Two weeks in Limbo

Everything’s going so swimmingly. No problems with Bruce, except maybe  the broken windscreen in Botswana. No major illnesses except maybe a 2-day bout of malaria for Jens after Mozambique. No thefts. No dangers of any sort. Great! And tomorrow Max & Alina arrive! We’re really excited! 

27 July: WhatsApp message from Jose (ahead of us on the route north): Any news about the Ethiopian customs? Some people reported problems at the Moyale border 😦

[Moyale is one of the border crossings from Kenya to Ethiopia. It’s not the one we want to use, so I ignore this text for a while.]

1 August: Facebook group “Overlanding Africa” – I’m actually researching something else, when I read this:

27 July: MB in Nairobi: “Just at Jungle Junction in Nairobi. Hearing rumours about the Ethiopian border. New rules within the last 5 days? 300% carnet? Anyone been that way recently? I’ll be giving it a go in a couple of days”.

27 July: AE location unknown: “Yes, been informed that two bikers were told to pay $4,000 each at Moyale border.”

29 July: DB at Djibouti border: “I’m currently stuck at the Djibouti/Ethiopia border and my car can’t enter… the new rules are very real and apparently changed 2 days ago… They accept cash (although they admitted they have no way of processing this, even if I had $20k in my pocket because the rule is so new).”

31 July: MB at Moyale border: “Just been turned around at Moyale… Plan B sit here and phone embassy in Addis Ababa.”

31 July: DB at Djibouti border: “Things aren’t going much better here at the Djibouti border either. They won’t even tell me how much “guarantee” I must pay and say I must first drive, under escort, 112 km to Semera where their office can then calculate…. Unbelievable.”

And so the comments ran back and forth 170 times.

 

Zwei Wochen in der Schwebe!

Alles klappt wie am Schnürchen: Bruce läuft problemlos – außer vielleicht die Windschutzscheibe, die wir in Botswana austauschen mussten; keine schlimmen Krankheiten – außer vielleicht die 2 Tage mit leichtem Malariafieber, das Jens sich in Mosambik eingefangen hatte; keinen Diebstahl; keine Gefahren jeglichen Art – alles läuft bisher hervorragend!  

Und morgen kommen Max und Alina an – wir sind schon total aufgeregt vor Freude!

27. Juli: WhatsApp-Meldung von Jose (der weiter vor uns die Nord-Route fährt): Gibt es was Neues bzgl. des Äthiopischen Zolls? Manche Leute haben Probleme an der Moyale Grenze gemeldet 😦

[Moyale ist eine der Grenzübergangsmöglichkeiten von Kenia nach Äthiopien. Ich beachte die Meldung nicht besonders, da es nicht der Grenzübergang ist, den wir nehmen wollen.]

1. August: Facebook-Gruppe “Overlanding Africa” (“Überland durch Afrika”) – Ich lese während anderer Recherche folgendes:

27. Juli: MB in Nairobi: “Bin gerade in Jungle Junction in Nairobi. Höre Gerüchte wg Äthiopischer Grenze. Neue Vorschriften in den letzten 5 Tagen? 300% Zollcarnet? Hat jemand in letzter Zeit diesen Weg eingeschlagen? Ich werde es in ein paar Tagen versuchen.”

27. Juli: AE Ort unbekannt: “Ja, ich wurde informiert, dass zwei Motorradfahrern gesagt wurde, sie müssten jeder $4,000 am Moyale Grenzübergang bezahlen.”

29. Juli: DB an der Djibouti Grenze: “Ich sitze an der Djibouti-Äthiopien Grenze fest, und mein Auto hat Einfahrt-Verbot… Die neuen Grenzvorschriften sind sehr echt und wurden anscheinend vor zwei Tagen eingeführt… Bargeld wird angenommen (allerdings ist alles so neu, dass sie nicht mal wüssten, wie sie die $20,000 abwickeln würden, wenn ich tatsächlich soviel Bargeld herumliegen hätte).”

31. Juli: MB an der Moyale Grenze: “Bin gerade bei Moyale zurückgewiesen worden… Plan B ist, hier rumzuhocken und die Botschaft in Addis Ababa anzurufen.”

31. Juli: DB an der Djibouti Grenze: “Hier an der Djibouti Grenze sind Dinge auch nicht viel besser. Sie sind nicht mal bereit, mir zu sagen, wie viel ‘Geldpfand’ ich zahlen muss und sie haben mir erklärt, dass ich erst die 112 Km nach Semera mit Polizei-Eskorte fahren muss, wo sich ihr Büro befindet und dann alles berechnet werden kann… Unglaublich.”

Und so ging es weiter, 170 Meldungen zum selben Thema.

 

The wonders of modern technology! Our old days of backpacking and waiting to get to a major city to collect 6-week-old letters at the Poste Restante desk are long gone, as are booking phone calls via operators with enough money for a 2-minute, “I’m alive!” call. These days you get blogs with photos from us at regular intervals, we receive messages with pictures and videos from home, we can make nearly free phone calls via the internet, I can work remotely. And travellers in a particular community, stuck at different borders to the same country, but over 1,000km away from each other, are having a conversation about how it’s all not going in almost real-time!

Is our trip to Ethiopia off?! Our brains are whirring. Within half a day, we’ve sent emails to the ADAC in Munich, who organise the Carnet de Passage for the temporary import of vehicles for some countries; the German embassies in Addis Ababa and Nairobi, and the Ethiopian embassies in Berlin and London (I’m still British as well, after all).

If Ethiopia really is out of reach for overlanders, then our whole drive home via Sudan and Egypt is also off – there is no realistic alternative except through no-go zones like South Sudan or Somalia!

By the end of the day we have 3 alternatives:

Plan A: Wait and see if it’s going to work out and we’ll continue north. This, though, might mean a major delay, and we’re already on a tight schedule to get back home for me to work on my WOOD & Co conference.

Or, Ethiopia is really closed for everyone, then: 

Plan B: we shoot off southwards asap, stopping at some select sights we’d had to skip on the way up. Via Zambia and Botswana all the way back to Cape Town to have another great stay with Philipp, Miriam, Leo and Lotta. 6,000km in 6 weeks. But then that’s the same distance trekking north homeward bound. In the Cape for 3 further weeks, we could get Bruce’s tent renewed, organise a hassle-free shipment back to Europe with Econo Trans and not only have fun with Family von Bodenhausen again, but also one of Jens’s and Philipp’s other best friends, Thomas, who’ll be there on a short family holiday, to boot.

Plan C: Take it easy in Uganda and Kenya and maybe even Tanzania and ship from Mombasa or Dar es Salaam. However, it’s the Kenyan election in one week: in 2007 the result led to violent clashes and 1,500 people being killed. We’re not entirely sure we want to spend much time in Kenya in such circumstances.

 Are we in Limbo or Uganda for the next 2.5 weeks?!

 

Das Wunder der heutigen Technologie! Die alten Sitten, die wir noch vom Backpacking in den 90er Jahren gewohnt waren, sind längst überholt – damals mussten wir noch zum Hauptpostamt jeder größeren Stadt fahren, um 6-Wochen alte Briefe bei der Poste Restante abzuholen; oder wir mussten uns ab und an ein sehr teures 2-Minuten-Telefonat über die Vermittlung leisten, nur um kurz sagen zu können, dass wir noch leben.  

Heutzutage erscheint unser Blog mit Fotos in regelmäßigen Abständen; wir erhalten Nachrichten mit Bildern und Videos von zuhause; wir können fast umsonst über das Netz telefonieren – ich kann sogar in der Ferne arbeiten! Und Reisende an verschiedenen Grenzen zum selben Land und mehr als 1,000 Km voneinander entfernt, können fast in Echtzeit miteinander diskutieren, wie alles gerade NICHT so läuft!

Ist unsere Weiterreise durch Äthiopien jetzt für uns versperrt?! Unsere Gedanken fangen mächtig an zu rotieren. Innerhalb eines halben Tages haben wir etliche Emails geschickt: an den ADAC in München, der für die Ausstellung des Carnet de Passage für Bruce zuständig ist (Dokument für den temporären Import von Fahrzeugen in vielen Ländern), an die Deutschen Botschaften in Addis Ababa und Nairobi, und an die Äthiopischen Botschaften in Berlin und London (ich habe ja schließlich auch immer noch meine Britische Staatsangehörigkeit).

Sollte Äthiopien nun wirklich für Overlander “geschlossen” sein, dann ist unsere ganze Heimreise durch den Sudan und Ägypten im Eimer – es gibt keine realistische Alternative nach Norden – nur Länder, die wir sicher nicht durchqueren wollen, wie Süd Sudan oder Somalia! 

Am Ende des Tages haben wir 3 Optionen für uns gelistet:

 Plan A: Innehalten und abwarten, ob es vielleicht doch noch klappt, und dann nördlich wie geplant weiterfahren. Dies könnte jedoch eine heftige Verspätung mit sich bringen, wo wir doch so und so schon einen ziemlich engen Zeitplan haben, um mich pünktlich zuhause abzuliefern damit ich meine Arbeit für die WOOD & Co Konferenz starten kann.

Plan B: Ab die Post Richtung Süden, unterwegs manche Sehenswürdigkeiten mitnehmen, die wir auf dem Hinweg verpasst haben. Durch Tansania, Sambia und Botswana, den ganzen Weg zurück nach Kapstadt, um Philipp, Miriam, Leo und Lotta noch einmal zu besuchen. 6,000 Km in 6 Wochen… Dieselbe Entfernung, die wir nordwärts Richtung Heimat fahren müssten. Während der 3 Wochen in Kapstadt könnten wir das Dachzelt von Bruce erneuern zu lassen und die unkomplizierte Verschiffung nach Europa mit Econo Trans organisieren. Während dieser unerwarteten Zeit könnten wir nicht nur viel Spaß mit Familie von Bodenhausen haben, sondern auch mit Thomas, einer der besten Freunde von Jens und Philipp, der zufällig genau zu diesem Zeitpunkt einen kurzen Familienurlaub in der Kapstadtregion macht.

Plan C: Uganda und Kenia in Ruhe bereisen, vielleicht sogar auch Tansania weiter erkunden; dann Bruce von Mombasa oder Dar es Salaam nach Europa verschiffen. In einer Woche finden allerdings in Kenia die Regierungswahlen statt: in 2007 führte das Wahlergebnis zu Gewaltausschreitungen mit über 1,500 Toten. Wir sind uns nicht sicher, ob wir wirklich unter solchen Umständen viel Zeit in Kenia verbringen wollen?

Sind wir in den nächsten 2 1/2 Wochen in der Schwebe oder in Uganda?

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2 thoughts on “Two weeks in Limbo

  1. Immer wieder neue Herausforderungen. Aber die sind ja das Salz in der Suppe. Bin gespannt wie Ihr Euch entscheidet. LG Heidi & Nobby

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