Chance Meetings (Namibia Part 1)

Hunting for desert elephants is not an easy task. It’s even more difficult when you want to film them for a BBC documentary. Imagine then, you’re in an off-road vehicle, converted to carry a film crew and their equipment, ready to start recording before you’ve even registered there’s some activity going on. Doors cut out, cameras built on, passengers open to their surrounds. And then you want to integrate with a herd (or even two) of elephants, become part of their daily habits, so your filming of these giants is no longer obtrusive. Only by doing that can you hope to get those special shots no-one else has seen or managed before.

This is one of the things Axel Gruber does. And he excels at it. He hunts for the animals for days. He reads their tracks, follows their footprints, almost smells the droppings and makes his way across the desert of Namibia, until just when you are about to lose faith in him, the herd of elephants are finally dots on the horizon, then loom up closely in the lens of your camera. Now the real work begins and Axel has to walk a tightrope of keeping you, his clients happy, patient and expectant, while gradually creeping up on the herd, so surreptitiously they don’t even notice. Each day you drive close to the herd and sit. And sit. And wait. And sit. And wait; before driving back to camp in the evening, with none of the groundbreaking footage you’re hoping for. Each day you nudge a little closer while the elephants studiously ignore you. They know you are there, but they won’t acknowledge your presence.

Suddenly, without warning, on the fourth day, the matriarch begins to approach. Axel is euphoric, but the crew are nervous, unable to differentiate between curiosity and anger at this distance. “Start filming now and don’t stop until she’s finished!” he screams at the crew in a whisper. Instantly they’re in position, like a well-rehearsed fire drill, the red recording light no doubt ablaze. And the lead elephant not only comes up to the car, she comes to the windows and the missing doors. One by one, one after the other. She holds her trunk aloft then brings it down, gently, but all leathery, wrinkly and a little hairy and snuffles each passenger: across the forehead, over the nose, around the chest, down the arms. You would hear a pin drop in the moments of tension. Then she saunters off back to the crowd. Wow! What was that?! That my friends, was an introduction to the elephants and Axel’s work. Now the filming sessions are well underway and the working hours long and full. The relationship between the groups has subtly changed: some of the elephants look up when they arrive and towards the end of the filming the toddler elephants are positively running up to them to greet them, almost hoping to play, “Good morning! How are you today?!” It’s hugely satisfying to recognise you have been fully integrated into the family.

But one day, one of the young bulls starts a stampede towards the car. It all happens so quickly, Axel wonders in retrospect why he couldn’t react quickly enough to manoeuvre the team out of danger. He sensed the situation, but couldn’t do anything about it. So the ebullient youth hurtles towards them. From the left there is a thunder of feet, as even quicker off the mark storms the Mother. She accelerates at full, lumbering speed, comes to an instant stop and trumpets deafeningly at the attacker. Shocked into obedience, the youngster stands down and retreats. The matriarch has spoken her word: these ones are my family, leave them alone! No wonder Axel’s company is called Magic Moments.

 

Nach Wüstenelefanten zu suchen ist echt keine einfache Aufgabe. Sie wird noch wesentlich schwieriger, wenn man diese mit einem BBC-Team für eine Dokumentation filmen möchte. Stell dir also vor: du sitzt in einem Geländewagen, der speziell für das Filmteam umgerüstet wurde, um das gesamte Team und das technische Equipment mitzuführen und um jederzeit bereit zu sein mit dem Filmen loszulegen – noch bevor du eigentlich gemerkt hast, dass einige besondere Aktivitäten um dich herum passieren. Die Türen wurden herausgenommen, die Kameras wurden rundherum angebracht und die Passagiere sitzen praktisch im Freien. Und dann ist es der Plan zu versuchen, sich in einer Herde dieser seltenen Elefanten (oder vielleicht sogar mit zwei miteinander verbundenen Herden) zu integrieren und Teil ihrer täglichen Angewohnheiten zu werden, so dass das Filmen von diesen Giganten nicht mehr als störend empfunden wird. Nur auf diese Weise könnte es möglich werden, die erhofften besonderen Aufnahmen zu machen, die bisher niemand zuvor sehen, geschweige denn festhalten konnte.

Dies sind Aufgaben, die Axel Gruber löst und er hat besonderes Talent dafür. Er macht sich viele Tage auf die Suche nach den Tieren. Er liest die Spuren und folgt ihren Fährten, analysiert die Losungen und durchquert dabei die Wüste Namibias, bis du vielleicht schon kurz davor bist am Erfolg zu zweifeln – doch dann erscheinen tatsächlich die ersten Punkte der gesuchten Herde am Horizont und ihre Gestalten spiegeln sich zum ersten Mal bedrohlich in den Linsen deiner Kameras. Jetzt startet die eigentliche Arbeit und Axel muss einen schmalen Grad balancieren – um ihr, seine Kunden, glücklich, geduldig und erwartungsvoll zu halten, während ihr euch langsam Stück für Stück an die Herde heranschleicht – auf derart verstohlener Weise, dass ihr von ihnen kaum bemerkt werden. Jeden folgenden Tag kehrt ihr zurück zur gleichen Herde und bleibt sitzen. Bleibt sitzen – und wartet. Bleibt sitzen – und wartet. Bis ihr abends wieder zum Camp zurückfahrt – ohne die bahnbrechenden Aufnahmen, die ihr euch erhofft hatten. Jeden Tag nähert ihr euch den Elefanten ein kleines Stückchen dichter, während die Elefanten Dich gezielt ignorieren. Sie wissen natürlich, dass Du da bist – aber das lassen sie sich nicht anmerken.

Plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung, am vierten Tag, nähert sich dann die Matriarchin der Herde. Axel ist euphorisch, aber das Filmteam ist nervös und auf diese Distanz nicht in der Lage zwischen Neugier und Wut zu unterscheiden. „Fangt an zu filmen und hört nicht auf bis sie fertig ist!“ ruft er zum Team in einem leisen Flüstern. Sofort sind alle in Position, wie bei einer gut erprobten Feuerübung und das rote Aufnahmelicht flammt ohne Zweifel auf. Die Leitkuh nähert sich nicht nur dem Fahrzeug, sie kommt direkt zu den offenen Autofenstern und offenen Einstiegen. Von einem zum nächsten, einer nach dem anderen. Sie hält ihren Rüssel erst in die Höhe, dann bewegt sie ihn vorsichtig herunter – er ist sehr ledrig, faltig und etwas haarig – und beginnt damit an jedem Passagier zu schnüffeln: an der Stirn, über die Nase, am Brustkorb, entlang der Arme. Man hätte eine Nadel fallen hören in diesen Momenten der Anspannung. Schließlich bummelt sie wieder entspannt zurück zu ihrer Herde. Wahnsinn! Was um Himmelswillen war das?! Das, liebe Freunde, war eine kurze Einführung in die Arbeit von Axel. Jetzt endlich sind die Filmarbeiten im vollen Gange und die Arbeitsstunden werden mehr und erfüllter. Die Beziehung zu der Herde hat sich unterschwellig verändert: einige Herdenmitglieder schauen auf, wenn sie morgens ankommen und gegen Ende der Filmarbeiten kommen sogar die jüngsten Knirpse der Herde glücklich zur Begrüßung vorbei – so als hofften sie mit ihnen spielen zu können – „Guten Morgen! Wie geht’s Euch heute?! Es ist immens befriedigend zu erleben, wenn man vollends integriert wird in die Elefantenfamilie.

Allerdings an einem der Tage stürmt plötzlich einer der Jungbullen auf das Auto zu. Es geschieht so blitzschnell, das Axel sich im nachhinein wundert, warum er nicht schnell genug reagieren konnte, um das Team aus der Gefahrenzone zu manövrieren. Er erahnte die Situation, aber konnte nicht mehr schnell genug etwas unternehmen.

Also der aufgedreht Bulle schießt auf sie zu. Kurz darauf hört man ein weiteres Donnern von Elefantenfüßen von der linken Seite kommen – als die Leitkuh noch antrittsschneller losstürmte. Sie beschleunigt mit voller, rumpelnder Kraft und stellt sich gerade noch rechtzeitig dem jungen Angreifer in den Weg und brüllt diesen ohrenbetäubend laut an. Zur Gehorsamkeit geschockt, gibt der Jungendliche nach und zieht sich kleinlaut wieder zurück. Die Matriarchin hat gesprochen: diese Leute gehören zu meiner Familie, lass sie in Ruhe! Kein Wunder, dass Axel’s Firma den Namen Magic Moments trägt.

Don’t forget to click on the first photo to see them in larger screen format.
Vergesst nicht auf das erste Bild zu klicken, um die Fotos im grösseren Format anzuschauen.

 

Andre Bucher is the original professional, thanks Andre!

It turns out Axel is one of the nicest men you could meet. Quietly brimming with enthusiasm. Gentle yet sharp. His eyes truly light up when he’s recounting one of his tales. These days his second biggest hobby after surfing is now paragliding and he acts as Jens and Micha’s guide for paragliding on and above the fabulous dunes in Namibia. We go on two trips down the sand dunes and along the beach to Sandwich Harbour, now only a protected lagoon full of bird life, at one time a small harbour before the waves swallowed it and the sand banks grew.

It’s our first proper sand driving experience after the little course on Jacques’ land in Wilderness, SA. It’s much harder than there because now we are travelling at speed and although it’s supposed to be easier to follow someone’s tracks, but here there are so many, and they are so deep, it’s impossible to decide which one to take. You need to keep the revs up and wheels turning so you don’t sink down into the sand. At the beginning it’s a fight as we ricochet off each track wall and bump against the opposite sidewall, then the same to the right, then to the left. We have to learn to read the tracks earlier and to turn into bends a little before we reach them. We soon realise it should be a dance not a battle and you can often leave Bruce to pick his own way through the obstacles. Gradually we begin to learn the steps and become more in tune to the rhythm. While we’re a long way from a gliding Viennese waltz, we’re definitely growing in confidence.

Es stellte sich heraus, dass Axel einer der nettesten Männer ist, die man überhaupt kennenlernen kann. Leise strotzend vor Begeisterung. Seine Augen fangen ehrlich an zu strahlen, wenn er einige seiner Erlebnisse schildert. Heutzutage ist sein zweitliebstes Hobby -nach Surfen – das Gleitschirmfliegen, und er hilft Jens und Michael dabei, das Starten und Fliegen bei starkem Wind, an und über den fantastischen Dünen Namibias zu erlernen. Wir machen zwei Touren entlang der Küstendünen und Strände Richtung Sandwich Harbour. Dieser ist heutzutage eine geschützte Lagune mit beeindruckender Vogelwelt, früher allerdings ein kleiner Hafen, der später vom Meer wieder geschluckt wurde und versandete.

Wir erleben hier unser erstes dauerhaftes Fahren durch tiefen Sand – nach unserem Kurztraining auf Jacques’ Rundkurs in Wilderness, Südafrika. Es ist hier nun wesentlich schwieriger, weil wir mit größerer Geschwindigkeit unterwegs sind und es viele tiefere Fahrspuren zur Verfügung gibt, zwischen denen man sich entscheiden muss – es soll ja einfacher sein den Spuren eines vorherigen Wagens zu folgen. Man muss die Drehzahl recht hoch halten und die Räder müssen sich immer weiterbewegen, damit man sich nicht direkt auf der Stelle im Sand eingräbt. Am Anfang ist es recht schwierig, weil wir immer wieder gegen die Seitenwände der Spuren stoßen und so ins Schwanken geraten – mal rechts, mal links gegen die Bande. Wir müssen lernen die Spuren früher zu lesen und das Einlenken schon ruhig einzuleiten, etwas bevor wir die Kurve erreichen. Schon bald realisieren wir, das es eher wie ein Tanz ist, als wie ein Kampf und oftmals können wir es Bruce selbst überlassen, den einfachsten Weg durch die Hindernisse zu finden. Nach und nach lernen wir die richtigen Schritte und finden den richtigen Rhythmus. Wir sind zwar noch weit weg von einem weich gleitenden Wiener Walzer, aber gewinnen enorm an Selbstvertrauen.

It’s also paragliding that brings us into contact with Gigi and Bernard. It’s one of those special encounters where you click in an instant. Bernard, producer of Swift paragliders among other things, spots the Advance logo on Jens’ bag. Gigi starts the conversation with a simple, “Are you in the Toyota?” to which we reply, “Are you the cyclists?” on account of the two well-packed bikes we’ve parked next to.

We’re at a petrol station along at a junction of two red sand, country lanes, the only place to refill yourself and the car for a couple of hundred kilometres. Around us a typical tourist group of Germans we have no desire to talk to.

From that easy opening we’re suddenly absorbed in lively, excited conversation, like catching up with friends you haven’t seen for ages. They share some of their feelings about their 15-month cycle trip from home in Belgium to Madagascar, down the western side of Africa. They explain in horror at what a dark place the Congo has become, quite unlike what they had imagined as they have Congolese friends from this former Belgian colony. It’s a catastrophic mess. It’s a dark place to be and you’re in an equally mentally dark state, at an inward level where you don’t want to be. Or return to.

A couple of minutes chance meeting becomes probably an hour or two and as the sun is long past its zenith, we all need to get going to our next destination. All four of us are happily surprised at the affinity we feel and in a later message Bernard asks, “You know what the difference is between a meeting and a good meeting? The feeling stays for days and days”. For us, it is still there.

 

Das Gleitschirmfliegen ist auch der Auslöser für unsere Bekanntschaft mit Gigi und Bernard. Es ist eines dieser besonderen Zusammentreffen, bei denen es von Anfang an klickt. Bernard, der unter anderem Gleitschirme der Firma Swift entwickelt hat, entdeckt das Advance Logo auf der Tasche von Jens. Gigi startet die Konversation mit einem einfachen, „Seid ihr das mit dem Toyota?“, zu dem ich antworte, „Seid ihr das mit den Fahrrädern?“ – aufgrund der zwei gut bepackten Fahrräder, neben denen wir geparkt haben. Wir befinden uns an einer Tankstelle an einer Kreuzung von zwei rotsandigen Pisten, der einzige Ort hier im Umkreis von einigen Hundert Kilometern, an dem man sich selbst und den Tank auffüllen kann. Um uns herum steht auch eine Gruppe von typisch deutschen Touristen, mit denen wir uns beide sicher nicht unterhalten wollen.

Nach der einfachen Einleitung stecken wir sofort in einer lebendig en und angeregten Unterhaltung, als würden wir uns mit alten Freunden über den aktuellen Stand der Dinge aktualisieren wollen, nach dem wir uns lange Zeit nicht gesehen haben. Sie teilen mit uns einige ihrer Gefühle über ihre 15-monatige Fahrradtour von Belgien in Richtung Madagaskar entlang der Westküste von Afrika bis in den Süden. Sie erklären mit Erschrecken welch ein dunkler Ort Kongo geworden ist, ganz anders als sie es sich vorgestellt hatten, weil sie kongolesische Freunde haben aus dieser ehemaligen belgischen Kolonie. Das Land ist in einem katastrophalen Zustand. Ein dunkler Ort in dem man in einen ähnlich dunklen mentalen Zustand verfällt, auf einem inneren tiefen Niveau, auf dem man nicht sein möchte. Und zu dem man auch nicht zurückkehren möchte,

Aus dem zufälligen Kurztreffen wird vermutlich ein 1-2 -stündiges Zusammentreffen und da die Sonne schon weit hinter ihrem Zenit steht, müssen wir leider alle weiter um rechtzeitig vor Dunkelheit zu unserem nächsten Ziel zu gelangen. Wir sind alle vier gleichermaßen positive überrascht über die Affinität die wir sofort zueinander empfinden und in einer späteren Nachricht fragt Bernard, „Ihr kennt den Unterschied zwischen einem Treffen und einem guten Treffen? Das Gefühl bleibt für Tage und Tage“.

Bei uns ist es immer noch da.

P1060411

 

We had our first email contact with Jose on our very first tour in Asia in 2014 while exploring opportunities for entering Vietnam by car and again for travelling through China the second time. Then we went on our separate merry ways without ever meeting up. Until Yannick in Jo’burg hooked us back up again as we crossed into Namibia on the same day, unbeknownst to ourselves. We chased them along the tourist spots, always finding their names in the entry gate registers, but several hours before. Finally, we found Jose and his Japanese girlfriend, Elya, at the end of the day, at a picturesque sunset point, when the sun was already low and bright orange as it set over Fish River Canyon. It’s the second biggest canyon in the world, but not quite as spectacular as its Grand Canyon big brother in America. Next day, we mosey up to windy, isolated, dead-on-a-Sunday Luderitz together. You might be forgiven

for thinking you are in Bremerhaven, except you’ve just crossed 50km of yellow dunes in the thickly sandy desert, parallel to the new train lines, which are unfortunately on a journey to nowhere. Passed the diamond mining ghost town of Kolmanskop and down onto the surprisingly rocky coast, where we are almost blown over by the strong winds, especially Elya as she is so petite. That evening she chats up a local hobby fisherman and he gives her a large, freshly caught cod for free, which she then transforms into a nice Japanese dinner for us. By the next evening we’re the gypsy gang with 4 vehicles, 12 people. Such a shame it’s too windy to sit outside and chat. It’s only a short encounter, so it’s a lovely surprise to bump into them and Claire & Michael in Walvis Bay again. And we’ll hopefully see them again in a month or two, somewhere along the road.

 

Unseren ersten Emailkontakt mit José hatten wir während unserer ersten Tour durch Asien in 2014, zunächst als wir Möglichkeiten durchspielten mit dem Auto nach Vietnam einzureisen und dann wieder um weitere Leute für eine neue Gruppe zu finden, mit der wir unsere zweite Durchreise durch China machen könnten. Dann allerdings machten wir uns jeweils auf unsere eigenen Wege, ohne uns jemals persönlich getroffen zu haben.

Bis zu dem Zeitpunkt, als Yannick aus Johannesburg uns wieder in Verbindung setzte, als wir gerade im Begriff waren die Grenze nach Namibia zu überqueren – zufällig am gleichen Tag wie José und ohne unser vorheriges Wissen! Wir machten uns auf die Suche nach ihm verfolgten die Spuren entlang der ersten Touristenattraktionen, die auf dem Weg lagen. Wir fanden seinen Namen in den Registerbüchern am Ein- und Ausgang zu den Parks. Endlich fanden wir José und seine japanische Freundin Elya am Ende des Tages an einem wunderschönen Aussichtpunkt für Sonnenuntergänge. Die Sonne stand bereits tief und war leuchtend orange während sie sich über dem Fish River Canyon senkte. Dieser Canyon ist der zweitgrößte der Welt, aber nicht ganz so spektakulär wir sein großer Bruder in Amerika. Am nächsten Tag schlendern wir zusammen in das windige, isolierte und an Sonntagen ausgestorbene Lüderitz. Man mag es einem hier vielleicht verzeihen zu glauben in Bremerhafen zu sein, obwohl man vorher gerade 50km reinste gelbe und tiefsandige Dünenwüste durchquert hat. Die Straße führt parallel entlang der neuen Bahnschienen, die allerdings ins Nirgendwo führen, dann vorbei an der verlassenen Minenstadt Kolmanskop und weiter hinunter an die jetzt überraschend felsige Küste und der starke Wind bläst uns fast über die Straße – insbesondere Elya, weil sie so zierlich ist. An diesem Abend bezirzt sie einen Hobbyfischer, der gerade dabei ist seinen Fang aus dem Boot zu holen und er schenkt ihr tatsächlich einen großen, frischen Kabeljau, den sie dann später in ein schönes japanisches Abendessen für uns verwandelt. Am nächsten Abend entwickeln wir uns zu einer wachsenden Zigeunertruppe mit jetzt vier Fahrzeugen und 12 Personen. Nur leider war es zu stürmisch um lange zusammen am Feuer zu sitzen und zu erzählen. Es ist leider nur ein kurzes Zusammentreffen, aber wir freuen uns um so mehr sie sowie Claire & Michael dann eine Woche später in Walvis Bay zufällig wieder zu treffen – hoffentlich gelingt uns das in den nächsten Monaten wieder einmal.

 

Wiebke and Dieter are travellers to look up to. A lifetime of experience, gathered over years and years of holidays spent exploring the desert, particularly the Sahara; days and weeks spent alone in the dunes seeking out unseen cultural treasures. Hovering between 70 and 80 years old, they are still on the road as much as possible, now in a new-ish, converted Hilux after a lifetime in a LandCruiser like Bruce, which is leading to their first marital crisis in probably 50 years: Wiebke is “not amused” at the Hilux!

Their enthusiasm is contagious and their experiences real eye-openers. Wiebke joined Dieter on her first trip to Morocco, Algeria and Lybia when she was just sweet sixteen and their first vehicle was a VW Kübel. Since then I don’t think either of them have looked back. They’ve now chosen to spend their retirement years in Namibia, but don’t even begin to think of them as doddering pensioners: they’re active on internet forums for travellers like ourselves, they’ve helped build up a large long-term “car park” for now close to 60 overland travellers’ vehicles near Windhoek, help with shipment and keep themselves young at heart by still travelling & bush camping as much as possible. Long live Wiebke & Dieter! Long live the travelling bug!

 

Wiebke und Dieter sind Reisende zu denen man wirklich hinaufschauen muss. Lebenslange Erfahrung, gesammelt über viele viele Jahre mit Urlaubsreisen zur Erforschung von Wüsten, und insbesondere der Sahara; Tage und Wochen verbrachten sie alleine in den Dünen auf der Suche nach unentdeckten Kulturschätzen. Sie schweben so in der Alterklasse zwischen 70 und 80 und verbringen weiterhin so viel Zeit wie möglich auf den Pisten Afrikas – jetzt allerdings in einem ausgebauten Wohnmobil auf Hilux-Basis, und nicht mehr wie vorher, eine wahre Lebenszeit in einem Land Cruiser wie Bruce einer ist – das ganze führte zu der ersten Ehekrise nach etwa 50 Jahren! Wiebke ist „not amused“ mit dem neuen Hilux!

Ihre Begeisterung ist wirklich ansteckend und ihre Erfahrungen sind echte Augenöffner. Wiebke entschied sich ihre erste Tour mit Dieter nach Marokko zu machen – in einem zarten Alter von 16 Jahren und ihr erstes Fahrzeug war ein VW Kübel. Seit dieser Zeit hat keiner von den beiden es bereut. Sie haben sich nun entschieden hier in Namibia ihren Lebensabend zu verbringen – aber vermutet bloß nicht, dass sie hier nur noch als tatterige Rentner abhängen – weit gefehlt: sie sind genauso aktiv in den Overlander-Internetforen wie wir und sie haben zum Beispiel dabei geholfen einen großen „Dauer-Parkplatz“ für jetzt bis zu 60 Fahrzeugen von Overlandern aufzubauen, ganz in der Nähe von Windhoek, sie helfen bei Verschiffungen und sie halten sich im Herzen jung mit Reisen & Bush Camping so oft es geht. Lang lebe Wiebke & Dieter! Lang lebe der Reisevirus!

 

Advertisements

One thought on “Chance Meetings (Namibia Part 1)

Share your thoughts and comments

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s