Yugotours

Croatia & Montenegro >> 31 May – 23 Jun >>1,109 km

 

Croatia is as good as its reputation as a holiday destination, whereas Montenegro, away from the centres of Kotor Bay and Budva, is more of a fledgling. We spend almost a week heading south, stopping at Cres, Losinj and Krk island.

Kroatien ist als Urlaubsland so schön, wie man es erwartet; Montenegro hingegen eher ein Kücken in der Entwicklung – zumindest abseits der Kotor Bucht und der Küstenstadt Budva.

Zunächst verbrachten wir fast eine Woche im nördlichen Kroatien mit Zwischenstopps auf den Inseln Cres, Losinj und Krk.

 

The result of huge, long-term investment into restoring the old towns is almost a double-edged sword: the old, stone houses are incredibly picturesque and obviously appeal to a lot of tourists, which unfortunately also attracts an unrivalled level of commercialism, where every ground floor space is either a shop or a restaurant selling souvenirs and crafts, postcards and pizza or ćevapčići. Often similar in appearance, Zadar, Split, Kotor and Budva all offer something distinct, be it the sea organ or simply the atmosphere, as in ancient Split, which we celebrate well into the night. In Kotor, Montenegro, we are impressed, but soon flee the cruise-ship tourists.

Die großen und langfristigen Investitionen in die Restaurierung der Altstädte hat ihr Für und Wider: die alten Steingebäude sind malerisch und offensichtlich sprechen sie sehr viele Touristen an; man hat allerdings auch erlaubt der vollständigen Kommerzialisierung freien Lauf zu lassen. Jeder Quadratmeter Erdgeschossfläche ist entweder ein Geschäft oder Restaurant und es werden in erster Linie Souvenirs, Handarbeiten, Postkarten und Pizza oder Ćevapčići verkauft. Obwohl der erste Eindruck der Altstädte oftmals ähnlich erscheint, bieten Orte wie Zadar, Split, Kotor und Budva auch alle etwas eigenes: sei es ein Seewasserorgel, oder einfach die Atmosphäre, wie im antiken Split, die wir bis spät in die Nacht genossen haben.

Above Split, Croatia
Above Split, Croatia

As we venture south, the influence of the West decreases in proportion to the growing evidence of past Communism. Ageing (and dead) Russian trucks growl up ahead of us, concrete blocks of flats define the townscapes and Russian is spoken ahead of German or English. Around the coast from Kotor, in Budva, I think Russian is the only language anyone speaks. As in the “Stans,” as part of your driving test, you need to prove you can drive with one hand, while the other holds your mobile phone next to your ear. If you can’t manage with one hand, two is still possible and you’ll pass, providing your ear and shoulder can sandwich the phone into place for chatting while driving. Driving without a mobile is forbidden. J

Auf dem Weg weiter nach Süden verringert sich merklich der Einfluss des Westens und die Spuren des vergangen Kommunismus werden immer deutlicher. Alternde (und bereits verstorbene) russische LKWs tauchen knurrend vor uns auf, Plattenbauten dominieren die städtischen Panoramen und Russisch wird bevorzugt vor Deutsch oder Englisch gesprochen. Entlang der Küste südlich der Kotor Bucht, in Budva, scheint mir Russisch die einzig Sprache zu sein, die hier gesprochen wird. Ähnlich zu den „Stans“, ist es auch hier Teil der Führerscheinprüfung, fehlerfrei zu demonstrieren, dass man das Auto einhändig steuern kann, während man mit der anderen das Handy permanent fest ans Ohr hält. Wenn es einem jedoch nicht fehlerfrei möglich ist dies zu tun, hat man nur noch eine weitere Chance die Prüfung zu bestehen – man muss es schaffen das Handy zwischen Ohr und Schulter dauerhaft einzuklemmen, damit der Gesprächsfaden nicht abreißen kann. Fahren ohne Handy am Ohr ist grundsätzlich verboten.

 

Where Croatia is defined by coastal panoramas and cool, refreshing dips in the sea, especially along the Makarska Riviera, interspersed with historical architecture, Montenegro is about discovery and natural beauty. Thankfully, the season is not yet in full swing in either country, so it’s still easy to run into the sea to cool down (quickly!) and just as easy to find a seat in a restaurant or an uninterrupted view of the mountains.

In Croatia we try to go hiking in an inland National Park, but only manage a couple of lakes, dodging the rain showers and grey skies, we quickly return to the coast and settle for a break at the highly recommendable, “Sie haben Ihr Ziel erreicht.” Whether this family owned and run gastronomical smallholding has another name, we don’t know. This is what it said on the sign; basically, “You have reached your destination!” It’s a unique, thoughtfully cared-for spot, where you are truly welcomed as a guest. Thanks for the tip, Astrid!

In Montenegro we journey up north, through unbroken, isolated countryside. After climbing the first mountains behind Kotor, along the Monte Carlo-style rally road, we spend several hours travelling along tiny, windy, one-and-a-half-track roads through wild, limestone nature, which would be a joy in the Lotus, seeing only one or two farmsteads along the way, before arriving in Durmitor National Park. A small ski resort, complete with chalet-style bar and restaurants, it offers unpolluted air and hiking in the summer, with wild flower meadows for camping.

The hike up to Ledena Pecina (the ice cave) is strenuous and so blustery at the top that a couple turn back before the top. Not us though! Finally at the top, the apparently sensational stalagmites and stalactites, unusually made of ice, not limestone, are unfortunately barred from view by a still intact snowdrift. We’re more than compensated by the fabulous views afforded by the massifs and out into the hazy distance. The trip back down to the Black Lake, which is actually greeny-blue, is no quicker or any less difficult, but we’re happily tired at the end. Naming of lakes is not to be taken at face value here or in Croatia where the Blue Lake is green and the Red Lake is blue!

Während sich Kroatien über seine mit historischer Architektur gespickten Küstenpanoramen definiert, insbesondere entlang der Makarska Riviera, und zu kühlen, erfrischenden Sprüngen ins Meer einlädt, steht Montenegro mehr für die Entdeckung der Schönheit seiner scheinbar unberührten Natur. Glücklicherweise hat bisher in keinem der beiden Länder die Saison richtig begonnen und es ist einfach ins Meer zu rennen zur (schnellen!) Abkühlung oder einen schönen Platz im Restaurant zu finden oder einen freien Blick über die Berge zu bekommen.

Wir versuchen in einem kroatischen Nationalpark wandern zu gehen, aber es gelingt uns nur zwei Seen kurz anzusehen, während wir uns ständig vor Regengüssen und grauen Wolken verkriechen müssen. Schließlich entscheiden wir uns für eine Pause in dem besonders zu empfehlenden Restaurant: “Sie haben Ihr Ziel erreicht!” – ob dieses familienbetriebene, gastronomische Bauernhöfchen noch einen anderen Namen hat, wissen wir leider nicht – aber dieser Satz stand zumindest auf dem großen Holzschild an der Einfahrt. Der urige Chef empfängt uns super freundlich bereits am Parkplatz und wir fühlten uns auf Anhieb ehrlich willkommen auf diesem einzigartigen und liebevoll entwickelten Fleckchen Erde. Danke Astrid, für den super Tipp!

In Montenegro bewegen wir uns zunächst Richtung Norden, durch unentwickelte und isolierte Landschaften. Nachdem wir den ersten Berg hinter Kotor bezwungen hatten, entlang einer Monte Carlo ähnlichen und tatsächlich jährlich genutzten Rallystrecke, fahren wir viele Stunden kleine verwundene Landstrassen durch wilde Karstgegenden – das wäre ein Traum mit dem Lotus – und treffen nur vereinzelt auf alleinstehende Bauernhöfchen, bis wir schließlich den Durmitor Nationalpark erreichen. Hier ist ein kleiner Skiort mit Chalet-artigen Bars und Restaurants und es bietet unverschmutzte Luft und Wanderungen im Sommer, mit Wildblumenwiesen, die zum Camping einladen.

Unsere Wanderung hoch zur Ledena Pecina (eine Eishöhle) ist anstrengend und kurz vor dem Gipfel dreht ein Pärchen um, weil es zu stürmisch wird. Aber nicht für uns! Als wir endlich oben angekommen sind, wird uns leider von einer noch bestehenden Schneeverwehung, der direkte Zugang zur Höhle versperrt. Zumindest bekommen wir einen entfernten Blick auf die Stalaktiten und Stalagmiten der Höhle, die hier nicht aus Kalkstein oder ähnlichem, sondern aus Eis bestehen. Aber wir werden mehr als belohnt, von den wunderbaren Ausblicken auf das Felsmassiv, das uns umgibt, und in das im leichten Dunst liegende Umland. Der Weg hinunter zum Schwarzen See (der ist übrigens grün/blau) war nicht schneller oder leichter, aber wir sind glücklich und müde am Ende des Tages. Die Namensgebung von Seen hier und auch in Kroatien ist übrigens sehr irreführend – dort ist zum Beispiel der Blaue See grün und der Rote See blau!

Kotor Bay and Med. Sea
Kotor Bay and Med. Sea
Komaz Fort, Montenegro
Komaz Fort, Montenegro

Tara Canyon is apparently the second deepest and maybe the longest in the world. It’s pretty for sure, though I have to say I preferred the Daluis Gorge in France and it’s really no patch on the jaw-dropping Grand Canyon in the USA.

Die Tara Schlucht ist angeblich die zweittiefste und vielleicht die längste Schlucht in der Welt. Sie ist sicher sehr hübsch, aber ich muss sagen ich bevorzuge die Daluis Schlucht in Frankreich und es ist mit Sicherheit nicht vergleichbar mit dem atemberaubenden Grand Canyon in den USA.

IMG_5919

Biogradska National Park on a Sunday is the place for families and friends to gather around BBQs and crates of beer for a carefree day of relaxation. We wandered round the lake and moved on. It’s the second oldest National Park in the world after Yellowstone and one of the three remaining virgin forests in Europe. To keep it that way, the pristine parts are deeper inside, out of bounds to us, destructive, humans.

Lovcen is an impressive place to lie dead and buried.

Die Montenegrinen verbringen gerne den Sonntag mit Familie und Freunden im Biogradska National Park – mit Grill und Bierkasten zur sorgenfreien Entspannung. Wir hingegen schlenderten einmal um den zentralen See. Biogradska ist nach Yellowstone der zweitälteste National Park der Erde und einer der letzten drei verbleibenden Urwälder Europas. Den wirklich unberührten Urwald findet man sicher auch weiter im inneren des Nationalparks – unerreichbar für uns zerstörerische Menschen. Lovcen ist übrigens ein wirklich beeindruckender Ort, um dort tot und begraben zu sein.

Lovcen, Montenegro
Lovcen, Montenegro

Podgorica is the smallest capital we’ve ever visited and we take advantage of the facilities: Bruce gets an oil change, his tank bumper painted, new brakes fitted and the brake cylinders overhauled, the horn repaired along with the headlights, and a valeted car wash for €190, while I swim the time away in the almost deserted Olympic-sized swimming pool. We spot a campground next to the river, just 5 minutes out of town. Perfect for doing the washing, watching more Euro 2016 football, meeting Bruce (!) the American on his long travels on a motorbike, and, like so often in France and Italy with Max & Alina: listening to the trains go by. With them we had a trainline next to us more than a couple of times, one evening Jens commenting, “Hey, no trains tonight,” followed literally 10 seconds later with the rumble of a train overhead! and the final one in Capo Mimosa where we thought there was an earthquake, until we realised there was a train track under us in a tunnel! In Montenegro if we’d only used the satellite pictures, we might have spotted the tracks. Needless to say, it wasn’t the most peaceful of sleeps!

What Podgorica lacks in the way of history, the even smaller, old capital in Cetinje makes up for and we are transported back a century, to a time of crinolines and bustles, queens and emperors. A town definitely worth visiting for an afternoon.

Podgorica ist vermutlich die kleinste Hauptstadt, die wir bisher besucht haben und wir nutzen das Angebot in vollen Zügen aus: Bruce bekommt einen Ölwechsel, neue Bremsklötze, der Hauptbremszylinder wird überholt, die Hupe wird repariert, die Scheinwerferbirnen werden erneuert, die Stossstange/Wassertank wurde schwarz lackiert und er wurde innen wie außen per Hand gewaschen – alles für 190€. Währendessen verbringe ich die Zeit mit Schwimmen in einem riesigen und fast völlig leeren Freibad. Nur 5 Minuten außerhalb der Stadt entdecken wir einen Campingplatz – perfekt um unsere Wäsche zu waschen, die Euro 2016 zu verfolgen, Bruce (!) zu treffen – ein Amerikaner auf Reisen mit seinem Motorrad – , und natürlich den vorbeifahrenden Zügen zu lauschen, wie es uns schon mehrfach mit Max und Alina in Frankreich und Italien passiert ist. An einem Abend hier ließ Jens sich sogar zu dem Kommentar verleiten: „Hey, heute mal keine Züge!“ – und wirklich nur 10 Sekunden später ratterte ein Zug über uns am Berghang entlang! Dies wurde dann nur noch übertroffen von unserem Stellplatz am Capo Mimosa, als wir erst dachten das ein leichtes Erdbeben uns erschüttert, bis wir feststellten, dass ein Zug direkt unter uns durchfuhr! – durch einen Zugtunnel! Wenn wir uns in Montenegro nur vorher die Satellitenbilden von dem Campingplatz angesehen hätten, dann wäre uns das nicht wieder passiert. Es wurde also nicht eine unserer ruhigsten Nächte!

Von dem was Podgorica an geschichtlichem fehlt, bietet die noch kleinere ehemalige Hauptstadt Cetinje umso mehr. Wir werden um ein Jahrhundert zurückversetzt – in eine Zeit der letzten Könige und Kaiser. Ein wirklich sehenswertes Örtchen.

 

As we settle into living in Bruce, we’ve discovered a technique we hadn’t used before: satellite pictures on Google maps for finding our overnight spots, which show much more detail than the plain maps version. We end up one dark evening on Losinj in Croatia, down a long, steep track of boulders and coarse gravel giving us our own bay for 2 nights. Elsewhere in olive groves on several nights, lakeside, seaside, and the most unforgettable King of the Castle night, high above Budva, Montenegro, right in front of a ruined fortress with an incredible view across the sea, and numerous other spots, which we’d never have found ourselves. Bruce is in his element: the majority wouldn’t have been possible without using 4WD or a vehicle with a lot of chassis clearance, even for just a small part of the effort.

Während wir uns wieder daran gewöhnen in Bruce zu leben, entwickeln wir eine neue Technik schnell, einsame und attraktive Stellplätze für die Nacht zu finden. Die Satellitenbilder auf Google Maps sind mittlerweile wesentlich detaillierter als die normalen Landkarten. So finden zum Beispiel auf Losinj, Kroatien Nachts eine wunderschöne einsame Bucht allein für uns, nachdem wir eine lange und extrem Steile Abfahrt über Felsgeröll gemeistert hatten – und wir blieben direkt zwei Nächte; Oder mehrerer Nächte in Olivenhainen mit tollen Ausblicken auf das Meer, an den Ufern von Seen und Flüssen und eine unvergessliche Nacht hoch über der Bucht von Budva, Montenegro, direkt vor den Mauern einer verlassenen Burg mit einem Wahnsinns-Panorama! Wir fühlten uns wie „Kings and Queen of the Castle“. Keine dieser Stellplätze hätten wir ohne Satellitenbilder gefunden und Bruce macht’s möglich, denn die meisten dieser Plätze waren nur mit Allradantrieb oder viel Bodenfreiheit möglich.

The trip is continuing beautifully and it’s a change for us to be spending time in Europe: easy-going, cheerful locals, camping wherever we pleased, enjoying their red wine Vranac to the full. They’ve even named a tasty beer after us!

Die Tour entwickelt sich weiterhin super und es ist eine neue Erfahrung für uns so in Europa unterwegs zu sein: alles ganz locker, freundliche Menschen, Camping wo immer es uns gefällt und den Geschmack des montenegrinischen Rotwein Vranac zu genießen. Die haben hier sogar ein köstliches Bier nach uns benannt!

Advertisements

3 thoughts on “Yugotours

Share your thoughts and comments

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s