Animal Encounters Part 2 – Botswana

From the safety of the car or a plane

We saw a lion after just 10 minutes in the country! A beautiful specimen of the special “black-maned” lions only found in the Kalahari. How lucky are we?! But we’ll return to them later.

Tierbegegnungen aus der beruhigenden Sicherheit des Autos oder Flugzeugs

Den ersten Löwen sahen bereits nachdem wir gerade mal 10 Minuten im Land waren! Ein wunderschönes Exemplar des seltenen „schwarz-mähnigen“ Kalahari Löwen, den man nur hier finden kann. Mann, haben wir ein Glück?! Aber zu den Löwen kommen wir später noch einmal.

 

For the next 2 hours, all we see, as far as the predators are concerned, are tantalisingly trampled rings of grass under the trees, but exasperatingly, never the animals themselves. Then, after our lunch, and also it seems, theirs, we were surprised and enthralled by a group of cheetahs, lolling around in the shade with very full bellies, licking their chops and twitching their elegantly long tails now and again. It’s a proverbial “pinch yourself” moment: very much alive, unfenced-in animals maybe 50m away and we can just wind down the window and gaze on in admiration and delight!

Während der nächsten zwei Stunden sehen wir in Bezug auf Raubtiere nur die verführerischen, plattgelegenen Gräser im Schatten der Bäume, aber frustrierender Weise nicht die Tiere selbst. Aber dann, nach unserem Mittags-Picknick, und wie es scheint auch noch dem ihrigen, überrascht und bezaubert uns der Anblick einer Gruppe Geparden, die gerade mit sehr auffällig gefüllten Bäuchen im Schatten chillen, ihre Tatzen ablecken und mit ihren eleganten langen Schwänzen ab und zu ein wenig herumzucken.

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We are never up early enough in the mornings to catch the nocturnals, like the leopard, finishing their shift, but on the second, particularly long, day in the Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier Park, we were early enough to see the springbok as the sun begins to tinge the sky fiery orange. In these long rays of light we catch the black-striped jackals playing a gleeful game of rough and tumble and these devastatingly cute little guys, the meerkats! “There’s something over there! Noooo, there’s something over there? Really? Nooooooo, I think it’s over here…”

Wir sind leider nie früh genug auf den Beinen, um die Nachttiere zu Gesicht zu bekommen, wie zum Beispiel einen Leoparden der gerade von seiner Schicht zurückkehrt. Aber an unserem zweiten und besonders langen Tag im Kgalagadi (Kalahari) Transfrontier Park, waren wir doch früh genug auf um die Springböcke zu sehen, während die Sonne den Himmel feurig rot färbte. In diesen langen Lichtstrahlen entdecken wir Schabrackenschakale, die herumtollen und diese unglaublich süßen Erdmännchen direkt am Wegesrand! “Da ist doch irgendwas! Nee, da ist irgendwas? Echt? Nee, ich glaube da ist irgendwas!” 

Click on the first photo, then through the rest: they are better in bigger format!

Plenty more Bermuda shorts & theatrical mask-wearing oryx, but they’re closer to us here than in Namibia. And just when we asked ourselves if they ever have calves, or if we are out of season for those, we do indeed spot a couple, in their parents’ care.

Viele, viele Bermudashorts- und Theatermasken tragende Oryx – aber hier sind sie viel dichter an uns dran als bisher. Und gerade in dem Moment, als wir uns fragen, ob sie jemals Babys bekommen oder ob wir in der falschen Saison dafür hier sind, da entdecken wir auch schon einige in der Obhut ihrer Eltern.

 

Ostriches continue to pop up: we never see them with their heads in the sand though! They’re now christened the Can-Can Girls, even though the black ones are male, as they look like the Parisian dancers in mini-skirts, ruffling their mini white petticoats.

Strauße tauchen auch immer wieder auf, allerdings entdecken wir nie einen, der seinem Kopf in den Sand steckt! Wir haben sie jetzt die Can-Can Girls getauft, obwohl die dunkelschwarzen männlich sind, wirken sie doch wie die langbeinigen Pariser Tänzerinnen in Miniröcken, die ihre Unterröcke aufbauschen lassen.

 

There aren’t quite as many elephants in Botswana as springbok in Namibia, but it still hosts the highest population on the continent with over 130,0000. They regularly cross our tracks, or we have to come to an abrupt halt to let an angry-looking set of ears calm down and not charge us. We never tire of watching them. Seeing them bathe at a little waterhole in Chobe National Park, is enchanting but we were a little disappointed not to see them in great numbers along the Chobe River, as our guidebook had led us to believe.

Es gibt nicht ganz so viele Elefanten in Botswana wie Springböcke in Namibia, aber es beherbergt immerhin die höchste Population dieses Kontinents mit über 130.000 Tieren. Immer wieder queren sie unsere Wege – oder wir müssen abrupt anhalten, um dem verärgert aussehenden Ohrenpaar Zeit zu verschaffen, sich zu beruhigen und uns nicht nachzujagen. Wir werden nie müde sie zu beobachten. Ihnen dabei zuzusehen, wie sie in einem kleinen Wasserloch im Chobe National Park ein Bad nehmen ist wirklich hinreißend. Wir waren dann nur enttäuscht keine Elefanten am Chobe Flussufer zu entdecken, wie es die Schreiber von unserem Reiseführer geschildert hatten.

Giraffes greet us all over the place, generally while munching on some fresh leaves and they often take a good, long look at us. What we didn’t get footage of was how, when they have finished drinking, they slide their straight legs together and snap their ankles into “attention”, like at the end of a gymnastic routine, or jumping off the gym bars!

Giraffen grüßen uns überall und von allen Seiten – in der Regel sind sie gerade dabei die Blätter der Bäume zu kauen und beobachten uns gerne dabei. Eine lustige Szene konnten wie leider nicht mit der Kamera festhalten: wenn sie mit dem Trinken fertig sind hüpfen sie vorne hoch, bewegen dabei ihre Beine wieder zusammen und knallen ihre Hacken zusammen wie zu einem „Achtung!“ am Ende einer Turnübung – wenn man zum Beispiel von einem Barren springt!

We also witnessed this curious scene. At first the romantic in us came to the fore, thinking they are caressing each other affectionately. It continues for so long, we leave before the end. Our later research showed that this literal form of necking could be a way of a male showing his dominance over another male and managing a step up the hierarchy.

Wir wurden auch Zeuge dieser merkwürdigen Szene: erst brachte diese romantische Gedanken in uns hervor – wir vermuteten sie schmusen liebevoll miteinander. Es dauerte solange an, dass wir vor Abschluss schon wieder weiter fahren. Unsere späteren Nachforschungen klären, dass dieses buchstäbliche „Halsreiben“ eine Art ritualisierter Kampf ist zwischen zwei männlichen Giraffen und man so versucht in der Hierarchie eine Stufe höher zu gelangen.

 

Usually for a game drive you leave at or just after sunrise and go hunting for a couple of hours. The “Three Scorpions and a Lion” quartet don’t get up quite so early and enjoy the new countryside so much that we keep driving well into the afternoon. On this particular day we had already visited the waterhole close to our camp at around lunchtime (very late on animal viewing time) and had seen nothing. After a short break at camp for a late lunch, we’d decided to go out again in the late afternoon, just to enjoy, and perhaps savour a sunset. We parked on the roadside close to the waterhole and waited. At first there was only a small family of slender springbok: parents and child, grazing on the long yellow grasses, so typical of this area. At the waterhole, 2 oryx appeared and hung their heads low, not to drink the water but to lick the mineral-laden ground. As I was watching them through the front windscreen, Jens’ eyes had wandered out of the window on my side of the car. Through the walkie-talkies he whispered to Christoph and Sonia: “Under the tree over there, straight behind you, you’ll see a lion!” Slowly, so as not to create unnecessary diversions, I sat back down and turned to the side. Sure enough, there was a lioness, half sitting, half poised on her hunches; she leant forward ready to bound out at the split-second-right moment, decided it wasn’t quite the right time and sat back again.

Normalerweise geht man entweder bei und kurz nach Sonnenuntergang auf Safari. Das „Drei Skorpione und ein Löwe“ Quartett allerdings steht nicht ganz so früh auf und genießt auch die Landschaftsbilder so sehr, dass es oft bis in den späten Nachmittag hinein durch die Gegend fährt. An diesem speziellen Tag waren wir bereits einmal mittags (viel zu spät) kurz an dem Wasserloch in der Nähe unseres Campingplatzes und wir haben natürlich überhaupt kein Großwild entdeckt. Nach einem späten Mittagessen im Camp entschieden wir uns dann am späteren Nachmittag noch einmal dorthin zurückzufahren um unser Glück zu versuchen und dort vielleicht den Sonnenuntergang zu beobachten. Wir parken also am Wegesrand – ganz in der Nähe des Wasserloches und warten. Als erstes kam eine kleine, Springbockfamilie vorbei: die Eltern mit ihrem Jungentier schlenderten grasend durch das hohe gelbe Gras – sehr typisch für diese Gegend. Direkt am Wasserloch tauchten zwei Oryx auf, die ihre Köpfe zum Boden reckten – nicht etwa um Wasser zu trinken, sondern um den salzhaltigen Boden abzulecken. Während ich sie durch die Frontscheibe beobachte – streifen Jens’ Blicke in die Richtung meines Seitenfensters. Dann greift er zum „Walkie Talkie“ und flüstert zu Christopf und Sonia: „Unter dem Baum genau hinter Euch ist eine Löwin!“ Langsam, damit ich keine unnötige Unruhe hineinbringen, setzte ich mich zurück und drehe mich zur Seite. Und tatsächlich da ist sie, halb sitzend, halb angriffsbereit; sie lehnt sich nach vorne, damit sie in Sekundenschnelle in Richtung Springbockfamilie losstürmen kann – entscheidet sich dann aber, dass es doch noch nicht der richtige Moment war und setzt sich wieder zurück.

This rocking motion was repeated several times in succession; her gaze very decidedly on the small family, particularly the child. Gosh! It looks like we are very close to seeing a kill! None of us are actually sure we want to witness it, though a bit of you is intrigued at the same time. Then Jens spots her mate just behind in the high grass. He’s much more relaxed, with her there to do the work for him. Did you know it’s only the females who hunt?! Wonderful! The spying game continues for a few moments, maybe five. And the springboks, totally unsuspecting, graze ever closer to the couple! We are astonished that despite the keen senses they must have, they haven’t noticed them yet. They must be upwind or something. Finally, the male springbok picks up the scent, stamps with his hind leg and the mother and child scoot off, as quick as lightning, father very close behind and within seconds must be a few hundred metres away.

Diese Vor- und Rückbewegung wiederholt sich einige Male; immer ihren Blick entschlossen in Richtung der Familie gerichtet – insbesondere auf das Junge. Dann entdeckt Jens auf einmal ihren Löwenmann direkt hinter ihr im hohen Gras. Er ist offensichtlich viel entspannter drauf – sie erledigt schließlich die Arbeit für ihn. Wusstet ihr, dass nur die Löwenweibchen jagen gehen?! Wundervoll! Das Beobachtungsspiel geht noch einige Momente weiter, vielleicht 5 Mal! Und die Springbockfamilie bewegt sich nichts ahnend immer dichter ran an die beiden! Wir können es einfach nicht fassen, dass sie trotz ihrer vermutlich guten Sinne, die Löwen immer noch nicht bemerkt haben. Vermutlich ist die Windrichtung die Falsche oder so etwas? Endlich!! Der Springbockvater hat den Geruch aufgenommen, stampft mit seinem Hinterhuf auf und Mutter mit Kind starten sofort, der Vater folgt nur kurz hinter ihnen und schnell wie der Blitz, innerhalb von Sekunden sind sie alle schon einige hundert Meter weiter.

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But that’s not the end of our encounter! After all that concentration, it’s time for a stretch. The lioness gets up and strolls sedately towards Geissli! At about halfway between them and her starting tree, she stops and sniffs the air patiently. Then it’s the male’s turn. It seems she has checked out the surroundings for him, cleared the path for him, like a boxer heading up for his fight in the ring. Out he comes from his grassy daybed, stretches, yawns and then struts and swaggers over to her. She, in the meantime, has continued her casual saunter up to just 5 metres from Christoph & Sonia! She opens her jowls wide but silently. And MachoMale follows behind. You can’t imagine the tension in the air in our cars! Pure excitement on our side. Pure testosterone (or lion equivalent) on his!

He comes up to a stop just behind her, writhes around in the grass, scratching his back, then sits for a while. Then it seems to be too much for him and he sits like a cat or a dog and stiff as a board, falls rigidly and silently to the side, like a comic figure, and snoozes for a while, one paw still rigidly pointing skyward!!

 

Aber das war noch nicht das Ende dieser Begegnung! Nach all der Konzentration, ist es erst einmal Zeit sich ein wenig zu räkeln. Dann steht die Löwin auf und schlendert ruhig in Richtung Geissli! Auf etwa halben Weg hält sie inne und schnüffelt ruhig die Luft. Dann ist der Löwe an der Reihe. Es wirkt, als ob sie erstmal die Umgebung für ihn vorab gecheckt hat, den Weg geklärt hat – wie ein Boxer, der auf dem Weg zum Kampf in den Ring ist. Er kommt raus aus seinem grasigen Tagesbett, streckt sich, gähnt und stolziert und schwadroniert groß tuend zu ihr rüber. Sie derweil, hat ihren entspannten Spaziergang fortgesetzt und ist jetzt nur noch etwa 5 Meter entfernt von Christoph & Sonia! Und Macho Mann folgt ihr weiter. Ihr könnt Euch nicht die Anspannung, die in unseren Autos in der Luft lag, vorstellen! Reinste Aufregung bei uns. Reinstes Testosteron (oder was auch immer Löwen als Äquivalent haben) auf bei ihm.

Er hält erst kurz hinter ihr an, räkelt sich dann im Gras, kratzt dabei seinen Rücken und setzt sich für eine Weile hin. Dann scheint ihm selbst das schon zu viel zu werden – da zu sitzen wie eine Katze oder ein Hund, und wirft sich anschließend leise und steif wie ein Brett auf die Seite, wie in einem Comic und fängt an zu dösen, mit einer Pfote steif gen Himmel gerichtet!!

Seeing the animals and the magnificent Okavango Delta from a private flight was one of the huge highlights of our trip so far: the views are incomparable. The delta is naturally wet, but this season has had so much rain, a number of the tracks we had hoped to drive are out of action. Even the campgrounds are flooded and out of bounds. From the air we were treated to the bigger herds together: gnus pawing at the dust, buffalo grazing, giraffes breaking into a slow-motion, lolloping run: a sight, like when you spot dolphins, guaranteed to give you an ear-to-ear grin. The whole 60 minutes are like living a trailer for a TV nature series. Our snapshots only hint at the extensive, intense views flooding our eyes. “What a wonderful world!”

Die Tiere des prachtvollen Okawango Deltas aus dem Flugzeug zu sehen, war sicherlich einer der ganz großen Höhepunkte unserer Reise bisher: Die Aussichten sind wirklich unvergleichlich. Das Delta ist immer nass, aber in diesem Jahr gab so viel Regen, dass einige der Strecken, die wir uns erhofften zu fahren, leider gesperrt waren. Selbst einige Campingplätze in den Parks waren überflutet und standen daher außer Frage. Aus der Luft aber konnten wir die ganz großen Herden sehen: Gnus, die mit ihren Hufen den Staub aufwirbelten, grasende Büffel, Giraffen die einen Laufschritt an den Tag legen – als ob sie sich in Zeitlupe bewegen und wie auch bei der Beobachtung von Delfinen, bekommt man auch hier das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht für den Rest des Tages. Die gesamten 60 Minuten fühlen sich an, als ob man einen Vorspann einer Naturfernsehserie direkt selbst erlebt. „What a wonderful world!“

 

5 minutes after take-off, with a sudden bank to the left and a tight turning circle, we were entranced by a herd of ca. 30 elephants stomping their way through a river, trunk to tail through the water, like the teddy bears off on their picnic. Divine! A go-down-in-history special moment.

Etwa 5 Minuten nach unserem Start, dreht die Pilotin ruckartig nach links und fliegt eine enge Runde, wir beobachten unter uns gebannt eine Herde von etwa 30 Elefanten wie sie in einer Reihe durch einen engen Wasserkanal stampfen – wie Teddybären auf dem Weg zum Picknick. Himmlisch! Ein besonderer Moment für die Geschichtsbücher.

 

In our four-week animal-filled adventure in Botswana, the most impressive, magical sound, is that of a roaring lion in the depths of the night, or just before dawn. You can’t mistake his sounds, and Christoph does a top-class impression: wish I had it on video! There are four looooong, loud roars. Which seem to empty the lion’s lungs, because there follow four or five grumpy harrumphs, like a cantankerous old man complaining about not being heard. It’s a comical rendition and maybe that’s why in reality it doesn’t instil fear in me, more awe. I’m captivated every time.

As mentioned in the last post: David Attenborough heaven and I’m hooked!

 

Während unserer 4 Wochen andauernden Tierabenteuerreise durch Botswana, war das wohl beeindruckenste und magischste Geräusch das Brüllen der Löwen – tief in der Nacht oder auch kurz vor Sonnenaufgang. Das ist ein wirklich unverwechselbares Geräusch, und Christoph kann dieses erstklassig nachmachen – hätte ich das doch bloß auf Video aufgenommen! Es beginnt mit 4 laaaaangen Brüllen. Diese scheinen die Lunge des Löwen vollständig zu lehren, denn anschließend folgen 4 bis 5 missbilligende Räusper – wie ein knurriger alter Mann, der sich darüber aufregt, dass ihm nicht zugehört wird. Es ist irgendwie eine komische Aufführung und vermutlich deshalb in der Realität für mich nicht wirklich beängstigend – eher Ehrfurcht erregend. Ich bin immer wieder wie gefesselt.

Wie bereits erwähnt – es ist hier wie in Michael Grzimek’s Himmel und es lässt mich nicht mehr los.

 

No lion sounds here, only the desert in the dusk.

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