wasser und stoßen uns erneut am Grund ab – wir rauschen und gleiten mit jedem Stoss wieder weiter zurück in das hohe Gras. Erst als wir schon ein gutes Stück von dem Pool entfernt sind, fangen sie wieder an untereinander zu flüstern – und die Anspannung zerfließt langsam im Wasser. Ich glaube das war knapp – selbst für ihre Standards!

 

Paradise Pools in Moremi Game Reserve thoroughly deserve their names and we sit for quite a while on our roofs, silently and peacefully surrounded by happy hippos in the pools, springbok and a sunbathing croc on land and plenty of birds in trees and sky above. There’s a green and yellow carpet of grass around the whole area, some thick, old leafy trees, along with quite a few dead ones, adding to the atmosphere, the pools reflecting the clouds in the sky. And just so peacefully quiet. Carla, however, probably didn’t find anything paradisiacal about the area: it looked like a broken axle on her car, borrowed from friends, as we rescued her from her forlorn vehicle. You wouldn’t catch me driving alone in a single vehicle with all these animals around! We hope Carla got everything sorted safely.

 

Die Paradise Pools im Moremi Wildpark haben wirklich ihren Namen verdient. Wir sitzen eine ganze Weile auf unseren Wagendächern, ruhig und friedlich, umgeben von „Happy Hippos“ in ihrem Teich, Springböcke und ein sonnenbadendes Krokodil an Land und viele Vögel in den Bäumen oder über uns am Himmel. Das gesamte Gebiet um uns herum ist bedeckt mit einem grün-gelbem Grasteppich, einige dicke, alte, dichtlaubige Bäume, aber auch viele abgestorbene Stämme, die die spezielle Atmosphäre unterstützen und die Teichen spiegeln die Wolken am Himmel wieder. Und es ist alles so friedlich leise.

Carla, allerdings, konnte vermutlich nichts paradiesisches an der Gegend finden: die Achsaufhängung an ihrem von Freunden geliehenen Auto war gebrochen, als wir sie aus ihrer aussichtlosen Situation retteten und in Bruce mitnahmen. Ich würde sicherlich nicht alleine in einem einzelnen Auto hier unterwegs sein – umgeben von diesen ganzen Tieren! Wir hoffen natürlich, dass Carla später alles sicher geregelt bekommen hat.

 

Our final encounter with hippos wasn’t at a sighting so much as a hearing. We were too late in the day to head into Chobe National Park, so we looked for a spot to bush camp. Remember: there aren’t any fences keeping animals in the parks in Botswana, so if you’re going to bush camp, then you need to choose your spot wisely. Near the gates there were plenty of little clearings, but the grass looked very worn, as though animal visitors regularly wandered through. Back on the road we head towards a camp, advised by the park gatekeeper as being open but might be full. Before we get there we see another campsite sign and head down that track instead. The place is deserted, save some wild animal noises coming from the river running alongside the camp. The reception still has notes on the board, but there from a few weeks ago. Site 1 has a slightly raised camp platform and tent, but peeking inside reveals only 2 chairs and a table. It’s next to a natural pool, obviously for viewing rather than swimming and it’s clear the hippos still make good use of it, even if there are no human guests, judging by the deep holes in the mud left by their nightly wanderings. Christoph and I think it would be great to be really up there with the animals, but Sonia and Jens aren’t so keen. We start to explore the tracks on the way to the other sites and come across some gnus and impala one way and a huge elephant, after just 100mm, the other. Now it’s my turn to refuse to sleep on what would otherwise be a nice, open spot.

Finally we settle on Jens’ original choice, the crossroads at the reception entrance. Not blocking any gangways to waterholes and river, far enough away from the big tree, should any animals need to relieve an itch, and firmly on a mud track as opposed to the grass preferred by the animals.

Still not sure why the camp is deserted, we eat a light dinner, start to enjoy the starlit sky and fill with bravado. All at once there are BIG sounds. Unknown ones. Was it a grunt of a hippo? A trumpet of an elephant or a “snoring” lion?! At that moment we don’t wait to find out and within 15 seconds our outdoor space is devoid of human leftovers and we are all safely upstairs in our beds! Fear mingles with excitement, adrenalin courses the veins and I am far from sleepy! I watch and listen out of the window for ages, enjoying the sounds and treasuring another precious moment. Sleep was light that night!

Bei unserer letzten Begegnung mit Hippos ging es weniger um eine Sichtung dieser, sondern mehr um das Hören. Wir waren an dem Tag zu spät dran, um noch in den Chobe National Park zu fahren, also suchten wir nach einem Stellplatz für die Nacht im Bush. Zur Erinnerung: es gibt in Botswana keine Zäune, die die Tiere in den Parks halten – wenn man also im Bush campen will, muss man sich sehr genau überlegen, wo man das tut. In der Nähe der Parkeinfahrt gab es viele kleine Lichtungen, aber das Gras dort sah meist sehr niedergetrampelt aus und vermutlich kamen hier oft viele Tiere durch. Also zurück auf der Hauptstraße und wir fahren in die Richtung eines Campingplatzes, der uns von einem Parkwächter empfohlen wurde – aber eventuell ausgebucht sein könnte. Bevor wir dort ankommen, sehen wir ein Schild für einen anderen Campingplatz und biegen ab, um unser Glück zu versuchen. Wir finden allerdings nur einen völlig verlassenes Camp – nur vom angrenzenden Flusslauf hören wir Geräusche von wilden Tieren. An der Rezeption gibt es noch Notizen, die scheinbar einige Wochen alt sind. Auf Stellplatz 1 gibt es ein Zelt auf einem Podest, aber als wir hineinschauen, gibt es dort nur zwei Stühle und einen Tisch. Er liegt sehr dicht an einem natürlichen Teich, aber offensichtlich eher zum beobachten und nicht um darin schwimmen zu gehen. Es wird sofort klar, dass einige Hippos den Teich und das Camp weiterhin nutzen – auch ohne menschliche Gäste im Camp – denn die großen Fußabdrücke der Nachtwanderer sehen wir überall im Camp. Christoph und ich finden es wäre super richtig dicht an den Tieren die Nacht zu verbringen – Sonia und Jens dagegen halten das für keine so gute Idee. Also suchen wir die Piste in der direkten Umgebung ab und stoßen in der einen Richtung direkt auf eine Herde Gnus und einige Impala und in der anderen Richtung steht nach nur 100 Metern ein Elefant vor uns. Jetzt bin ich es, die sich weigert an diesen sonst schönen und offenen Bereichen zu campen.

Schließlich entscheiden wir uns für den ursprünglichen Vorschlag von Jens, mitten auf der Wegeskreuzung vor der Rezeption unser Lager aufzuschlagen: weit genug entfernt von dem großen Baum – für den Fall das sich nachts irgendwelche Tiere an im reiben wollen, um einen Juckreiz loszuwerden – und direkt auf dem getrockneten Schlammbereich – also nicht im Gras, das von den weidenden Tieren bevorzugt wird. Ohne zu wissen warum das Camp nun eigentlich verlassen wurde, essen wir eine Kleinigkeit zu Abend, bestaunen den Nachthimmel und erfreuen uns unseres Wagemutes. Auf ein Mal gibt es sehr laute Geräusche in unserer direkten Nähe. Völlig unbekannte Geräusche! War das etwa das Grunzen eines Hippos? Das Trompeten eines Elefanten? Oder das „Schnarchen“ eines Löwen?! In dem Moment warten wir nicht lange um es herauszufinden und in nach nur 15 Sekunden ist unser Außenbereich von jeglichen menschlichen Überbleibseln geräumt und wir liegen sicher oben in unseren Betten! Angst vermischt sich mit Aufregung, Adrenalin läuft durch die Adern und ich bin alles andere als müde! Ich schaue und lausche noch für eine Ewigkeit aus unserem Fenster, sauge die Geräusche der Umgebung ein und lerne einen weiteren wertvollen Moment zu schätzen. Mein Schlaf war eher ein leichter in dieser Nacht!

 

Big animals are of course not the only creatures you can see in Botswana. There are hundreds of type of birds of all shapes, sizes and colours: predators, scavengers, storks and tiny bee-eaters.

Das Großwild ist natürlich nicht das Einzige das man hier in Botswana antrifft. Es gibt Hunderte Vogelarten – in verschiedensten Formen, Größen und Farben – Raubvögel, Assfresser, Störche und natürlich auch die kleinen Bienenfresser.

 

These gangsters are more campsite scavengers. They jump on the front and back windscreen wipers and peck mightily down on the glass. We wonder if they are trying to break in, or think their reflection is a competitor. When we go to investigate they look round with an air of innocence, as if to say, “It wasn’t me, boss! No, no, not me!” Later they often attempt “Stand and deliver” roadside robberies, wherever our paths cross, which is often.

Diese Gangster sind eher Campingplatz-Plünderer. Sie springen auf die vorderen und den hinteren Scheibenwischer und picken dann kraftvoll mit ihrem Schnabel gegen die Scheiben. Wir fragen uns, ob sie einbrechen wollen oder ob sie ihre Spiegelung für einen Konkurrenten halten. Wenn wir uns das genauer aus der nähe ansehen wollen, tun sie so als wäre nichts gewesen und als würden sie sagen wollen: „ Ich war das nicht, Boss! Ne, ne, ich nicht!“ Später versuchen sie immer wieder uns am Straßenrand zu überfallen – „Halt! Stehen bleiben! Dies ist ein Überfall!“ – egal wo wir auf sie treffen – und das ist wirklich oft.

 

Insects continue to amuse Jens and make my blood curdle. The huge night moths are alcoholics: they absolutely love to stretch out their feelers like a tongue and suck away on the drops of red wine in my glass or the leftovers in Jens’s can of beer. The small daytime butterflies, abound so much it’s like a snowstorm and they seem to like fresh mud?!

Die Insekten amüsieren Jens weiterhin – und lassen mein Blut gerinnen. Die riesigen Nachtmotten hier sind scheinbar Alkoholiker: Es macht ihnen großen Spaß ihren aufgerollten Rüssel auszufahren wie einen Strohhalm und die letzten Tropfen in meinem Rotweinglas oder das übriggeblieben Bier in der Dose von Jens aufzusaugen. Die kleinen weißen Tagesschmetterlinge tauchen immer wieder in so großer Anzahl auf, dass es wie ein Schneegestöber wirkt und außerdem mögen sie scheinbar frischen Matsch?!

 

It was on our mokoro trip that we learnt two things about zebras, there’s a second collective noun for them, apart from herd: a dazzle! A dazzle of zebras: how nice!

Secondly, these animals have a special importance to Botswana: their black and white is reflected in the country’s flag, and zebras themselves hold the coat of arms in the country’s national symbol, all stemming from the fact the man who became the first elected President after independence in 1966 had married a white English woman, much against the wills of both parties and the expected consternation of the neighbouring countries’ governments. Together, this couple were the ultimate manifestation of racial harmony in the country, where apartheid, unlike its neighbours, never gained a footing. The citizens are very proud of this fact and its continued development: the way they treat each other is refreshingly different and pleasant.

Während unserer Mokoro-Tour haben wir etwas Neues über Zebras gelernt – diese Tiere sind von besonderer Bedeutung für Botswana: ihre Farben Schwarz und Weiss sind als Streifen in der National Flagge wiederzufinden und auch die Schildhalter des Landesswappens sind zwei Zebras. Die Farben Schwarz und Weiss symbolisieren die Harmonie zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes und haben ihren Ursprung aus der Zeit als das Land 1966 seine Unabhängigkeit erhielt und der erste gewählte Präsident eine weiße Frau aus England heiratete – gegen den Willen beider Familien und trotz des zu erwarteten Entsetzens der Regierungen der umliegenden Staaten. Zusammen war dieses Ehepaar die ultimative Manifestierung der Harmonie zwischen Schwarz und Weiss in einem Land, in dem Apartheid nie Fuss fassen konnte – im Gegensatz zu den Nachbarländern. Die Bevölkerung ist sehr stolz darauf und die positive Entwicklung und der Umgang miteinander ist bis heute erfrischend anders und angenehm.

 

And some more for our our collection:

 

And to round it all off, just some more nice photos!

 

 

 

 

Animal Encounters Part 2 – Botswana

From the safety of the car or a plane

We saw a lion after just 10 minutes in the country! A beautiful specimen of the special “black-maned” lions only found in the Kalahari. How lucky are we?! But we’ll return to them later.

Tierbegegnungen aus der beruhigenden Sicherheit des Autos oder Flugzeugs

Den ersten Löwen sahen bereits nachdem wir gerade mal 10 Minuten im Land waren! Ein wunderschönes Exemplar des seltenen „schwarz-mähnigen“ Kalahari Löwen, den man nur hier finden kann. Mann, haben wir ein Glück?! Aber zu den Löwen kommen wir später noch einmal.

 

For the next 2 hours, all we see, as far as the predators are concerned, are tantalisingly trampled rings of grass under the trees, but exasperatingly, never the animals themselves. Then, after our lunch, and also it seems, theirs, we were surprised and enthralled by a group of cheetahs, lolling around in the shade with very full bellies, licking their chops and twitching their elegantly long tails now and again. It’s a proverbial “pinch yourself” moment: very much alive, unfenced-in animals maybe 50m away and we can just wind down the window and gaze on in admiration and delight!

Während der nächsten zwei Stunden sehen wir in Bezug auf Raubtiere nur die verführerischen, plattgelegenen Gräser im Schatten der Bäume, aber frustrierender Weise nicht die Tiere selbst. Aber dann, nach unserem Mittags-Picknick, und wie es scheint auch noch dem ihrigen, überrascht und bezaubert uns der Anblick einer Gruppe Geparden, die gerade mit sehr auffällig gefüllten Bäuchen im Schatten chillen, ihre Tatzen ablecken und mit ihren eleganten langen Schwänzen ab und zu ein wenig herumzucken.

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We are never up early enough in the mornings to catch the nocturnals, like the leopard, finishing their shift, but on the second, particularly long, day in the Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier Park, we were early enough to see the springbok as the sun begins to tinge the sky fiery orange. In these long rays of light we catch the black-striped jackals playing a gleeful game of rough and tumble and these devastatingly cute little guys, the meerkats! “There’s something over there! Noooo, there’s something over there? Really? Nooooooo, I think it’s over here…”

Wir sind leider nie früh genug auf den Beinen, um die Nachttiere zu Gesicht zu bekommen, wie zum Beispiel einen Leoparden der gerade von seiner Schicht zurückkehrt. Aber an unserem zweiten und besonders langen Tag im Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier Park, waren wir doch früh genug auf um die Springböcke zu sehen, während die Sonne den Himmel feurig rot färbte. In diesen langen Lichtstrahlen entdecken wir Schabrackenschakale, die herumtollen und diese unglaublich süßen Erdmännchen direkt am Wegesrand! “Da ist doch irgendwas! Nee, da ist irgendwas? Echt? Nee, ich glaube da ist irgendwas!” 

Click on the first photo, then through the rest: they are better in bigger format!

Plenty more Bermuda shorts & theatrical mask-wearing oryx, but they’re closer to us here than in Namibia. And just when we asked ourselves if they ever have calves, or if we are out of season for those, we do indeed spot a couple, in their parents’ care.

Viele, viele Bermudashorts- und Theatermasken tragende Oryx – aber hier sind sie viel dichter an uns dran als bisher. Und gerade in dem Moment, als wir uns fragen, ob sie jemals Babys bekommen oder ob wir in der falschen Saison dafür hier sind, da entdecken wir auch schon einige in der Obhut ihrer Eltern.

 

Ostriches continue to pop up: we never see them with their heads in the sand though! They’re now christened the Can-Can Girls, even though the black ones are male, as they look like the Parisian dancers in mini-skirts, ruffling their mini white petticoats.

Strauße tauchen auch immer wieder auf, allerdings entdecken wir nie einen, der seinem Kopf in den Sand steckt! Wir haben sie jetzt die Can-Can Girls getauft, obwohl die dunkelschwarzen männlich sind, wirken sie doch wie die langbeinigen Pariser Tänzerinnen in Miniröcken, die ihre Unterröcke aufbauschen lassen.

 

There aren’t quite as many elephants in Botswana as springbok in Namibia, but it still hosts the highest population on the continent with over 130,0000. They regularly cross our tracks, or we have to come to an abrupt halt to let an angry-looking set of ears calm down and not charge us. We never tire of watching them. Seeing them bathe at a little waterhole in Chobe National Park, is enchanting but we were a little disappointed not to see them in great numbers along the Chobe River, as our guidebook had led us to believe.

Es gibt nicht ganz so viele Elefanten in Botswana wie Springböcke in Namibia, aber es beherbergt immerhin die höchste Population dieses Kontinents mit über 130.000 Tieren. Immer wieder queren sie unsere Wege – oder wir müssen abrupt anhalten, um dem verärgert aussehenden Ohrenpaar Zeit zu verschaffen, sich zu beruhigen und uns nicht nachzujagen. Wir werden nie müde sie zu beobachten. Ihnen dabei zuzusehen, wie sie in einem kleinen Wasserloch im Chobe National Park ein Bad nehmen ist wirklich hinreißend. Wir waren dann nur enttäuscht keine Elefanten am Chobe Flussufer zu entdecken, wie es die Schreiber von unserem Reiseführer geschildert hatten.

Giraffes greet us all over the place, generally while munching on some fresh leaves and they often take a good, long look at us. What we didn’t get footage of was how, when they have finished drinking, they slide their straight legs together and snap their ankles into “attention”, like at the end of a gymnastic routine, or jumping off the gym bars!

Giraffen grüßen uns überall und von allen Seiten – in der Regel sind sie gerade dabei die Blätter der Bäume zu kauen und beobachten uns gerne dabei. Eine lustige Szene konnten wie leider nicht mit der Kamera festhalten: wenn sie mit dem Trinken fertig sind hüpfen sie vorne hoch, bewegen dabei ihre Beine wieder zusammen und knallen ihre Hacken zusammen wie zu einem „Achtung!“ am Ende einer Turnübung – wenn man zum Beispiel von einem Barren springt!

We also witnessed this curious scene. At first the romantic in us came to the fore, thinking they are caressing each other affectionately. It continues for so long, we leave before the end. Our later research showed that this literal form of necking could be a way of a male showing his dominance over another male and managing a step up the hierarchy.

Wir wurden auch Zeuge dieser merkwürdigen Szene: erst brachte diese romantische Gedanken in uns hervor – wir vermuteten sie schmusen liebevoll miteinander. Es dauerte solange an, dass wir vor Abschluss schon wieder weiter fahren. Unsere späteren Nachforschungen klären, dass dieses buchstäbliche „Halsreiben“ eine Art ritualisierter Kampf ist zwischen zwei männlichen Giraffen und man so versucht in der Hierarchie eine Stufe höher zu gelangen.

 

Usually for a game drive you leave at or just after sunrise and go hunting for a couple of hours. The “Three Scorpions and a Lion” quartet don’t get up quite so early and enjoy the new countryside so much that we keep driving well into the afternoon. On this particular day we had already visited the waterhole close to our camp at around lunchtime (very late on animal viewing time) and had seen nothing. After a short break at camp for a late lunch, we’d decided to go out again in the late afternoon, just to enjoy, and perhaps savour a sunset. We parked on the roadside close to the waterhole and waited. At first there was only a small family of slender springbok: parents and child, grazing on the long yellow grasses, so typical of this area. At the waterhole, 2 oryx appeared and hung their heads low, not to drink the water but to lick the mineral-laden ground. As I was watching them through the front windscreen, Jens’ eyes had wandered out of the window on my side of the car. Through the walkie-talkies he whispered to Christoph and Sonia: “Under the tree over there, straight behind you, you’ll see a lion!” Slowly, so as not to create unnecessary diversions, I sat back down and turned to the side. Sure enough, there was a lioness, half sitting, half poised on her hunches; she leant forward ready to bound out at the split-second-right moment, decided it wasn’t quite the right time and sat back again.

Normalerweise geht man entweder bei und kurz nach Sonnenuntergang auf Safari. Das „Drei Skorpione und ein Löwe“ Quartett allerdings steht nicht ganz so früh auf und genießt auch die Landschaftsbilder so sehr, dass es oft bis in den späten Nachmittag hinein durch die Gegend fährt. An diesem speziellen Tag waren wir bereits einmal mittags (viel zu spät) kurz an dem Wasserloch in der Nähe unseres Campingplatzes und wir haben natürlich überhaupt kein Großwild entdeckt. Nach einem späten Mittagessen im Camp entschieden wir uns dann am späteren Nachmittag noch einmal dorthin zurückzufahren um unser Glück zu versuchen und dort vielleicht den Sonnenuntergang zu beobachten. Wir parken also am Wegesrand – ganz in der Nähe des Wasserloches und warten. Als erstes kam eine kleine, Springbockfamilie vorbei: die Eltern mit ihrem Jungentier schlenderten grasend durch das hohe gelbe Gras – sehr typisch für diese Gegend. Direkt am Wasserloch tauchten zwei Oryx auf, die ihre Köpfe zum Boden reckten – nicht etwa um Wasser zu trinken, sondern um den salzhaltigen Boden abzulecken. Während ich sie durch die Frontscheibe beobachte – streifen Jens’ Blicke in die Richtung meines Seitenfensters. Dann greift er zum „Walkie Talkie“ und flüstert zu Christopf und Sonia: „Unter dem Baum genau hinter Euch ist eine Löwin!“ Langsam, damit ich keine unnötige Unruhe hineinbringen, setzte ich mich zurück und drehe mich zur Seite. Und tatsächlich da ist sie, halb sitzend, halb angriffsbereit; sie lehnt sich nach vorne, damit sie in Sekundenschnelle in Richtung Springbockfamilie losstürmen kann – entscheidet sich dann aber, dass es doch noch nicht der richtige Moment war und setzt sich wieder zurück.

This rocking motion was repeated several times in succession; her gaze very decidedly on the small family, particularly the child. Gosh! It looks like we are very close to seeing a kill! None of us are actually sure we want to witness it, though a bit of you is intrigued at the same time. Then Jens spots her mate just behind in the high grass. He’s much more relaxed, with her there to do the work for him. Did you know it’s only the females who hunt?! Wonderful! The spying game continues for a few moments, maybe five. And the springboks, totally unsuspecting, graze ever closer to the couple! We are astonished that despite the keen senses they must have, they haven’t noticed them yet. They must be upwind or something. Finally, the male springbok picks up the scent, stamps with his hind leg and the mother and child scoot off, as quick as lightning, father very close behind and within seconds must be a few hundred metres away.

Diese Vor- und Rückbewegung wiederholt sich einige Male; immer ihren Blick entschlossen in Richtung der Familie gerichtet – insbesondere auf das Junge. Dann entdeckt Jens auf einmal ihren Löwenmann direkt hinter ihr im hohen Gras. Er ist offensichtlich viel entspannter drauf – sie erledigt schließlich die Arbeit für ihn. Wusstet ihr, dass nur die Löwenweibchen jagen gehen?! Wundervoll! Das Beobachtungsspiel geht noch einige Momente weiter, vielleicht 5 Mal! Und die Springbockfamilie bewegt sich nichts ahnend immer dichter ran an die beiden! Wir können es einfach nicht fassen, dass sie trotz ihrer vermutlich guten Sinne, die Löwen immer noch nicht bemerkt haben. Vermutlich ist die Windrichtung die Falsche oder so etwas? Endlich!! Der Springbockvater hat den Geruch aufgenommen, stampft mit seinem Hinterhuf auf und Mutter mit Kind starten sofort, der Vater folgt nur kurz hinter ihnen und schnell wie der Blitz, innerhalb von Sekunden sind sie alle schon einige hundert Meter weiter.

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But that’s not the end of our encounter! After all that concentration, it’s time for a stretch. The lioness gets up and strolls sedately towards Geissli! At about halfway between them and her starting tree, she stops and sniffs the air patiently. Then it’s the male’s turn. It seems she has checked out the surroundings for him, cleared the path for him, like a boxer heading up for his fight in the ring. Out he comes from his grassy daybed, stretches, yawns and then struts and swaggers over to her. She, in the meantime, has continued her casual saunter up to just 5 metres from Christoph & Sonia! She opens her jowls wide but silently. And MachoMale follows behind. You can’t imagine the tension in the air in our cars! Pure excitement on our side. Pure testosterone (or lion equivalent) on his!

He comes up to a stop just behind her, writhes around in the grass, scratching his back, then sits for a while. Then it seems to be too much for him and he sits like a cat or a dog and stiff as a board, falls rigidly and silently to the side, like a comic figure, and snoozes for a while, one paw still rigidly pointing skyward!!

 

Aber das war noch nicht das Ende dieser Begegnung! Nach all der Konzentration, ist es erst einmal Zeit sich ein wenig zu räkeln. Dann steht die Löwin auf und schlendert ruhig in Richtung Geissli! Auf etwa halben Weg hält sie inne und schnüffelt ruhig die Luft. Dann ist der Löwe an der Reihe. Es wirkt, als ob sie erstmal die Umgebung für ihn vorab gecheckt hat, den Weg geklärt hat – wie ein Boxer, der auf dem Weg zum Kampf in den Ring ist. Er kommt raus aus seinem grasigen Tagesbett, streckt sich, gähnt und stolziert und schwadroniert groß tuend zu ihr rüber. Sie derweil, hat ihren entspannten Spaziergang fortgesetzt und ist jetzt nur noch etwa 5 Meter entfernt von Christoph & Sonia! Und Macho Mann folgt ihr weiter. Ihr könnt Euch nicht die Anspannung, die in unseren Autos in der Luft lag, vorstellen! Reinste Aufregung bei uns. Reinstes Testosteron (oder was auch immer Löwen als Äquivalent haben) auf bei ihm.

Er hält erst kurz hinter ihr an, räkelt sich dann im Gras, kratzt dabei seinen Rücken und setzt sich für eine Weile hin. Dann scheint ihm selbst das schon zu viel zu werden – da zu sitzen wie eine Katze oder ein Hund, und wirft sich anschließend leise und steif wie ein Brett auf die Seite, wie in einem Comic und fängt an zu dösen, mit einer Pfote steif gen Himmel gerichtet!!

Seeing the animals and the magnificent Okavango Delta from a private flight was one of the huge highlights of our trip so far: the views are incomparable. The delta is naturally wet, but this season has had so much rain, a number of the tracks we had hoped to drive are out of action. Even the campgrounds are flooded and out of bounds. From the air we were treated to the bigger herds together: gnus pawing at the dust, buffalo grazing, giraffes breaking into a slow-motion, lolloping run: a sight, like when you spot dolphins, guaranteed to give you an ear-to-ear grin. The whole 60 minutes are like living a trailer for a TV nature series. Our snapshots only hint at the extensive, intense views flooding our eyes. “What a wonderful world!”

Die Tiere des prachtvollen Okawango Deltas aus dem Flugzeug zu sehen, war sicherlich einer der ganz großen Höhepunkte unserer Reise bisher: Die Aussichten sind wirklich unvergleichlich. Das Delta ist immer nass, aber in diesem Jahr gab so viel Regen, dass einige der Strecken, die wir uns erhofften zu fahren, leider gesperrt waren. Selbst einige Campingplätze in den Parks waren überflutet und standen daher außer Frage. Aus der Luft aber konnten wir die ganz großen Herden sehen: Gnus, die mit ihren Hufen den Staub aufwirbelten, grasende Büffel, Giraffen die einen Laufschritt an den Tag legen – als ob sie sich in Zeitlupe bewegen und wie auch bei der Beobachtung von Delfinen, bekommt man auch hier das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht für den Rest des Tages. Die gesamten 60 Minuten fühlen sich an, als ob man einen Vorspann einer Naturfernsehserie direkt selbst erlebt. „What a wonderful world!“

 

5 minutes after take-off, with a sudden bank to the left and a tight turning circle, we were entranced by a herd of ca. 30 elephants stomping their way through a river, trunk to tail through the water, like the teddy bears off on their picnic. Divine! A go-down-in-history special moment.

Etwa 5 Minuten nach unserem Start, dreht die Pilotin ruckartig nach links und fliegt eine enge Runde, wir beobachten unter uns gebannt eine Herde von etwa 30 Elefanten wie sie in einer Reihe durch einen engen Wasserkanal stampfen – wie Teddybären auf dem Weg zum Picknick. Himmlisch! Ein besonderer Moment für die Geschichtsbücher.

 

In our four-week animal-filled adventure in Botswana, the most impressive, magical sound, is that of a roaring lion in the depths of the night, or just before dawn. You can’t mistake his sounds, and Christoph does a top-class impression: wish I had it on video! There are four looooong, loud roars. Which seem to empty the lion’s lungs, because there follow four or five grumpy harrumphs, like a cantankerous old man complaining about not being heard. It’s a comical rendition and maybe that’s why in reality it doesn’t instil fear in me, more awe. I’m captivated every time.

As mentioned in the last post: David Attenborough heaven and I’m hooked!

 

Während unserer 4 Wochen andauernden Tierabenteuerreise durch Botswana, war das wohl beeindruckenste und magischste Geräusch das Brüllen der Löwen – tief in der Nacht oder auch kurz vor Sonnenaufgang. Das ist ein wirklich unverwechselbares Geräusch, und Christoph kann dieses erstklassig nachmachen – hätte ich das doch bloß auf Video aufgenommen! Es beginnt mit 4 laaaaangen Brüllen. Diese scheinen die Lunge des Löwen vollständig zu lehren, denn anschließend folgen 4 bis 5 missbilligende Räusper – wie ein knurriger alter Mann, der sich darüber aufregt, dass ihm nicht zugehört wird. Es ist irgendwie eine komische Aufführung und vermutlich deshalb in der Realität für mich nicht wirklich beängstigend – eher Ehrfurcht erregend. Ich bin immer wieder wie gefesselt.

Wie bereits erwähnt – es ist hier wie in Michael Grzimek’s Himmel und es lässt mich nicht mehr los.

 

No lion sounds here, only the desert in the dusk.

The Colours of Namibia

Map
10 Feb-23 Mar + 13-15 Apr >> Namibia >> 3,912 km

We unexpectedly arrived in Namibia by boat! A little punt pulled us across the Orange River (which starts 2,000km away in Lesotho!) powered by a small outboard engine. The young botanist at the National Park gate on the South African side was all animated talking about the amount of rain that had fallen recently and promised us we were in for a special spectacle. We start to get excited about visiting our third country on the continent.

 

I had no preconceptions of Namibia. This trip is quite the opposite of our Asian tour and we are only reading information on each country shortly before we get there, if at all, sometimes we’ve only prepared for the border crossing. Hence, I am totally unsure as to what to expect, except that it is big: twice the size of Germany, with particularly few inhabitants: 2.3 million, more or less the same as Cape Town. And I know it has dunes, as Jens wants to paraglide there with Micha and somehow I have an inkling it’s dry.

 

Die Farben Namibias

Überraschender Weise erreichten wir Namibia per Boot! Eine Minifähre mit Außenbordmotor brachte uns über den Fluss Orange (der in Lesotho entspringt!). Zuvor hatten wir einen jungen Botaniker am Ausgangstor des Nationalparks getroffen, der vollends begeistert war von den starken Regenfällen der letzten Tage und er versprach uns, dass wir ein sehr seltenes Naturspektakel in Namibia zu Gesicht bekommen würden. Wir sind schon ganz aufgeregt das dritte Land dieses Kontinentes zu besuchen.

 

Ich hatte keine vorgefasste Meinung zu Namibia. Bei dieser Reise läuft alles ganz anders als bei unserer Asientour: wir lesen immer nur kurz bevor wir einreisen etwas über das nächste Land – wenn überhaupt, manchmal haben wir uns allenfalls auf die Grenzüberquerung vorbereitet. Von daher habe ich keine Ahnung was uns erwartet – außer dass es ein großes Land ist (etwa doppelt so groß wie Deutschland) und nur besonders wenige Einwohner hat – 2,3 Millionen, also ungefähr so viele wie Kapstadt. Und ich weiß, dass es hier Dünen gibt – denn Jens will hier mit Micha Gleitschirm fliegen. Und ich habe eine leise Ahnung, dass es hier trocken ist.

 

 

There are different styles of dry. There’s Moon Valley, particularly dramatic with yellow sands and black minerals, Blutkoppe, where we had the whole area all to ourselves at night, hemmed in by high, rounded rocks that would probably take an hour to climb or Archer’s Rock, which along with the threatening storm made for some nice shots of Bruce. The sunset across the savannah at Gecko campsite is straight from “Out of Africa” and despite the trees, it’s really rather an arid landscape.

 

Es gibt verschiedene Varianten von trocken. Es gibt das Mondtal, besonders dramatisch mit gelbem Sand durchmischt mit schwarzen Mineralien; die Blutkoppe, wo wir die gesamte Szenerie für eine Nacht für uns alleine hatten – umgeben von hohen, abgerundeten Felsen, für die man vermutlich 1 Stunde Aufstiegszeit benötigen würde; oder der Bogenschützen-Fels, der mit einem herannahenden Gewitter im Hintergrund ein gutes Motiv für ein paar Schnappschüsse mit Bruce im Vordergrund bot. Der Sonnenuntergang über der Savanne am Gecko Campingplatz kommt direkt aus „Out of Africa“ und trotz der Bäume ist es eher eine trockene Landschaft.

Don’t forget to click on the first photo in each gallery and see them 1 by 1: much better viewing!

 

A severe weather alert meant we had to amend our route a little. The lady we hired Sandra’s car from was in a tizz with preparations for rain and wind at the end of a cyclone, which had headed in from Mozambique. Radio stations were advising buying food for 4 days and she had 2 What’sApp groups running with commentaries and advice. So we landed in Swakopmund on the coast, where it’s foggy and cool in the mornings and damp in the evenings, on account of the Atlantic Ocean, which is generally too cold to swim in here! But the fish restaurants, with views onto the crashing waves and sunsets are, are fantastic and we could never resist.

 

Aufgrund einer Schlechtwetterwarnung, mussten wir unsere geplante Route etwas umstellen. Die Dame, von der wir das Fahrzeug für Sandra mieteten, war in heller Aufregung mit Vorbereitungen für die zu erwartenden Regenfälle und Winde, die ein sich abschwächender Zyklon mit sich bringen sollten, der geradewegs von Mosambik quer über den Kontinent wanderte. Die Radiostationen gaben den Rat Nahrungsvorräte für 4 Tage einzukaufen und sie hatte zwei WhatsApp-Gruppen, in denen laufend Ratschläge und Kommentare zu dem Thema kommuniziert wurden. Also fuhren wir zunächst nach Swakopmund an die Küste, wo es aufgrund des hier sehr kalten Atlantiks morgens neblig und kühl und abends feucht ist! Aber die Fischrestaurants hier mit Blick auf die Brandung und Sonnenuntergang sind grandios und wir konnten einfach nicht davon ablassen.

 

 

This year’s wet season actually brought rain: a lot by Namibian standards, unlike in some recent years, where the country has been plagued by drought. We’re caught by surprise at how green, this otherwise arid ground can be and the vines producing grapes for juice are leafy green and succulent; after just 3 hours in the country there’s a short thunderstorm with bright lightening and sharp claps of thunder and just outside Windhoek to meet Sandra and Tom, all around us it’s high plateau (ca. 1,500m), verdant, hilly countryside (I hadn’t expected hills either): deep, fresh green and now and again some swathes of yellow dots: a seasonal flower, which blooms only for a shot time to then quickly be overrun by the ensuing, growing grass.

 

Die Regensaison in diesem Jahr brachte tatsächlich Regenfälle mit sich – und sogar besonders viele für hiesige Verhältnisse – in den letzten Jahren wurde das Land stattdessen von Dürren geplagt. Es war für uns sehr überraschend zu sehen, wie grün diese sonst so trockenen Landschaften sein können – die Reben produzieren hier Trauben für die Saftproduktion und erstrahlen mit grünen, fleischigen Blättern. Bereits nach nur drei Stunden in diesem Land treffen wir auf ein erstes kurzes Gewitter mit heftigem Blitz und Donner.

Auf dem Hochplateau um Windhuk in ca. 1500m Höhe dagegen sind wir von üppig bewachsenen Hügeln umgeben (mit Hügeln hatte ich auch nicht gerechnet), als wir Sandra und Tom abholen – ein tiefes dunkles Grün und ab und zu ein Teppich mit gelben Punkten darin: saisonale Blümchen, die nur für sehr kurze Zeit erblühen und bald von dem schnell wachsenden Gras überwuchert werden.

 

 

The fresh yellow continues throughout our trip with Sandra and Tom and we gasp in delight at the contrasts around us: the burnt red soil hiding under green grasses and yellow ponds of flowers. Beautiful!

 

Das frische Gelb begleitet uns während der gesamten Zeit mit Sandra und Tom und wir erfreuen uns der Kontraste, die diese um uns herum bieten – rot gebrannte Erde liegt versteckt unter grünem Gras und gelben Blütenteppichen. Wundervoll!

 

 

 

Deep orangey-red sand is the manifestation of the heat in the desert and creates the most remarkable dunes we’ve ever seen. They are deceptively high and my attempt to climb Big Daddy, at 350m one of the highest in the world, from the wrong side, with a hangover, ended, of course, in failure after about two-thirds of the way. The view was panacean: I was surrounded by burning red sand, looking across and behind to further dunes – an endless ocean of them – while way down below the creamy, dried and cracked clay defines where the water once flowed and the dead camel thorn trees form black, contorted, fantastical figures.

 

Tief orange-roter Sand ist die Manifestierung der Hitze in der Wüste und er bildet die beeindruckendsten Dünen, die wir je gesehen haben. Sie wirken kleiner, als sie in Wirklichkeit sind und mein Versuch Big Daddy (mit 350m Höhe eine der höchsten Dünen der Welt) vom falschen Ende her zu besteigen, mit einem Kater, scheitert natürlich kläglich nach etwa zweidrittel des Anstieges. Der Blick von dort oben war allerdings sehr heilend: Ich war umgeben von brennendem, roten Sand und konnte über und hinter weitere Dünen schauen – ein endloser Ozean von riesigen Dünen – während direkt tief unterhalb von mir der kremfarbene, trocken und gebrochene Tonboden die Stelle hervorhebt, wo einst Wasser stand und die abgestorbenen Akazienbäume bilden schwarz konturierte, fantastische Figuren.

 

 

 

Spitzkoppe is special, perhaps spiritual, maybe mystical, a certain presence I can’t describe. There wasn’t an earth-shattering revelation here, just an intense feeling of being at peace with the world. The boulders are smooth, round, reddened peaches flowing into their surreal surroundings, the setting sun as picturesque as it gets and the camps so far away from each other, and pretty empty anyway, you almost feel alone in the universe. It’s bush camping with facilities: curtained off “long drop” toilets (use your imagination), waste recycling apparently collected by a man on a donkey and attractive (no kidding!), outdoor, hot, natural stone showers at the entrance.

 

Die Spitzkoppe hat etwas ganz spezielles, vielleicht spirituelles, eventuell mystisches – eine gewisse Präsenz, die ich nicht wirklich beschreiben kann. Es gab hier keine weltverändernde Offenbarung – nur ein intensives Gefühl im Frieden mit allem zu sein. Die riesigen Felsen sind weich abgerundet und wirken wie gerötete Pfirsiche, die mit ihrer surrealen Umgebung verfließen. Die Sonnenuntergänge sind so bildgewaltig, wie es nur geht und die Stellplätze liegen so weit voneinander entfernt, und sind meist sowieso leer, dass man sich fast wie allein im Universum fühlt. Hier erlebt man Bush-Camping mit Ausstattung: Plumpsklos hinter Sichtschutzwänden, Mülltrennungscontainer, die regelmäßig von einem auf einem Esel reitenden Mann geleert werden und wirklich attraktive, heiße Freiluft-Duschen aus Naturstein am Eingang zum Park.

 

 

 

 

Namibia has a road network traversing 44,138 km but only ca. 6,000 km are paved. There are some off-road stretches, but the majority of the thoroughfares are gravel and most of them are in an excellent condition. We reduce our tyre pressure accordingly and sometimes engage 4WD for extra traction if necessary, then for the most part travel in comfort and ease at 80 to 100 km/h, slowly only for oncoming traffic.

The one road that is in a particularly corrugated state and shakes your bones until your fillings drop out, is the D707, a revered tourist track we didn’t want to miss: red dunes, vast, arid zones on one side, dry rock faces forming hills on the other and over and above, pristine, starry skies. But I have to say I actually slightly preferred a road just before that, which runs parallel to the Namib Rand Nature Reserve. White gravel road, red soil layer ahead, green mixing in on top and some white stripes on top before you hit the clear blue sky. How the desert awakened by the rain is exceptional, but on our maiden trip to Namibia, we’re never quite sure if this is commonplace or due to the unusually wet season.

 

Namibias Straßennetzwerk misst insgesamt 44,138 km, aber nur ca. 6000 km davon sind asphaltiert. Es gibt einige Offroad-Strecken, aber der Hauptteil besteht aus durchgängigen Pisten, die meist in exzellenten Zustand sind. Wir reduzieren entsprechend den Luftdruck unserer Reifen, nutzen oftmals unseren Allradantrieb um die Traktion zu verbessern und fahren meist problemlos und komfortabel mit einer Geschwindigkeit zwischen 80-100 km/h – langsamer nur bei kommenden Gegenverkehr und wir so etwaigen Steinschlag verhindern wollen.

Eine besonders heftige Waschbrettpiste, die deine Plomben herausfallen lässt, ist die sehr verehrte D707 und diese konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen: rote Dünen, weite harsche Zonen formen die eine Seite und trockene Felswände bilden Hügel und Berge auf der anderen Seite – zudem äußerst klare Sternenhimmel. Allerdings muss ich ehrlich gesagt gestehen, dass mir ein Straßenabschnitt vorher noch etwas besser gefallen hat – er läuft parallel zum Namib Rand Natur Reservat. Weiße Schotterpiste, vor uns Lagen von roter Erde, Grüntöne mischen sich ein an der Oberfläche und weiße Streifen zeigen sich am Übergang zum klaren blauen Himmel. Wie die Wüste durch die Regenfälle erwacht, ist wirklich einmalig! – Weil dies aber unser erster Besuch Namibias ist, sind wir uns nicht sicher, ob es hier meist zu dieser Zeit derart bunt zugeht, oder ob es die ungewöhnlich starken Regenfälle in diesem Jahr waren, die diese Farbenpracht entstehen ließ.

 

 

Finally, a few weeks later, arriving from Botswana, we return to Namibia in the very north-east of the country, to its panhandle, the Caprivi strip. It’s completely different to the arid scenes of the rest of the country: tropical, humid and deep, dark green. We camp on the Kwando River in Bwabwata National Park, at one of our nicest campgrounds so far, (we’ve almost given up looking for bush-camping spots) and hear the hippos grunting at night, see them bathing and grazing next day. Contributing to the exotic is the “Sausage Tree” (Kigelia), whose fruit dangle from the branches on the thinnest of strands, can be up to 2 feet long and weigh about 7kg each. Unsurprisingly, they look like sausages. We knew when we parked the car where we did, that these sausages looked rather menacing, but too lazy to move the car, we protected Bruce by lying our long cushions on the bonnet. At 4am there’s a thud awakens me briefly and when it’s light, we discover the damage: clever sausage hit Bruce’s unprotected windscreen, not the bonnet!

 

Ein paar Wochen später schließlich, als wir nochmals kurz von Botswana aus einreisen und so in den nordöstlichsten Teil Namibias vordringen, dem sogenannten Caprivi Zipfel, der auf der Landkarte wie ein Griff einer Bratpfanne wirkt. Diese Gegend zeigt sich völlig anders zu den trockenen Szenen des restlichen Landes: tropisch, feucht und tief, dunkles Grün. Wir finden einen der schönsten Stellplätze bisher in Afrika, auf einem Campingplatz (wir haben es fast aufgegeben nach Stellplätzen in der Wildnis zu suchen) im Bwabwata National Park entlang des Kwando Flusses und direkt am Flussufer. Wir hören wie die Nilpferde nachts grunzen und sehen ihnen am nächsten Tag beim Baden und Grasen zu. Einen zusätzlichen exotischen Touch erzeugt der riesige „Leberwurstbaum“ (Kigelia) an unserem Stellplatz, dessen wurstförmigen Früchte an dünnen Fäden von den Ästen herunterhängen. Diese Früchte werden bis zu etwa 60cm lang und können 7kg schwer werden. Wir wussten, das der Platz an dem wir für die Nacht parkten, die Würste recht bedrohlich wirkten – aber wir waren dann doch zu faul um das Auto umzuparken und bedeckten stattdessen die Motorhaube mit unseren langen Sitzpolstern um Bruce zu schützen. Um etwa 4 Uhr morgens werde ich kurz von einem dumpfen Geräusch geweckt und als es hell wird entdecken wir den Schaden: das schlaue Würstchen hat nicht die Motorhaube getroffen, sondern unsere Windschutzscheibe!

 

The national flag actually epitomises the particular colours we experience here. Even though it was designed with completely different meanings, for us they are the blue of the sky, the yellow of the flowers, the surprising green in the desert and the red of the soil, the dunes and Spitzkoppe.

After six weeks’ visit, Namibia was sad to see us go and the day we left, big fat teardrops fell from the clouds and splashed onto the ground around us. The feeling was quite mutual.

 

Die Nationalflagge zeigt die speziellen Farben auf, auf die wir hier in unserer Umgebung immer wieder treffen – obwohl diese eigentlich aus völlig anderen Gründen bei der Entwicklung gewählt wurden. Für uns allerdings steht Blau für den Himmel, Gelb für die Blumenteppiche und Rot für die Erde, die Dünen und die Spitzkoppe.

Nach sechs Wochen Besuch war Namibia traurig uns gehen zu sehen und am Tag unserer Ausreise liefen große Tränen aus den Wolken und platschten auf den Boden um uns herum. Dieses Gefühl war durchaus beiderseitig.

 

 

 

 

 

Animal Encounters in Africa: Part 1 – Namibia

Insects have never really been my thing. It’s one of the few occasions where my imagination really runs riot. The thought of creatures unexpectedly crawling around my body trying to get into places not so easy to flick them away, or worse still, landing in my frizzy hair and finding it so comfortable they want to make a nest there, or they flap around in it so much they get more tied up in the knots and I can’t get them out at all, is hideous! Ugh.

So I started this blog post in my head almost a year ago when we were still in Europe and I found more opportunities to experience insects first-hand. It was going to be entitled, “The Jog Blog“ or something like that and I was going to tell you what happened on my daily run. Only they weren’t daily and I can’t really run, only jog at best.

Insekten waren noch nie wirklich mein Ding. Sie erzeugen bei mir die wenigen Momente, bei denen meine Einbildungskraft mit mir durchdreht. Nur der Gedanke an diese Kreaturen, wie sie womöglich an meinem Körper herumkrabbeln und versuchen an Stellen zu gelangen, an denen ich sie nicht einfach nur schnell wegschnippen kann, oder noch schlimmer, wenn sie in meinen krauseligen Haaren landen und es dort so gemütlich finden, dass sie anfangen darin ein Nest zu bauen – oder sie flattern darin so wild rum, dass sie sich immer fester darin verknoten und es unmöglich für mich wird, sie da wieder heraus zu bekommen – das ist grässlich! Uuaah!

Also diesen BlogPost habe bereits vor fast einem Jahr in meinem Kopf begonnen – als wir immer noch in Europa waren und ich mehr Gelegenheit bekam neue Erfahrungen mit Insekten zu machen. Er sollte eigentlich den Titel „Der Jogging Blog“ tragen, oder so etwas ähnliches, und ich wollte Euch davon erzählen, was mir so alles passiert während meiner täglichen Läufe. Außer vielleicht, dass sie nicht wirklich täglich waren – und ich kann auch nicht wirklich laufen, sondern höchstens joggen.

Anyhow, on my generally early morning jaunts, I would often come across things we would normally miss from the car: huge spider webs, bringing me to an abrupt halt to then find my way around without running through them and have them sticking to my face and bare arms or a tortoise in Greece travelling almost as fast as me.

On Marble Beach, we were sitting on the bench outside a typical, little, white, Greek church enjoying the late afternoon sun, when we spotted a gecko. Cute little guy, but I know he’s got suckers under his feet and I don’t want him clinging to me. But he edges in, thinking I don’t notice. Jens laughs and tells me there is no way a gecko would want to walk over someone’s foot, they’d much rather go round. But you’ve guessed it, the next thing it’s not only running over my foot, but also up my leg! I squeal childishly and jump up so quickly that he leaps off!

It got to the point where I was jumping out of my skin at butterflies and wondering how on earth I would manage in Africa?! And now here we are…

Auf jeden Fall, während meiner frühmorgendlichen Ausflügen, begegneten mir oftmals Dinge, die wir normalerweise mit dem Auto verpassen würden: riesige Spinnennetze, bringen mich oftmals zu einem abrupten Halt, dann versuche ich einen Weg drumherum zu finden, damit ich auf keinen Fall hindurch laufen muss und mir das Netz im Gesicht und auf meinen nackten Armen kleben bleibt. Vermutlich ist eine Schildkröte fast so schnell wie ich beim Joggen in Griechenland.

Am Marmor Strand saßen wir auf einer kleinen Bank vor einem typischen, kleinen, weißen, griechischen Kapellchen und genossen die Nachmittagssonne, als wir einen Gecko entdeckten. Süßer kleiner Typ, aber ich weiß, dass er kleine Saugnäpfe an den Finger- und Zehenspitzen hat und ich will auf keinen Fall, dass er sich an mir festsaugt. Aber er kommt immer näher und glaubt tatsächlich, ich würde das nicht bemerken! Jens fängt an zu lachen und behauptet, dass ein Gecko ganz sicher nicht über einen Fuß läuft, sondern eher daran vorbei. Aber wie Du vielleicht schon vermutest, rennt er als nächstes nicht nur über meinen Fuß, sondern sogar mein Bein hoch! Ich fange sofort an kindisch zu kreischen und springe mit so viel Schwung auf, dass er wieder abspringt!

Es ist teilweise soweit gekommen, dass selbst Schmetterlinge es vermochten mich zu Tode zu erschrecken und ich fragte mich selbst: Wie um Himmelswillen soll ich das in Afrika aushalten?! – Und jetzt sind wir mittendrin…

The best thing is, I’ve discovered there’s someone else in the world, who is just as scared of insects as I am: my godson Tom. Of course I can’t let him know that, I have to make him see he is being daft (which he is, just like me) and so I have the bravest face on for the ten days he and Sandra visit us in Namibia, like I don’t care and they don’t bother me in the slightest. Yes, yes, it’s fine that a huge moth is landing on me every 10 seconds and it’s dark and I don’t know where it’s going to land next. But now it’s Tom who is squealing and running away, flapping his arms around his head, and I can sit back, smug as a bug in a rug and think, “Well at least I don’t run away….ahem!”

Although scorpions are supposed to abound here, with at least 15 different types, we never got to see a single one. Tom, on the other hand, is so tunnel visioned to creepy crawlies, he manages to spot one in an ablution block (southern African for “washing facilities,” be it yourself, your clothes or your dishes) somewhere along the way.

Das hilfreichste bei dieser Angelegenheit ist allerdings, dass ich entdeckt habe, dass es in dieser Welt eine weitere Person gibt, die genauso ängstlich ist wie ich: mein Patensohn Tom. Ich darf mir das natürlich nicht anmerken lassen, solange er vor Ort ist – ich muss so tun als ob er spinnt (und er spinnt – genauso wie ich) und somit mache ich die mutigsten Gesichtausdrücke während der 10 Tage, die Sandra und Tom uns hier in Namibia besuchen – so als ob mir die Insekten überhaupt nichts ausmachen und mich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen können. Ja, Ja – es ist überhaupt kein Problem, dass diese Motte alle 10 Sekunden auf mir landet – und es ist dunkel, und ich habe keine Ahnung wo sie als nächstes landen wird.

Aber jetzt ist Tom dran kreischend wegzurennen, mit um den Kopf schlagenden Armen, und ich kann mich ruhig zurücklehnen, wie eine selbstgefällige Made im Speck und denken – „Nun ja, wenigstens laufe ich nicht davon… ahem!“

Obwohl es hier eigentlich überall Skorpione geben soll, haben wir es bisher noch nicht geschafft einen von den 15 Typen zu Gesicht zu bekommen. Tom allerdings, hat einen derartigen Tunnelblick für Krabbeltiere jeglicher Art hat, schaffte es tatsächlich einen zu entdecken auf dem Weg zum Ablution Gebäude unseres Campingplatzes (so nennt man hier im südlichen Afrika die Waschgebäude in denen man sich selbst, die Wäsche und das Geschirr waschen kann).

Hover your mouse over the photos for some comments from us
Watch through to the end, after the slow start

 

Jens isn’t totally immune to insects either. While he feels no emotions at all getting rid of a fluttering massive moth or small spider with his bare hands (!), he is incredibly afraid of ants! And there are zillions of them under the earth’s crust. No matter where we stop: on sand, grass or soil, there are always ants milling around, without fail. Very big ones (nearly an inch long), microscopic ones, fat ones, long-legged ones, black ones, brown ones, Speedy Gonzales ones, slow curious ones, crawling up your leg ones and, the ones he is really be scared of: the aggressive I want to get into your car with my whole colony ones. Since Amanda & Andrea had a small overnight invasion into their van, Polenta, in Thailand, who made themselves comfy for over 3 months, getting into every square millimetre, including in the closed flour jar, Jens is myrmecophobic!

Jens ist übrigens auch nicht völlig immun gegen Insekten. Er zeigt zwar keinerlei Emotionen, während er eine riesige Motte oder kleinere Spinne mit der bloßen Hand auffängt und los wird (!), aber er hat unglaubliche Angst vor Ameisen! Und davon gibt es hier Trillionen unter der Erdkruste. Egal wo wir anhalten – im Sand, auf Gras oder dunkler Erde – die Ameisen sind einfach überall am rummachen, ohne Ausnahme. Es gibt riesige (2cm lange), mikroskopisch kleine, dicke, langbeinige, schwarze, braune, Speedy-Gonzales-schnelle, Beine hochkriechende, sehr neugierige langsame und die speziellen, vor denen er die besondere Angst hat: die aggressiven, ich-will-sofort-mit-meinem-gesamten-Volk-in-dein-Auto-rein Ameisen. Diese Angst rührt aus der Zeit, als Amanda & Andrea in Thailand eine Übernacht-Invasion in ihren Bus, Polenta, erlitten. Die machten es sich dort für über 3 Monate gemütlich und drangen derweil zu jedem Quadratmillimeter des Fahrzeuginneren vor – selbst in die bestens verschlossene Mehldose. Jens leidet an Myrmecophobie!

 

As evening approaches and we have to find somewhere to sleep, Jens groans inwardly, whenever he hears me cry, “Yuk! The place is infested with …. add appropriate name of insect, depending on where we are!” After driving through the Kuiseb Canyon in the Namib-Naukluft National Park it was the beetles camouflaged as fat spiders. Slowed by the heat, they appear very jumpy at our presence in the beginning, until they are so inquisitive they are absolutely everywhere: on the BBQ togs, in the BBQ itself, up the chairs, under the box and “Nooooooo, get him off my trouser legs!!!!”

Sobald der Abend näher kommt und wir nach einem geeigneten Stellplatz suchen, stöhnt Jens innerlich, wenn er mich mal wieder jammern hört, „Igitt! Hier wimmelt es nur so von ….. setzte hier den Namen des entsprechenden Insektes ein, abhängig davon, wo wir uns gerade befinden!“

Im Anschluss an unsere Durchfahrt durch den Kuiseb Canyon, waren es Käfer – getarnt als fette Spinnen. Von der Hitze normaler Weise verlangsamt, scheinen sie zunächst eher schreckhaft in unserer Nähe, bis sie dann aber derart neugierig werden, dass sie wirklich überall rumklettern: auf den Steinen unserer Feuerstelle, dann auf dem Grill selbst, am Stuhl hoch, unter unserer Stellkiste und „Neiiiiiiin, mach sie sofort weg von meinem Hosenbein!!!“

 

Talking of legs. Sandra took a special souvenir home with her. A loo stop in the dark when we were all in bed leads to a panic scream. This long, fluffy thing (well the photo is the caterpillar’s sister) had the audacity to crawl up her bare leg into her trouser leg and paid for it with his life. Sandra’s sentence for the murder was a large, swollen red patch on her thigh which stayed with her at home for quite some time.

Apropos Beine. Sandra hat sich ein ganz spezielles Souvenir mit nach Hause gebracht. Bei einem nächtlichen kleinen Geschäft ihrerseits im Dunkeln und während wir Anderen alle bereits im Bett lagen, erschallt draußen ein panischer Schrei. Dieses lange und haarige Ding (auf dem Foto sieht man vermutlich die Schwester der Raupe) hatte tatsächlich die Frechheit ihr nacktes Bein hoch und hinein in ihr Hosenbein zu kriechen und die Raupe bezahlte die ganze Aktion mit ihrem Leben. Sandra wurde für den Mord mit einem großen, geschwollenen, roten Fleck auf ihrem Unterschenkel bestraft, der sie noch lange Zeit mit nach Hause begleitete. 

 

Fortunately for us, despite more evening moths, it’s more the huge animals we get to see in Erindi Private Game Reserve, to celebrate Sandra’s big birthday, and afterwards in Etosha National Park. The first is a giraffe. And it’s not even in the park enclosure: he’s outside having a nice time, minding his own business; this is his garden after all. For once, Sandra is speechless, she’s so surprised at the sight! We love giraffes: they are so elegant and graceful, while at the same time looking like they might have two left feet.

Zu unserem Glück und trotz weiterer nächtlicher Motten, sind es in erster Linie die Großtiere, die wir im Erindi Privat Game Reserve zu sehen bekommen, während wir gleichzeitig Sandras runden Geburtstag feiern und später sehen wir weitere Tiere im Etosha National Park.

Das erste Tier eine Giraffe – ganz in der Nähe der Straße und nicht einmal innerhalb des Parks: sie steht so rum und hat eine entspannten Nachmittag – dies ist schließlich ihr eigener Garten. Sandra verschlägt es tatsächlich die Sprache vor lauter Überraschung. Wir lieben Giraffen: sie sind so elegant, grazil – und gleichzeitig wirken sie als ob sie zwei linke Füße hätten.

 

 

We wonder if there are more springboks in Namibia than people? The people population is just over 2 million (that’s almost 3 people per square km) and we are sure the springboks are more! Note: checking online tells us it’s not quite the case, but they are almost half, at at least 750,000.

Wir fragen uns ob es in Namibia mehr Springböcke als Einwohner gibt? Die Einwohnerzahl des Landes liegt bei knapp über 2 Millionen (das sind nur fast 3 Einwohner pro Quadratkilometer) und wir sind uns eigentlich sicher, dass es hier mehr Springböcke gibt.

Notiz: wir haben das online gecheckt und es scheint jedoch nicht ganz der Fall zu sein. Man schätzt, dass es nur fast halb so viele Böckchen hier gibt – mindestens aber 750.000.

 

Oryx are odd creatures. They have black and white faces like masks for a performance in an Indian theatre, which hide all facial expressions. They have black thighs and knee-high white socks, like a local in the Caribbean wearing Bermuda shorts. They also don’t think much of the gawping tourists: as soon as we approach and are getting the camera ready, they turn away and show their impressive backsides in decided disgust.

Oryx sind irgendwie komische Kreaturen. Sie haben schwarz-weiße Gesichter – wie Masken bei einer Aufführung in einem indischen Theater, die alle Gesichtausdrücke verstecken. Sie haben schwarze Fußgelenke und kniehohe weiße Socken – wie ein typischer Bermuda Bewohner in der Karibik sie zu seinen Shorts trägt. Sie halten auch nicht viel von gaffenden Touristen – sobald wir näher kommen und unsere Kamera zücken, drehen sie sich um und zeigen uns ihr beeindruckendes Hinterteil in Abscheu.

 

African animal encounters wouldn’t be complete without zebras and we see plenty of them all over the place. The closest encounter was arriving at a rare, wild camping spot and four of them are grazing just at the end of the short, narrow valley. They keep a sensible distance and watch us from the hill. Stocky, muscly, little wild horses. They’re always on the alert, each with their unique fingerprint of stripes that continue through their stubby manes and they gleam in the bright sunshine.

Afrikanische Tierbegegnungen wären nicht komplett ohne Zebras und die finden wir hier in jeder Gegend. Eine der nahesten Begegnungen war, als wir uns einen der wenigen Wild-Camping Spots ausgesucht hatten und 4 von ihnen sich direkt am Ende des kleinen Tales befanden. Sie halten einen gewissen Sicherheitsabstand und beobachten uns von einem kleinen Hügel. Stämmige, muskulöse, kleine Wildpferde. Immer auf der Hut und alle mit ihrem unverwechselbaren Fingerabdruck auf dem Körper – er reicht sogar bis in die letzte Haarspitze Ihrer bürstigen Mähne- wunderschön strahlend im hellen Sonnenlicht.

 

At the artificial waterhole in Erindi, eyes trace your movements from the water’s surface. Then you see the ears. Then comes the most enormous mouth with huge white teeth: he obviously goes to a good dentist as he yawns and stretches Five minutes later, he hauls up his heavy self, out of the water and lumbers onto the grass in front of us. Followed by his mother and a very protective father. We almost feel intimidated, but we’re safely behind a fence. It’s akin to a zoo, but then we realise actually it’s us who is caged in! They can roam around freely and as it becomes almost too dark to see, the wide-reaching spotlights illuminate the waterhole and a couple of crocs become apparent, dozing at the water’s edge, while a whole theatrical curtain of springbok pass from right to left in the background.

An einem künstlich angelegten Wasserloch in Erindi, beobachten dich Augen direkt von der Wasseroberfläche aus. Dann siehst du die Ohren. Dann taucht der enorme Mund auf mit riesigen weißen Zähnen – er hat wohl einen sehr guten Zahnarzt – dann gähnt er ausgiebig und fünf Minuten später streckt er sich und hievt sich anschließend selbst aus dem tiefen Wasser und bewegt sich recht schwerfällig über das Gras direkt vor uns. Nach ihm folgen seine Mutter und anschließend der beschützende Vater. Wir fühlen uns leicht eingeschüchtert, allerdings stehen wir hinter einem Zaun in Sicherheit. Es hat etwas von einem Zoo, aber dann realisieren wir, dass eigentlich wir die Eingezäunten sind! Sie können sich frei bewegen und es wird langsam zu dunkel um noch etwas zu sehen. Dann erstrahlen weitreichende Scheinwerfer und wir entdecken zwei Krokodile die am gegenüberliegenden Ufer dösen und im Hintergrund läuft eine ganze Herde von Springböcken theatralisch von links nach rechts.

Listen to the sounds as well!

 

Tom seems to have a wish list in his head of which animals he would like to see and now and again he says something like, “I’d love to see an elephant,” and round the next corner, what appears but an elephant. He’s scratching his bum on a termite hill, but he’s so heavy, the mound collapses below him, it’s quite comic! A short drive later and a whole herd crosses the road ahead of us, at least 20 of them, the last one across a small baby, wagging its tail. So cute!

Tom scheint eine Tickliste mit Tieren im Kopf zu haben, die er unbedingt vollständig abhacken möchte und ab und zu sagt er zum Beispiel: „Ich würde zu gerne jetzt einen Elefanten sehen.“ – Und was erscheint direkt hinter der nächsten Ecke – ein beeindruckender Elefant. Er ist gerade dabei seinen Hintern an einem Termitenhügel zu kratzen, aber er hat so viel Gewicht, dass der Termitenbau neben ihm zusammenbricht – eine recht skurrile Szene! Ein Stückchen weiter kreuzt plötzlich eine ganze Herde die Piste vor uns, mindestens 20 Elefanten und der Letzte von ihnen ist noch ein kleines Baby mit wedelndem Schwanz. So was von süß!

Wait for the baby!

 

All that remains now on the tick list are rhinos and lions. As the former are so shy, we never expected to see any. We’ve just travelled from the relatively recently opened West Gate to Etosha and are camping at Olifantsrus camp. Luckily a ranger comes over and tells everyone there’s a black rhino approaching! We hurry as quickly, but quietly, as possible across the elevated walkway to the hide overlooking the watering hole. We all sit in awed silence, like at prayers in a cathedral. After a few brief moments he’s already munched and waddled his way almost out of view, into the dusk and there’s nothing left for us to do except enjoy the gloriously setting sun. Two days later we are lucky enough to see 3 white rhinos in the distance, too.

Jetzt fehlen nur noch Nashörner und Löwen auf der Tickliste. Weil die Ersteren so besonders scheu sind, erwarten wir eigentlich nicht wirklich welche zu entdecken. Wir waren heute von dem vor kurzem eröffneten Westtor des Etosha Parks gestartet und übernachten im Olifantsrus Camp. Glücklicherweise kommt ein Parkwächter vorbei und sagt allen, dass gerade ein Nashorn sich nähert! Wir machen uns sofort auf den Weg, möglichst leise, über den erhöhten Steg zum Aussichtsturm am Wasserloch. Wir alle setzten uns in andächtiger Stille – wie beim Gebet in einer Kirche. Nach wenigen kurzen Momenten zieht es leider wieder mampfend und stampfend von dannen und wir können es kaum noch in der Weite und Dämmerung erkennen. Uns bleibt nichts anders übrig als den glorreichen Sonnenuntergang zu bestaunen. Zwei Tage später haben wir wieder das Glück drei weitere Nashörner aus der Entfernung zu beobachten.

 

It’s not just animals on the ground we encounter either, there are plenty of the winged variety too. Gruff-looking vultures sitting atop trees or circling overhead, funny flamingos moving en masse to one point then turning, again en masse, in another random direction. Like insects, I’m not keen on bats either. While trying to star gaze one night, and Namibia has HUGE starry skies, we have to beat a retreat into bed as 2 bats keep flying up to us and getting within 15cm of our faces, before their sonar beep to them to change course.

Es sind natürlich nicht nur Tiere auf dem Boden die uns begegnen – es ist auch eine Menge Geflügel unterwegs. Grimmig aussehende Geier sitzen auf Bäumen oder drehen Kreise in der Luft. Lustige Flamingos bewegen sich in Massen synchron – erst in die eine Richtung und drehen dann gemeinsam ab in eine andere zufällige Richtung.

Fledermäuse begeistern mich genauso wenig wie Insekten. Eines Abends beobachten wir wieder einmal die Sterne – der Sternenhimmel in Namibia ist echt der Wahnsinn – als 2 Fledermäuse anfangen uns immer wieder ganz knapp vor das Gesicht zu fliegen (bis auf ca 15 cm), bis ihr Sonarpiepen sie dann doch noch dazu bewegt kurz vorher abzudrehen. Uns bleibt leider nichts anderes übrig als uns ins Bett zurückzuziehen.

On this gallery and those below, click on the first photo for larger format and to read our comments or the names

Monkeys and baboons pop up all over the place. And I have to tell you, they are not as sweet as they might appear. They are big, quick and loud! And they are specialised in stealing things from campsites, so we are careful to pack everything away and close the doors. On one of our first days in the country, we forgot about them and as we were drinking our morning coffee outside, still half asleep, with the back doors wide open as usual, I suddenly see a cheeky monkey looking at me out of one of Bruce’s windows from the inside! In utter surprise I scream as loudly as I can to try to scare him out. Jens reacts, equally shocked, by leaping onto the front seat, as, having not noticed anything of the monkeys, thinks there must be a lion or something similar nearby, ready to attack us! Wish we had it on video!

One evening in a canyon of the Waterberg Plateau we hear the baboon chiefs calling to each other across the valley. It’s almost bloodcurdling. Tom and Jens see them lunge passed us, only metres away. They are beside themselves as they excitedly explain afterwards how big and impressive they are when you are not sitting in the safety of your car – one mother with her baby piggyback, even screamed at them loudly and protectively, showing her impressive teeth, to make sure they would not attempt to get any closer to her.

Affen und speziell Paviane tauchen auch immer wieder auf. Und glaubt mir, sie sind nicht so süß wie sie zunächst erscheinen. Sie sind groß, schnell und laut! – Und haben sich darauf spezialisiert Dinge von Campingplätzen zu stehlen – wir müssen also immer alles sicher im Auto verstauen und alle Türen schließen.

Einmal haben wir es vergessen, als wir morgens – noch halb schlaftrunken und kaffeetrinkend – außen neben Bruce saßen und die Hecktür wie früher einfach offen stehen gelassen hatten. Plötzlich sehe ich wie mich ein Affe durch das Seitenfenster aus dem Inneren von Bruce beobachtet. Vor lauter Schreck schreie ich mit aller Macht los, um ihn aus dem Auto zu scheuchen. Jens, der von der ganze Sache nichts mitgekommen hatte erschrickt dermaßen, dass er mit einem Satz auf den Fahrersitz flüchtet, weil er vermutete das ein Löwe oder etwas ähnliches gerade dabei war uns anzugreifen. Ein Szene für die Götter!

In einem Canyon des Waterberg Parks hören wir wie die Paviangruppenführer sich gegenseitig quer über das gesamte Tal zurufen. Da gerinnt einem das Blut in den Adern. Tom und Jens beobachten am nächsten Morgen wie eine große Gruppe an unserem Camp vorbei zieht. Beide erzählen später aufgeregt von der Situation – wenn man nicht im Schutze unserer Autos sitzt wird einem erst klar wie groß und beeindruckend diese Paviane sind – eine Mutter zum Beispiel trug ihr Baby auf dem Rücken und als sie bemerkte, dass Tom und Jens in der Nähe waren, schrie sie beide lautstark und zum Schutz ihres Babys an und zeigte dabei ihre beeindruckend langen Zähne – nur um sicherzustellen, dass die beiden keinen Versuch unternehmen noch etwas näher zu kommen.

 

Leopards are shy creatures and nocturnal hunters, so we are amazed to see one crossing the road in Erindi, lumbering into the bushes as slinky as he can manage. But the moment is too quick and too far away to take a photo.

Leoparden sind auch besonders scheue Tiere und nachtaktive Jäger – wir sind von daher sehr überrascht, als wir dann tatsächlich eine solchen beobachten, wie er eine Piste in Erindi überquert, um dann direkt wieder so unauffällig aber katzenhaft wie möglich im Bush zu verschwinden. Leider ist der Moment zu kurz und weit entfernt, um mit einem Foto festzuhalten.

Watch the chattering squirrel instead!

Lion! Lion! Lion!” Thank goodness we have walkie talkies and Tom’s sharp eyes. Jens and I have already whizzed by, thinking we’ve no chance now of finding the elusive lions. Even in Erindi we only saw their footprints, never the real thing. Such a shame we are here in rainy season, when the wild animals are scattered all over this park a little larger than the size of Israel. We reverse back the 200 metres and there, right next to the road is a male lion, panting in the shade of a tree, behind him 2 further youngsters. It is a sublimely majestic sight and we have goose pimples in our excitement. It’s incredible to think we are right next to them, just watching them sit and sniff at the breeze appreciatively.

Löwe! Löwe! Löwe!” Zum Glück haben wir Funkgeräte und Toms scharfe Augen dabei. Jens und ich waren bereits vorbeigefahren und dachten sowieso, dass wir kaum eine Chance haben würden einen schwer zu entdeckenden Löwen zu finden. Selbst in Erindi hatten wir nur Abdrücke der Tatzen im Sand entdeckt, aber nie die Großkatze in voller Gestalt. Irgendwie echt schade, dass wir gerade in der Regensaison hier sind, in der sich alle Tiere über das gesamte Gebiet verteilen – es ist etwas größer als die Fläche Israels. Wir fahren ca. 200m vorsichtig rückwärts und da, direkt neben der Straße, liegt ein männlicher Löwe, dösend im Schatten eines Baumes, und hinter ihm zwei weitere jüngere Löwen! Es ist ein majestätischer Anblick der alles andere übertrifft und wir bekommen Gänsehaut von unserer Begeisterung. Es ist wirklich unglaublich zu erleben, dass wir direkt neben ihm stehen und dabei zusehen wie er dort sitzt und genussvoll die Brise einatmet.

And to round it off: some more of the adorable creatures we managed to get photos of:

Hopefully we can amuse you with further stories as we continue across the continent.

Hoffentlich können wir Euch in Zukunft mit weiteren solchen Geschichten amüsieren, während wir unsere Durchquerung des Kontinentes fortsetzen…

Until next time!

Bis zum nächsten Mal!

 

Taking a closer look at South Africa

South Africa >> 5 Jan – 9 Feb >> 4,400+ km
“Yes, but you have to prove that you will be leaving the country within the allotted time.” We’re at the airport in Cape Town, having flown in from our short pre-Christmas interlude in Europe, and the border guard repeats her sentence for a third time. And for the third time we repeat we don’t have any proof, we can only tell her of our plans. Going round in circles is pointless and she seeks support from her boss. We’re not too worried, but we are surprised. We hadn’t even considered rules or guidelines that, strictly speaking, you need to show your onward tickets to be allowed to enter the country; it hadn’t happened on the other occasions. So we have to sit it out. Fortunately for us, our pictures and stories and link to this blog are enough to persuade the immigration officials that we really would be leaving the country within the permitted 90 days. After almost an hour in the queue after leaving the plane to arriving to the desk, to another 45 minutes explaining our intentions to the official, her boss and her boss above, we were allowed back into South Africa, phew!

With Bruce now sporting tinted windows and looking very dashing indeed, we finally set off on our African adventure on 5 January 2017 and head for the southernmost point on the continent. We’re shocked by the information given by some well-journeyed, international travellers that at least 75% of our time will be spent on campgrounds: either the areas aren’t safe, or there is simply no access to the countryside, with hundreds of thousands of kilometres of land being fenced in! Whether this is to keep wild animals in or wild people out, we have no idea, but definitely in my next life I’d like to be manufacturer and merchant of wire fencing in South Africa: I’ll probably be as rich as Bill Gates. But for now, we wonder whether we’ll be able to spend nights under the sky, just us with Mother Nature.

 

Tiefere Einblicke – Südafrika

„Ja, aber Sie müssen belegen können, dass Sie das Land während des erlaubten Aufenthaltes wieder verlassen.“ Wir sind gerade am Flughafen in Kapstadt angekommen – nach unserem vorweihnachtlichen Kurzaufenthalt in Europa – und die Grenzbeamtin wiederholt die Satz gerade zum dritten Mal. Und zum dritten Mal antworteten wir, dass wir keine Belege haben – wir können ihr nur von unseren weiteren Reiseplänen erzählen. Wir hatten uns noch nicht einmal ansatzweise mit den Regeln einer Wiedereinreise beschäftig; normalerweise muss man ein Ausreiseflugticket vorzeigen, um in das Land einreisen zu können – bei der letzten Einreise hatte niemand danach gefragt. Also mussten wir die Situation geduldig aussitzen. Glücklicherweise reichen unsere Fotos, Geschichten und der Link zu diesem Blog aus, um die Grenzbeamtin davon zu überzeugen, dass wir wirklich das Land innerhalb der nächsten 90 Tage wieder verlassen werden. Nachdem wir zuerst über eine Stunde in der Schlange gestanden hatten, und dann weitere 45 Minuten lang damit verbrachten unsere Intentionen den Offiziellen zu erklären, ihrem direkten Vorgesetzten und Vorgesetzten dieser Person, wurden wir schließlich doch wieder ins Land gelassen. Puh!

Am 5 Januar starten wir nun endlich unser Afrika Abenteuer und Bruce hat jetzt dunkel getönte Scheiben und sieht damit noch verwegener aus als zuvor. Zunächst sind wir geschockt von den Informationen, die wir von anderen weitgereisten Overlandern erhalten – wir werden vermutlich mindestens 75% aller Übernachtungen hier auf Campingplätzen verbringen? Entweder sollen manche Gegenden nicht sicher sein zum Wild-Campen oder es gibt meist überhaupt keinen Zugang zur freien Natur; weil hunderttausende von Kilometern Land eingezäunt sind! Ob es nun dazu dienen soll wilde Tiere drinnen zu halten oder wilde Typen draußen – keine Ahnung, aber in meinem nächsten Leben werde ich auf jeden Fall Hersteller und Händler von Drahtzäunen in Südafrika: dann werde ich vermutlich so reich wie Bill Gates. Aber jetzt fragen wir uns erstmal, ob wir hier überhaupt wieder die Gelegenheit bekommen werden unsere Nächte alleine in der Natur und unter dem Sternenhimmel zu verbringen?

 

The Klein Karoo (not Kangaroo as I usually read it!) seems expansively monotonous at first. Yet on closer inspection it is full of colourful, endemic, and for us exotic plant life. It offers us a plethora of mountain passes, and we crisscross over tar, gravel and mud, admiring splendid views across the endless countryside. We bump over the Oxwagon Trail, instilling us with a sense of history of the colonising pioneers 150 years ago, as we trace the routes the farmers and post took to get from the coast to the main route traversing the country inland.

Later, driving through Baviaanskloof (Baboon Valley) from West to East was a recommendation that pleased us immensely and we spent a day driving alone through unspoiled nature, glimpsing our first oryx, kudu and buffaloes on the continent. The valley also lived up to its name, with plenty of baboons and other monkeys, who are all rather more shy than we expected. While we’re sure there are closer encounters ahead of us on our trip, we’re euphoric about everything: the plants, the animals and the offroading: brilliant!

 

Klein Karoo (nicht Kangaroo, wie ich es normalerweise lese) scheint zunächst ausgedehnt monoton zu sein. Allerdings bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine Pflanzenwelt voller Farben, oft endemisch und für uns exotisch. Die Gegend bietet uns eine Fülle an Bergpässen und wir fahren über Asphalt, Geröll und Matsch und bewundern dabei die weiten Ausblicke über die endlose Landschaft. Wir stolpern unter anderem über die Ochswagen-Wege, die uns ein gewisses Verständnis für die Pioniere der Kolonialzeit vor etwa 150 Jahren einträufeln, während wir den alten Routen der Farmer und der Post folgen um von der Küste zu den Hauptinlandsstraßen zu gelangen und durchqueren dabei das nahe Bergland.

Später folgen wir einer Empfehlung, über die wir im Nachhinein wirklich sehr dankbar sind, und durchfahren das etwa 200km lange Baviaanskloof (Tal der Paviane) von Westen nach Osten. Wir fahren einen vollen Tag durch unberührte Natur, erhaschen unsere ersten Blicke auf Oryx, Kudu und Büffel auf diesem Kontinent. Und der Name dieses Tales ist durchaus zutreffend – wir sehen viele Paviane und andere Äffchen, die sich als wesentlich scheuer herausstellten, als wir es erwartet hatten. Während wir uns sicher sind, dass wir noch viel dichtere Begegnungen haben werden während unserer Reise, sind wir doch euphorisch über alles: die Pflanzen, die Tiere und das Offroad-Fahren – grandios!

 

The 12km long Paradise Ridge outside Wilderness on the Garden Route is a must, whether it’s for paragliding or for listening to Jacques, who can regale his listener for hours with many amusing tales, but particularly funny were his anecdotes about driving the Magic Bus from Amsterdam to Kathmandu in the early 1970s. Looking at Jacques now, outwardly, a strong bull of a man, hiding a gentle giant; wide, builders’ hands, longish grey hair, pulled back into a pony tail; long, thick, frizzy Santa Claus beard, though too grey and maybe even hinting at tobacco-stained to be the real thing; dark glasses, bare feet and a shortness of breath that can only come from such a lifestyle, you can immediately place him back in those fun, adventurous, hazy days.

Probably just on the other side of legal, but with never an ill intention, he bluffed his way over borders, travelled on a friend’s second British passport for a while, whose mother vouched for his identity when called by an ambassador, entered Turkey with 40 bottles of whisky in the hold using everyone else’s allowance, along with an impressive collection of Playboy magazines ready to hand out as presents to police at checkpoints and guards at border posts where necessary for the rest of the journey, which seem to have generally worked a treat.

His land also has a 4×4 trail on it with a hill trek known as “F-ugly” and I took my very first deep sand driving turns with Bruce! Exciting but also good preparation for our future adventures in Africa, thank you, Jacques!!

 

Paradise Ridge, die 12km lange Dünenklippe in der Nähe des Ortes Wilderness an der Gartenroute, ist Pflichtprogramm – egal ob zum Gleitschirmfliegen oder um Jacques zu besuchen, der einen mit seinen Geschichten für viele Stunde bestens unterhalten kann – besondere lustig waren seine Anekdoten aus den frühen 70er Jahren, als er den „Magic Bus“ viele Male von Amsterdam nach Kathmandu gefahren ist. Heutzutage ist Jacques ein starker Bulle von einem Mann, der in sich einen sanften Riesen verbirgt; breit gebaut; riesige Hände eines Arbeiters; graues Haar, das hinter dem Kopf zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden ist; einen langen, dicken, wuscheligen Weihnachtsmann-Bart – allerdings vielleicht dafür etwas zu grau und mit ersten Anzeichen von Tabakverfärbungen, um wirklich echt zu sein; dunkle Sonnenbrille; barfüßig und etwas kurzatmig – was wohl von dem Lebensstil herrührt, in dem man sich ihn sofort wieder vorstellen kann: spaßige, abenteuerliche und benebelte Zeiten.

Vermutlich leicht auf der anderen Seite der Legalität, aber ohne jegliche schlechte Absichten, schaffte er es auf ungewöhnliche Weise über Grenzen, die ihm sonst verwehrt worden wären: zum Beispiel nutzte er zeitweise den Zweitpass eines britischen Freundes, dessen Mutter sich für die Echtheit verbürgte, als sie von einem Botschafter zur Überprüfung angerufen wurde; er reiste in die Türkei ein mit 40 Flaschen Whiskey im Gepäck und nutzte dabei die pro Kopf Limits aller mitreisenden Gäste aus und zusätzlich eine beeindruckende Sammlung von Playboy-Magazinen – alles um gerüstet zu sein Polizisten an Straßenkontrollen und Beamte and den Grenzkontrollen bei gegebenem Anlass zu beschenken, in der Hoffung jegliche Verzögerungen oder Unannehmlichkeiten auszuschließen und dies gelang natürlich in der Regel.

Auf seinem ausgedehnten Grundstück in den Dünen gibt es zudem eine Offroad-Trainingsstrecke mit dem weit bekannten Steilanstieg namens „F-ugly“ und ich unternahm hier meine ersten Tiefsandfahrten mit Bruce! Spannend, aber auch eine gute Vorbereitung für unsere zukünftigen Abenteuer in Afrika, vielen Dank, Jacques!!

 

Hiking in the Drakensberge is not for the unsure-footed, faint-hearted or in the rain! The path up from Sentinel car park at Witsieshoek is narrow and rocky, but not too steep. On occasion you have to clamber over some boulders: if you lost your grip you’d slither a long way down to the valley floor! The white, wispy clouds swirl around us, not a speck of blue sky to be seen. We continue upwards, ignoring the viewpoints off-track: white walls of cloud aren’t worth the additional energy expenditure. The chain ladders assist on the last vertical, so everyday ramblers like us can make it to the summit without crampons or ropes. They’re only fixed at the top, so they creak and scrape along the rock face as your weight moves them. I recognise an exceptionally unusual inner fear slowly emanating from Jens, brought on by some worrying memory from his army days. Rung after rung, hand up, foot up, hand up, foot up, remember to breathe, we make it! Just cross the plateau to finally arrive at the Amphitheatre edge, to be rewarded with an endless view of …white, swirling cloud! Now it’s hovering below us, while above us, at long last, our bright blue sky. It’s from here the second highest waterfall in the world falls down several levels. About 1,000m down a green funnel, though we can only vaguely make out the outline of the first couple of steps. At least the return walk isn’t too short and after a picnic lunch we eventually gain commanding views of this lofty, majestic ridge, even grander than imagined and we have to take care not to fall over backwards, or forwards, in awe! With a second walk under our belts we can safely label the area and hiking as stupendous!

 

Das Wandern in den Drackensbergen ist nichts für Leute, die etwas unsicher auf den Beinen sind, oder zaghaft oder im Regen! Der Wanderweg hoch vom Sentinal-Parkplatz bei Witsieskoek ist schmal und zum Teil felsig, aber nicht zu steil. Von Zeit zu Zeit muss man über ein paar Felsen klettern: wenn man dabei seinen Halt verlieren würde, würde man tief hinab in die Talsohle poltern! Die feinen, weißen Wolken wirbeln um uns herum – kein Hauch von blauem Himmel zu erkennen. Wir gehen weiter bergauf und ignorieren die Aussichtpunkte abseits des Weges: die weißen Wolkenwände sind es nicht wert die zusätzliche Energie aufzubringen. Die Stahlkettenleiter hilft uns dabei die letzte Vertikale zu erklimmen, so dass Alltagswanderer wie wir es bis zum Hochplateau schafften – ohne Steigeisen oder Leinen. Die Leitern sind nur am oberen Ende befestigt und sie rutschen und kratzen an der Felswand beim hinaufsteigt und wenn sich unser Eigengewicht neu verteilt. Ich bemerke wie langsam eine außergewöhnlich seltene innere Angst von Jens ausströmt, die wohl von Sorgen bereitenden Erinnerungen seiner Bundeswehrzeit stammen. Stufe für Stufe, Hand hoch, Fuss hoch, Hand hoch, Fuss hoch, vergiß nicht zu atmen – und wir haben es geschafft! Wir müssen nur noch kurz ein Stück des Plateaus überqueren und stehen dann endlich an der steilen Kante des Amphitheaters und werden belohnt von einer endlosen Aussicht auf … weiße, wirbelnde Wolken! – Jetzt sind die Wolken allerdings unter uns und über uns zu guter Letzt erstrahlt zumindest der blaue Himmel. – Von hier stürzt der zweithöchste Wasserfall der Welt über mehrere Absätze etwa 1000m hinab in einen grünen Trichter, allerdings können wir nur kurz schemenhaft die ersten beiden Absätze erkennen.

Auf dem nicht zu kurzen Rückweg werden wir dann nach unserem Picnic doch noch mit fantastischen Ausblicken auf diese beeindruckende und majestätische Gebirgskante belohnt – noch ausgedehnter als in unseren Vorstellungen und wir müssen aufpassen nicht vorwärts oder rückwärts umzufallen vor lauter Ehrfurcht!

Nach zwei ausgiebigen Wanderung in dieser Umgebung, können wir diese Gegend getrost als wirklich umwerfend bezeichnen!

If we thought the Klein Karoo was sandy and rather arid, Richtersveld National Park really is as dry as bones, hinting at the desert in Namibia, just across the border and the Orange River. Here again, on second look, there is so much more plant life than initially appears. Between sand and rocks, cacti are in bloom as are little desert flowers where the water is seeping out of pipes. There are strange plants we’ve never seen before, such as the HalfMens trees, the quiver trees and Pearson’s Aloe. The colours of the rocks are a rainbow of reds, yellows, greens and lilacs with bands of dark minerals clearly visible.

Zunächst dachten wir Klein Karoo wäre bereits sandig und ziemlich trocken, aber Richtersveld National Park ist echt knochentrocken und gibt uns erste Hinweise für die noch bevorstehende Wüste in Namibia, nur einen Katzensprung von hier, auf der anderen Seite des Grenzflusses Orange. Und auch hier wieder, auf den zweiten Blick, gibt es so viel mehr Pflanzenleben als es zunächst erscheint. Zwischen Sand und Felsen blühen Kakteen und kleine Wüstenblümchen – wo Wasser aus Leitungen sickert. Es gibt eigenartige Pflanzen, die wir vorher noch nie zu Gesicht bekommen haben, z.B. den Halfmens Tree, den Köcherbaum und Pearson’s Aloe. Die Farben der Felsen sind ein Regenbogen aus Rot-, Gelb-, Grün- und Violetttönen und dunkle Streifen aus Mineralien sind deutlich erkennbar.

Earlier in the trip, the Wild Coast is the first time we start to feel like being in Africa. When you arrive at the seaside, looking remarkably like a Kent coastline, complete with chalk cliffs, only in green, it’s hard to believe that that a mere 100m inland Black Africa starts. Colourful, clay roundhouses (rondavel) are everywhere; there’s hardly a square, brick building in sight. The older ones with thatched roofs, newer with corrugated metal, all the better for collecting rainwater. The hills undulate gently and villages of perhaps 20 huts speckle a whole hill, or even two.  Here we feel none of the fear city inhabitants try to warn us of; we feel welcomed. Some look extremely perplexed to see us, it appears not too many tourists manage to totally lose their way, as we do in the myriad lanes, trying to reach project Bulungula Lodge. But frowns of confusion quickly turn to welcoming smiles and thumbs-up motions. This isolated backpackers sitting on virgin coastline is a showcase project of giving back to the community. In the Christmas edition focussing on “inspiration” of Cape Town’s The Big Issue, a magazine to support homeless and needy people, we also read an article by Gus Silber  with other examples of promising promoters.  If every wealthy resident of SA managed just one such empowerment project, the country could surely only be a better place?

We still, however, feel the racial segregation and see some of the 14 million hungry citizens we mentioned in our first blog post. At the crossroads in a small town, the adverts are for abortions for 150 ZAR (approx. 10 €) and there are more funeral parlours than corner shops: hardly a surprise in this country where the government ignored HIV & AIDS for years. President Mbeki for example, Mandela’s successor, held the view there was no link between HIV and AIDS and therefore blocked the provision of anti-retrovirals (appropriate drugs) in state hospitals, thereby contributing to over five million deaths from AIDS-related illnesses and leaving a million children orphaned.

Today, child mortality (under 5s) is more than 10 times higher than in Germany (40.5/1,000 as opposed to 3.2). “The image of Nelson Mandela walking out of prison after 27 years, in 1990, inspired us in South Africa and the world. We vowed to deliver a better life to our people. Twenty-two years later that image of hope is blurring and that noble legacy is in tatters because of the greed of a political class which mirrors its counterpart of the robber barons of our apartheid past,” wrote Jay Naidoo in the same Christmas Big Issue as Gus Silber, above. I found it interesting to note that the correct pronunciation of apartheid is apart-hate: This is not its meaning in Afrikaans, only the pronunciation, but have you every heard of anything more appropriate?

History, culture, society and their issues are never as clear-cut nor as black and white as I might make them seem, are they? We hear of the other side of the coin, too, of white friends being hounded out of their positions by political motivations and the need to fulfil quotas. It’s tough to be passed over for a job or promotion, knowing you have more experience and talent than the chosen candidate, just because you are White! What we can give you here are only the first impressions of fleeting tourists, but the moments we experience give us cause for discussion and reflection, not only for hours, but days and weeks.

Etwas früher auf unserer Tour haben wir beide an der „Wild Coast“ zum ersten Mal das Gefühl wirklich in Afrika angekommen zu sein. Als wir an der Küste ankommen, die der Südküste Englands überraschend ähnlich sieht – samt Kalklippen, allerdings nur in grün – kann man es kaum glauben, dass nur wenige hunderte Meter Inland das schwarze Afrika beginnt. Farbenfrohe Rundhäuser aus Lehm (Rondavel) stehen überall; es gibt fast keine rechteckigen Häuser aus Backstein. Die älteren von ihnen haben Reetdachbedeckung, die neueren haben Wellblechdächer, um die Regenwassergewinnung zu verbessern. Die Hügel verteilen sich in leichten Wellen über die gesamte Landschaft und die Dörfer bestehen vielleicht aus etwa 20 solcher Hütten die über 1-2 Hügel versprenkelt sind. Hier verspüren wir in keinster Weise die Angst, vor der uns die Einwohner der Städte gewarnt haben – wir fühlen uns willkommen. Einige der Leute sehen zunächst total überrascht aus uns hier zu sehen – es scheint so, als ob sich nicht viele Touristen in diese Gegend verirren – wie wir es getan haben in diesem ausgedehnten Wirrwarr von Feldwegen und in der Hoffnung das Projekt Bulungula Lodge an der Küste zu erreichen.

Aber die kurzzeitigen Fragezeichen in den Gesichtern der Bewohnern weichen schnell einem freundlichen Lächeln und „Daumen hoch“ Gesten. Die weit abgelegene Backpacker Lodge liegt direkt an der unberührten Küstelinie und ist ein Vorzeigeprojekt mit dem Ziel des „Zurückgebens an die Dorfgemeinschaft.“ In der Weihnachtsausgabe von Kapstadt’s „The Big Issue“ Magazins (eine Zeitschrift von und für die Unterstützung Obdachloser), in einem Artikel von Gus Silber unter der Premisse der „Inspiration“ beschrieben, werden einige weitere vielversprechende Projekte genannt. Wenn jeder wohlhabende Einwohner Südafrika’s nur eines solcher Mitverantwortungs-Projekte in Gang bringen würde, dann könnte das Land mit Sicherheit nur ein besserer Ort für alle Bewohner werden.

 

Wir spüren aber weiterhin die Trennung der Rassen and treffen auf einige der 14 Millionen hungernden Einwohner, die wir bereits in unserem ersten Blog Post erwähnten. An einer Kreuzung in einer kleinen Stadt sehen wir überall Werbung für Abtreibungsangebote ab 150 ZAR (etwa 10 Euro) und es gibt mehr Beerdigungsunternehmen als kleine Straßengeschäfte: keine wirkliche Überraschung in einem Land, in dem die Regierung HIV & AIDS jahrelang ignoriert hat. Präsident Mbeki zum Beispiel, Mandela’s Nachfolger, war der Meinung, dass es keine Verbindung zwischen dem HIV Virus und AIDS gibt und hat von daher die Bereitstellung von Anti-Retroviralen (entsprechenden Medikamenten) in Krankenhäusern blockiert und hat damit dazu beigetragen, dass über 5 Millionen Menschen an durch AIDS entstandenen Erkrankungen gestorben sind und 1 Millionen Waisenkinder hinterblieben.

Die Kindersterblichkeitsrate (unter 5 jährige) liegt etwa 13mal so hoch wie in Deutschland (40,5 von 1000 im Gegensatz zu 3,2).

„Das Bild von Nelson Mandela, als er 1990 nach 27 Jahren Haft entlassen wurde, hat uns in Südafrika und viele in der Welt inspiriert. Wir gelobten ein besseres Leben für unser Volk zu liefern. Zweiundzwanzig Jahre später ist dieses Bild der Hoffnung verschwommen und dieses noble Erbe liegt in Fetzen, denn die Habgier der politischen Klasse heute spiegelt nun das gleiche Verhalten der Räuberbarone aus unserer Apartheids-Vergangenheit wieder“ – schrieb Jay Naidoo in der gleichen Weihnachtsausgabe des „The Big Issue“, siehe oben.

Ich fand es interessant herauszufinden, dass die korrekte Aussprache des Wortes Apartheid, im Englischen betont wie apart-hate ist: dies ist zwar nicht die Bedeutung auf Afrikaans, sondern nur die Betonung, aber habt ihr jemals etwas Zutreffenderes gehört?

Geschichte, Kultur, Gesellschaft und ihre Probleme sind niemals so klar geschnitten, oder so Schwarz-Weiß wie ich sie hier vielleicht erscheinen lasse, oder? Wir treffen auch auf die andere Seite der Medaille, hören von weißen Freunden die aus ihrer berufliche Position auf übelste Art herausgedrückt wurden – nur aus politischer Motivation und um Quoten zu erreichen. Es ist hart eine neue Stelle oder eine anstehende Beförderung nicht zu bekommen, obwohl man weiß, dass man mehr Erfahrung und Talent hat als der ausgewählte Kandidat – und das alles nur weil man Weiss ist!

Was wir Euch hier nur geben können sind erste Eindrücke von Durchreisenden, aber die Momente die wir hier erlebt haben geben uns viele Gründe für Diskussionen und Reflektionen – nicht nur für Stunden, sondern für Tage und Wochen.

Often it’s the people that make the difference from great to fantastic. From entertaining evenings with lovely travellers spent in a couple of Backpackers’ and a conversation with a German Couple at Sentinel car park, all people we hope to see again, to reunions with old and older friends: Yannick & Robin, 3 years after we last saw them in Myanmar, now living in Jo’burg; Michelle and her new family, maybe 5 years after working with her in London and San Francisco, now in Durban; Anja and her family, a whole 25 years since she and Jens last partied in Essen or was it Flensburg or Heide (?!), now also in Durban and living only 500m from Michelle! While travel is all about discovery of your personal unknown, sharing your time with such people gives you the enthusiasm to continue.

Oftmals sind es die Begegnungen mit Menschen, die für uns den Unterschied machen – ob etwas gut oder fantastisch war. Angefangen mit unterhaltsamen Abenden mit super netten Reisenden in ein paar Backpackerhotels, dann eine längere Unterhaltung mit einem deutschen Paar auf dem Sentinal Parkplatz – alles Leute die wir hoffen wiederzusehen. Dann Wiedertreffen mit alten und noch älteren Freunden: Yannick & Robin, 3 Jahre nachdem wir gemeinsam durch Myanmar gereist sind, leben jetzt in Jo’burg; Michelle und ihre Familie, vielleicht 5 Jahre nachdem ich mit ihr in London und San Francisco gearbeitet habe, lebt jetzt in Durban; Anja und ihre Familie, sage und schreibe 25 Jahre seit sie zuletzt mit Jens in Essen gefeiert hat – oder war es in Flensburg oder Heide(?!), sie lebt jetzt auch in Durban und nur etwa 500 Meter entfernt von Michelle!

Während es beim Reisen in erster Linie um die Entdeckung deiner persönlichen Unbekannten geht, geben dir die Begegnungen mit solchen Menschen und Freunden den Enthusiasmus weiter zu machen.

 

Somewhat out of sync: some more photos from around the Cederberg area.